Bitte an Bezirk: Kündigung aufheben / Jobst nicht mehr Hauptsponsor

Sportgilde kämpft mit aller Kraft um die Bundesliga

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Bei der Sportgilde Bassum 98 sind Umstrukturierungen in vollem Gange. Der aktuelle Chef Horst-Dieter Jobst (li.) wird einem noch zu gründenden neuen Verein vorstehen. Sein Nachfolger soll Michael Meinhard (rechts) werden. Auch Artur Gevorgjan, Vertreter der Bundesliga-Mannschaft, ist an einem reibungslosen Übergang gelegen.

Bassum - Von Gerd Töbelmann. Am 22. September 2014 war die Sache eigentlich klar: Unter Federführung des 1. Vorsitzenden Horst-Dieter Jobst erklärte die Sportgilde Bassum 98 ihren Austritt aus dem Bezirksschützenverband Hoya. Eine Mitgliedschaft in einem Bezirk ist aber nötig, um zum Beispiel die Mannschaft in der Luftpistolen-Bundesliga halten zu können.

Es kam zu heftigen Spannungen innerhalb des Vereins: Jobst wollte mit dem Verband nichts mehr zu tun haben. Trainer Michael Meinhard kämpfte für den Erhalt des Wettkampfsports. Die Gräben waren tief. Doch mittlerweile scheinen die Beteiligten einen Ausweg gefunden zu haben.

Jobst wird Chef der gerade in der Gründung befindlichen Bassumer Schützengilde (schließt sich keinem Verband an), die ungefähr 140 Mitglieder umfassen dürfte und keine Wettkämpfe bestreitet. Die jetzige Sportgilde Bassum 98, die auch die Bundesliga-Lizenz hält, soll einen neuen Vorstand unter der Regie von Meinhard bekommen und dürfte etwa 80 Mitglieder umfassen, die in erster Linie Wettkampfsport betreibt. „Wir haben die Vorstandsposten bereits auf dem Papier besetzt, so dass der Betrieb weitergehen kann“, sagte Meinhard gestern.

Doch so einfach ist das nicht, denn noch ist die Kündigung zum 31.12. 2015 wirksam. „Wir wollen den Bezirk überzeugen, dass er unseren Antrag als nichtig ansieht, so dass wir bleiben können. Das hätte auch für den Bezirk den Vorteil, dass die Beiträge weiter fließen würden“, sagt Meinhard.

Jetzt wird es knifflig. Einer der maßgeblichen Entscheidungsträger im Bezirk ist deren Geschäftsführer Uwe Drecktrah – seines Zeichens aber auch Mitglied beim Stadtrivalen SV Bassum von 1848. Sollte die Gilde keine Lizenz mehr bekommen für die aufgestockte Bundesliga, wäre 1848 der erste Nachrücker. Für Drecktrah keine leichte Aufgabe, die absolute Neutralität zu wahren. „Aber bislang hat sich die Gilde noch nicht offiziell bei uns um die Aufhebung der Kündigung gemeldet. Sollte das noch kommen, werden wir uns beraten, sicherlich auch die Meinung des Landesverbandes einholen und dann eine Entscheidung treffen.“

Sollte die Sportgilde Bassum 98 tatsächlich weiterhin in der Bundesliga schießen dürfen, dann muss das ohne die Unterstützung von Hauptsponsor Horst-Dieter Jobst geschehen, der zuletzt den Löwenanteil des Etats von etwa 20000 Euro zur Verfügung stellte. „Ich bin da raus, sonst verliere ich doch mein Gesicht“, sagte Jobst gestern.

Und wie will Meinhard dann mit seiner Crew die Bundesliga (zwölf statt acht Teams) stemmen? „Wir müssen uns überlegen, ob wir zum Bespiel Olena Kostevych zu jedem Wettkampf aus der Ukraine einfliegen lassen müssen. Fest steht aber auch, dass der Eigenanteil der Schützen höher sein wird als zuletzt. Zudem sind natürlich Sponsoren herzlich willkommen.“

In der aktuellen Mannschaft gibt es noch keine Auflösungserscheinungen. „Alles läuft da über mich. Die Sportler vertrauen mir in höchstem Maße. Und momentan warten wir noch ab, was passiert. Alle wollen, dass sie in ihrem vertrauten Umfeld weiterschießen können“, meinte gestern Gilde-Urgestein Artur Gevorgjan.

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