Melchiorshauser Torjäger zieht sich Muskelfaserriss zu / Morgen gegen Surheide

Bitter: Behrens hat es schon wieder erwischt

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Lars Behrens (Mitte) hatte gerade wieder so richtig Anschluss gefunden, doch nun muss der Melchiorshauser Torjäger erneut passen.

Kreis-Diepholz - MELCHIORSH. · Die Freude über den Sieg gegen Woltmershausen währte beim Trainer des TSV Melchiorshausen nicht sehr lange. Denn Mike Barten musste den 2:1-Erfolg über den Spitzenreiter der Bremer Fußball-Landesliga mit einem herben Verlust bezahlen: Stürmer Lars Behrens fällt mit einem Muskelfaserriss drei Wochen aus, er hatte beide Treffer gegen Woltmershausen erzielt. „Das ist bitter“, sagt Barten, „gerade funktioniert alles, jetzt muss ich wieder umbauen.“

Drei Siege in Serie hatte Melchiorshausen zuletzt hingelegt, sich als Tabellenfünfter auf einen Punkt an den Spitzenreiter herangerobbt, doch jetzt beginnen für die Barten-Truppe die Wochen der Wahrheit. „Jetzt kommen die Spiele gegen Konkurrenten, die

Barten sieht sein Team

erst bei 85 Prozent

noch nach oben nachdrängen“, sagt der 38-jährige Coach, „die wollen wir auf Distanz halten und uns vom Mittelfeld absetzen.“ Selbst nach oben schielen, den möglichen Aufstieg im Blick behalten, heißt die Devise der Blau-Weißen morgen ab 15.00 Uhr gegen Tuspo Surheide. „Sie hatten unterschiedliche Ergebnisse in dieser Saison“, sagt Barten über den Tabellensiebten, „aber es waren immer unangenehme Spiele. Wir wollen aber klar gegen Surheide zu Hause gewinnen.“

So klar, wie sich Barten das wünscht, war es seinem Team zuletzt jedoch nicht gelungen. Sie hatten es spannender gemacht als nötig – und auch gegen Woltmershausen wären sogar noch fünf, sechs Tore mehr möglich gewesen. Dass es ihnen nicht gelang, kostete Barten Nerven und lag an der fehlenden Cleverness seiner Jungs. „Das ist ein Lernprozess“, sagt er, „die Mannschaft ist aber dabei, sich zu entwickeln.“

Bei gut 85 Prozent schätzt der Trainer ihr Leistungslevel bisher ein, ein bisschen Luft nach oben bleibt also. Und Barten wertet es als gutes Zeichen, dass sich seine Kicker genauso über die verpassten Chancen ärgern – die Einstellung stimmt. „Wir müssen uns festigen“, betont Barten, „gerade, wenn wir als Favorit in die Partie gehen. Aber es werden sicher auch mal Rückschläge kommen.“ Doch für morgen ist das sicher nicht geplant, denn nach dem Spiel steht ein Mannschaftsabend auf dem Bremer Freimarkt an – und da wäre ein Misserfolg doch ein echter Stimmungskiller. · phi

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