Und damit ist nicht der Klassenerhalt gemeint

Bitterer: „So kritisch war es noch nie“

Melchiorshausens Routinier Sven-Eric Heise (re.) gelang der Ehrentreffer beim 1:4 gegen den Bremer SV. ·

Melchiorshausen - Von Gerd TöbelmannBeim Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen wird momentan viel gezittert. Ist ja auch kein Wunder, denn nach dem 1:4 (0:3) im Heimspiel gegen den Bremer SV verharren die Blau-Weißen auf dem vorletzten Platz, der die Landesliga bedeuten würde.

Aber halt: Das Bibbern bezieht sich gar nicht so sehr auf die aktuellen sportlichen Dinge. Vielmehr steht die Zukunft von Mannschaft und Trainer auf dem Prüfstand.

Co-Trainer Andree Bitterer etwa erklärte, „dass es, solange ich hier bin, noch nie so kritisch war. Wenn wir da keine Lösung finden, werde ich wohl aufhören.“ Diese Lösung soll so aussehen, dass Melchiorshausen bis zu zehn neue und vor allem junge Spieler haben möchte, um in der neuen Saison einen wirklichen Neubeginn zu starten, der dann unter der Regie von Trainer Markus Hoßfeld laufen soll. Die direkt Beteiligten versprühen Optimismus. „Ich denke, dass wir das hinkriegen“, ist Spartenleiter Heiner Böttcher Optimist. Und „Vize“ Heinz Lange ergänzt: „Wir haben zuletzt unglaublich viel telefoniert. Es sieht nicht schlecht aus.“ In das Bemühen, neue Leute für Melchiorshausen zu begeistern, wurde auch der ehemalige Spartenleiter Herwig Sündermann mit ins Boot genommen.

Aber es gibt noch eine weitere große Baustelle: Wer bleibt aus dem aktuellen Kader? David Wieloch geht nach Südafrika. Von Jan Wittenberg hat man sich schon jetzt getrennt, weil der für den Fußball zu wenig Zeit aufbringen kann. Und Stammkeeper Jens Ruscher gibt unumwunden zu, „dass ich in diesem Jahr nicht so früh hier zusagen werde.“

Die rein sportlichen Belange treten da momentan etwas in den Hintergrund. Gegen den BSV wehrte sich Melchiorshausen fast eine halbe Stunde lang sehr gut, kassierte dann jedoch durch Mirko Jankowski (26.), Kolja Sternke (39.) und erneut Jankowski (41.) drei Gegentore zum 0:3 zur Pause.

Eine Klatsche wurde es aber nicht, weil Melchiorshausen weiter kämpfte und der BSV keine Lust auf Kantersieg hatte. Im Gegenteil: Nach Jankowskis verschossenem Elfer (56.) und der Roten Katte gegen Schreider (76./Beleidigung) kam Melchiorshausen in der 86. Minute durch Sven-Eric Heise sogar zum 1:3. „Heise, Fußball-Gott“, skandierte da Ex-Mitspieler Reiner Klausman, ehe Jacek Sajewski noch das 4:1 (90.+3) erzielte.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Kowalskis Glanztaten für die Katz‘ – 31:32

Kowalskis Glanztaten für die Katz‘ – 31:32

Kowalskis Glanztaten für die Katz‘ – 31:32
Großer Respekt vor „Koloss“ Lukimya

Großer Respekt vor „Koloss“ Lukimya

Großer Respekt vor „Koloss“ Lukimya
Die Kabbelei um Platz drei

Die Kabbelei um Platz drei

Die Kabbelei um Platz drei
Hohnstedt auf dem Weg zurück ins Löwen-Tor

Hohnstedt auf dem Weg zurück ins Löwen-Tor

Hohnstedt auf dem Weg zurück ins Löwen-Tor

Kommentare