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„Wir haben es in der eigenen Hand“: Das sagt Löwen-Rückhalt Biras zum Abstiegskampf

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Guter Dinge: Donatas Biras glaubt an den Klassenerhalt mit den abstiegsbedrohten HSG Hunte-Aue Löwen.
Guter Dinge: Donatas Biras glaubt an den Klassenerhalt mit den abstiegsbedrohten HSG Hunte-Aue Löwen. © rehnert

Donatas Biras war einer der Lichtblicke bei der HSG Hunte-Aue Löwen. Der Torwart des abstiegsbedrohten Handball-Oberligisten parierte im jüngsten Spiel bei der HSG Nienburg Wurf um Wurf. Am Ende stand dennoch eine 22:31-Niederlage. Sieben Partien in Folge sind die Löwen nun sieglos. Der Liga-Verbleib gerät zunehmend in Gefahr. Biras gibt sich inmitten der brenzligen Lage und vor dem wichtigen Heimspiel gegen TvdH Oldenburg (Freitag/20.00 Uhr) aber kämpferisch.

Diepholz – „Ich bin keiner, der aufgibt“, sagt der Torwart vor dem Duell in der Diepholzer Mühlenkamphalle: „Wir haben es in der eigenen Hand, wir müssen dran glauben.“ Drei Teams liegen in der Tabelle hinter den Löwen zurück – noch, denn zumindest der erste Verfolger, der Elsflether TB, könnte bei vier Zählern Rückstand und drei Spielen weniger vorbeiziehen. „Das kann bei nur vier ausstehenden Spielen für uns noch gefährlich werden“, sagt HSG-Trainer Heiner Thiemann. Hintergrund: Aufgrund der Konstellation in der Dritten Liga könnten es am Ende mehr als nur die zwei ursprünglich vorgesehenen Absteiger werden.

Trainer fordert Entlastung für Toptorschütze Pernar

Einige hätten noch nicht verstanden, worum es gehe, hatte Thiemann nach dem Nienburg-Spiel gesagt. Darum betrieb der 70-Jährige in der Trainingswoche „Ursachenforschung“ und führte Gespräche: „Die Stimmung ist sehr gut. Das ist nicht selbstverständlich in dieser Situation. Wir mussten aber analysieren, was dazu geführt hat, dass wir in Nienburg nach dem guten Start vom rechten Weg abgekommen sind.“ Ergebnis neben der Roten Karte für Cedric Quader und der ausbaufähigen Chancenverwertung: „Zu wenig Druck aus den Halbpositionen des Rückraums“, sagt Thiemann: „Stefan Beljic, Jan Linne und Luis Lengauer sind gefragt, dass nicht alle Last auf den Schultern unseres Toptorschützen Marko Pernar liegt.“

Biras fühlt sich nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder gut

Die Abwehr habe dagegen lange stabil gestanden. Dazu zählt Thiemann auch den „guten Rückhalt“ Biras: „Er hat nach langer Zeit mal wieder durchgespielt und eine gute Leistung gezeigt – auch, wenn er nach seinem Sehnenanriss im Oberschenkel in den Bewegungen noch eingeschränkt war.“ Biras selbst fühle sich nach mehrmonatiger Verletzungspause mittlerweile wieder gut: „Ich hoffe, dass ich mich körperlich weiter steigern und auch am Freitag spielen kann.“ Keeperkollege Frederik Hohnstedt fehlte in der Trainingswoche laut Coach „krankgeschrieben“, Peter Kowalski (Muskelbündelriss) fällt bekanntlich bis Saisonende aus.

Keeper erzielt Treffer im Hinspiel

Im Hinspiel gegen Oldenburg erzielte Biras sogar einen Treffer. Der Keeper warf einen parierten Ball umgehend ins verwaiste Tor des zu diesem Zeitpunkt mit sechs Feldspielern agierenden Gegners. Sein 14:19 war der Start zur Aufholjagd. Die war bei der 24:28-Niederlage jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Im Rückspiel hofft Biras nun auf einen anderen Ausgang.

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