HSG Barnstorf/Diepholz zeigt beim Sieg über Fredenbeck starke Abwehrleistung

Biras hält im Tor überragend – 28:24

Setzte als Mittelmann beim 28:24-Erfolg Akzente: Barnstorfs Marko Pernar (am Ball) behauptete sich in dieser Szene gegen die Fredenbecker Jan Torben Ehlers und Lars Kratzenberg. Kreisläufer Cedric Quader (r.) beobachtete die Aktion.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Er ballte nach gehaltenen Bällen mehrfach die Faust, freute sich: Donatas Biras, Torhüter bei der HSG Barnstorf/Diepholz, hatte am Samstag mit etlichen Paraden entscheidenden Anteil daran, dass der heimische Handball-Oberligist den ambitionierten VfL Fredenbeck mit 28:24 (14:6) bezwang. Der Litauer wehrte nicht nur 18 Bälle ab, sondern kaufte Rückraumshooter Jan Torben Ehlers (4) auch noch zwei Siebenmeter ab. Der 37-Jährige strahlte: „Dieser Sieg war gegen einen starken Gegner wichtig. Wir haben konzentriert in der Deckung gespielt. Das war erheblich besser als noch in Bissendorf.“

Barnstorfs Trainer Dag Rieken wirkte nach dem ersten Heimsieg erleichtert: „Das war ein Super-Spiel von uns. Großes Kompliment an die Mannschaft, sie hat sich im Vergleich zur Partie in Bissendorf ganz anders präsentiert, viel aggressiver gedeckt. Und Donatas hat im Tor ein überragendes Spiel gemacht.“

Von den Feldspielern bot Kevin Heemann eine starke Leistung: Der Linkshänder erzielte acht Tore und packte in der Deckung auf der Halbposition konsequent zu. „Wir wollten nicht mit 0:4 Punkten in die Saison starten, haben uns voll konzentriert. Letztendlich ist unser Kampfgeist belohnt worden“, unterstrich der 23-Jährige.

Vor 250 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamphalle lagen die Gastgeber nach einem Tor von Tim Fock mit 1:2 (2.) in Rückstand, doch anschließend drehten Stefan Beljic und Mittelmann Marko Pernar mit Doppelpack den Spieß zum 4:2 (5.) um. Beljic aus der zweiten Reihe und der Ex-Neerstedter Florian Honschopp per Tempogegenstoß erhöhten auf 6:2 (10.). Die Barnstorfer gingen hinten weiter zur Sache, ließen die Fredenbecker nicht zur Entfaltung kommen. Zwar verkürzte Yakup Köksal zum 3:6 (11.), doch danach spielte sich die Heimmannschaft in einen Rausch, baute ihren Vorsprung mit einem 7:0-Lauf (!) auf 13:3 (24.) aus. Fredenbecks Coach Ihar Sharnikau war restlos bedient: „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen.“

Barnstorfs Mannschaftskapitän Cedric Quader, der sich in der Abwehrmitte der 3:2:1-Formation mit Andrius Gervé abwechselte, nannte den Schlüssel für den Erfolg: „Wir haben eine überragend stabile Deckung gespielt.“

Nach dem Wechsel rückten die Schiedsrichter Ali Ferhat/Nils Jansen (SSC Dodesheide/HSG Nordhorn) in den Mittelpunkt, sprachen in einer intensiv geführten Begegnung zu viele Zeitstrafen aus. Sie zogen sich mit ihren Entscheidungen den Unmut von Trainern, Akteuren und Zuschauern zu. Beide Teams spielten häufig in Unterzahl. Die Gäste holten auf, Linkshänder Jonas Buhrfeind (6) brachte die Fredenbecker auf 9:14 (34.) heran. Barnstorfs Linkshänder Jan Linné (7) traf in doppelter Unterzahl von der Rechtsaußenposition zum 15:9 (35.).

Spannend wurde es noch einmal, als Torben Sauff zum 17:20 (49.) verkürzte. Die Hausherren ließen sich aber nicht mehr vom Kurs abbringen: Jakub Anuszewski und Linné mit einem Doppelpack sorgten mit drei Treffern in Folge wieder für klare Verhältnisse – 23:17 (51.). Spätestens, als Rückkehrer Gervé das 26:20 (55.) markiert hatte, stand der erste Saisonsieg fest. Die Fredenbecker nahmen zwischenzeitlich Anuszewski und Pernar in Manndeckung, doch die Barnstorfer hatten auf diese Maßnahmen Antworten. Vor allem die rechte Seite mit Heemann und Linné setzte Akzente.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Fotostrecke: Groß trainiert mit Verband und Schiene an der Hand

Fotostrecke: Groß trainiert mit Verband und Schiene an der Hand

Erdogan setzt seine Offensive gegen Kurden fort

Erdogan setzt seine Offensive gegen Kurden fort

Studie: Jugend ist anfällig für populistische Argumente

Studie: Jugend ist anfällig für populistische Argumente

Google-Smartphone Pixel 4 setzt auf schlaue Kamera und Radar

Google-Smartphone Pixel 4 setzt auf schlaue Kamera und Radar

Meistgelesene Artikel

Ironman Wittmershaus befolgt den Befehl

Ironman Wittmershaus befolgt den Befehl

Cali: „Wir kommen da unten raus“

Cali: „Wir kommen da unten raus“

Miklis trifft beim 2:0 doppelt

Miklis trifft beim 2:0 doppelt

„Zweimal so dämlich . . .“

„Zweimal so dämlich . . .“

Kommentare