Litauer gibt sein Heimdebüt für die HSG Barnstorf/Diepholz gegen TV 07 Aldekerk / Nur ein Sieg zählt

Biras: Die neue Nummer eins im Tor

Hatten beim gemeinsamen Foto-Termin sichtlich ihren Spaß: Heiner Thiemann, Trainer beim Handball-Drittligisten HSG Barnstorf/Diepholz, und der neue Torhüter Donatas Biras.

Diepholz - Von Matthias Borchardt· Er trägt auf seinem grünen Torwarttrikot die Nummer eins und ist auch die neue Nummer eins beim Handball-Drittligisten HSG Barnstorf/Diepholz: Donatas Biras. Der Litauer bot bei seinem Debüt zum Rückrunden-Start eine Klasse-Vorstellung, trug mit 27 gehaltenen Bällen maßgeblich zum 32:26-Sieg bei LIT Handball Nordhemmern-Mindenerwald bei.

„Ich war schon ein bisschen nervös, weil das alles Neuland für mich ist, dennoch bin ich mit meiner ersten Leistung zufrieden“, sagt Donatas Biras, dem Mitspieler Sigitas Stropus als Dolmetscher zur Seite steht. Der 29-Jährige ist froh, dass in Person von Andrius Gervé, Saulius Liutikas, Tomas Lenkevicius und Sigitas Stropus weitere Litauer in der Mannschaft spielen: „Es ist eine enorme Erleichterung für mich, dass weitere Landsmänner dabei sind.“

Morgen gibt der neue Torhüter sein Debüt in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle, wenn um 17.30 Uhr die HSG Barnstorf/Diepholz den TV 07 Aldekerk erwartet. „Das wird zu Hause sicherlich schwer, aber ich nehme die Herausforderung an, nur ein Sieg zählt“, sagt der 1,84 Meter große Keeper, der bis Ende der vergangenen Saison bei einem spanischen Zweitligisten zwischen den Pfosten gestanden hatte. Davor trug er neun Jahre lang den Dress von Granitas Kaunas, gehörte bis 2008 zum Kader der litauischen Nationalmannschaft. Den Kontakt zur HSG Barnstorf/Diepholz stellte Kreisläufer Andrius Gervé her, der mit Donatas Biras bei Granitas Kaunas um Punkte gekämpft hatte.

Anfang Januar kam Donatas Biras nach Barnstorf, bezog dort eine Wohnung und fährt nach Diepholz zur Arbeit. „Ein richtiges Zuhause habe ich noch nicht, da die Wohnung noch nicht vollständig eingerichtet ist“, erzählt der Litauer, der sich aber in der Mannschaft „wohlfühlt“. Er unternimmt einiges mit Saulius Liutikas und Andrius Gervé. Biras ist verheiratet und hat eine eineinhalb Jahre alte Tochter. Seine Familie lebt derzeit noch in Kaunas.

Heiner Thiemann, Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz, war mit dem Einstand des neuen Torhüters mehr als zufrieden: „Donatas hat im ersten Spiel sehr gut gehalten, er bringt eine gewisse Qualität mit.“ Der 59-Jährige nennt Stärken von Biras: „Er ist beweglich, sprungstark, hat gute Reflexe und kann Gegenstöße spielen. Bei Würfen von den Außenpositionen kennt er keine Angst. Er arbeitet prima mit der Abwehr zusammen.“ In den kommenden Übungseinheiten und Spielen soll alles weiter verfeinert werden, damit der Tabellen-13. noch viele Punkte auf dem Weg zum angestrebten Klassenverbleib sammeln kann.

Auch Sigitas Stropus freute sich über den erfolgreichen Punktspielstart ins neue Jahr: „Wir waren als Team besser, es hat alles gut geklappt.“ Diese Leistung wollen die Gastgeber am Sonntag gegen den Tabellen-14. aus Aldekerk bestätigen. „Wir setzen alles daran, um die nächsten zwei Punkte zu holen“, unterstreicht Heiner Thiemann, der durchaus Respekt vor dem Aufsteiger hat: „Aldekerk hat eine technisch starke Mannschaft.“ Die Gäste haben eine beeindruckende linke Angriffsseite. Linksaußen Stefan Pietralla nimmt mit 111/33 „Buden“ Platz drei in der Gesamttorschützenliste der Dritten Handball-Liga West ein. Und der halblinke Rückraumakteur Christoph Klei-

▪ Lenkevicius gehört

▪ zum Aufgebot

nelützum erzielte auch schon 104/9 Tore. „Wir müssen in der Abwehr gut stehen, zu Ballgewinnen kommen und über den Gegenstoß Chancen erarbeiten und nutzen“, gibt Thiemann die Marschroute vor. Er hofft, dass Rechtsaußen Nils Mosel und Linksaußen Finn Richter an die jüngste Vorstellung in Nordhemmern anknüpfen können und von den Flügeln aus treffen.

Nicht dabei sind Lars Giesen (krank), Malte Helmerking (grippaler Infekt) und Tim Bredemeyer (Oberschenkelzerrung und grippaler Infekt). Dafür stößt Abwehr-Ass Tomas Lenkevicius wieder zum Aufgebot.

Kapitän Nils Mosel, der nach über dreimonatiger Verletzungspause (Bandscheibenvorfall) in Nordhemmern sein Comeback mit sechs Treffern feierte, gibt die Devise aus: „Wenn wir noch etwas erreichen wollen, dann müssen wir gewinnen.“ Im Hinspiel klappte das bereits beim 34:33.

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