Jens Grunert gibt sich kämpferisch: „Wir wollen den Betriebsunfall gleich nächste Saison reparieren“

Bitter: FC Sulingen steigt trotz 4:1 ab

Enttäuschte Gesichter: Sulingens Trainer Stefan Rosenthal (l.) und Mannschaftskapitän Jens Grunert mussten sich nach dem Abstieg aus der Bezirksliga erst einmal sammeln. - Foto: Borchardt

SULINGEN - Von Matthias Borchardt. Felix Klare, Innenverteidiger beim FC Sulingen, warf seine Trinkflasche verärgert auf den Boden. Der Grund: Trotz eines 4:1 (2:1)-Erfolgs seiner Mannschaft über die SG Diepholz stiegen die Sulestädter am Sonnabend aus der Fußball-Bezirksliga ab, denn zeitgleich hatte der SC Twistringen in Neuenkirchen mit 1:0 gewonnen und sich dadurch endgültig gerettet.

„Unsere Leistung war okay, wir haben phasenweise sogar guten Fußball gespielt. Die katastrophale Hinrunde hat uns letztendlich das Genick gebrochen“, unterstrich Sulingens Trainer Stefan Rosenthal. Ähnlich sah´s Vorsitzender Lars Grunert: „Das ist ganz bitter für uns. Die Jungs haben alles in die Waagschale geworfen – sie haben noch einmal ein gutes Spiel gemacht.“ Auch seinem Bruder Jens als Kapitän stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „So ein Abstieg lässt sich nicht in Worte fassen. Heute sind wir traurig.“ Der 33-Jährige richtete aber gleich den Blick nach vorn: „Ich gehe vorne weg, mache weiter. Wir haben uns die Suppe selbst eingebrockt, jetzt müssen wir sie auch wieder auslöffeln. Wir wollen den Betriebsunfall gleich nächste Saison reparieren.“

Die Diepholzer begannen vielversprechend: Nach 30 Sekunden scheiterte Nico Files nach einem Pass von Dominik Klatte an FCS-Torwart Patrick Kühn. Der nächste gelungene Angriff führte zum Tor. Niko Senkler behauptete sich am linken Flügel, er spielte den Ball zu Files, der die „Pille“ zu Nils Raskopp weiterleitete. Der Offensivmann der SG Diepholz erzielte das 1:0 (6.). Die Gastgeber steckten den Rückstand gut weg. Nach öffnendem Pass von Richard Fiterer gelang Svend Kafemann das 1:1 (8.). Über den Kampf fanden die Sulinger immer besser ins Spiel hinein. Der Lohn: Nach einer Kafemann-Vorlage markierte Jens Grunert mit einem Schuss ins lange Eck das 2:1 (18.). Auch in der Folgezeit offenbarten die Diepholzer Schwächen in der Abwehr. Die beiden Innenverteidiger Marc Pallentien und Alexander Koch hatten Abstimmungsprobleme. Auch bei der nächsten gefährlichen Aktion sahen sie nicht gut aus. Grunert bediente Kafemann, der sich durchsetzte, aber an SG-Torhüter Dan Zaharia scheiterte. Den Abpraller nahm Kafemann mit einem Fallrückzieher, doch Jakub Dalba wehrte den Ball auf der Linie ab (26.). Dem Goalgetter glückte zwar nach einer Vorlage von Viktor Gense noch ein sehenswerter Treffer in den Knick, doch Schiedsrichter Lorenz Müller (VSV Benthe) gab den Treffer wegen Abseits nicht (35.). Das war auf alle Fälle eine fragwürdige Entscheidung.

Nach dem Wechsel erhöhte der aufgerückte Innenverteidiger Martin Roughley nach einer scharfen Freistoß-Hereingabe von Viktor Gense auf 3:1 (50.). Von den Gästen kam danach nicht mehr viel, ihnen fehlte der letzte Biss. Die Sulinger waren weiterhin die aktivere Mannschaft, hatten noch eine gute Möglichkeit nach einer Rechtsflanke von Nils Kummer, doch Lars Mesloh schoss den Ball übers Tor (75.). Den Schlusspunkt setzte Kummer, der nach einem Zuspiel des eingewechselten Alper Yildirim zum 4:1-Endstand (89.) traf.

„Das ist kein schöner Abschluss, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Unser Zweikampfverhalten war schlecht“, schüttelte Diepholz´ enttäuschter Coach Jörg Behrens nur mit dem Kopf.

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