Bhola verletzt / Engelmann befürchtet auch „Riesen-Loch“ im linken Rückraum

Improvisation ist gefragt: Wenig Neues bei Brinkum

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Matthias Schneider ist im Rückraum eine Stütze bei Brinkum. Doch ab Mitte Oktober wird er in Frankfurt/Main studiert. Nicht das einzige Problem für Trainer Sven Engelmann.

Brinkum - Von Daniel Wiechert. Keine neuen Gesichter – ohne Neuverpflichtungen gehen Brinkums Handballer in die neue Verbandsligasaison. „Leider hat sich bis jetzt niemand herauskristallisiert“, sagte Engelmann zur vergeblichen Suche nach Verstärkungen: „Das ist echt ärgerlich.“ Auch deshalb, weil Brinkum auf der anderen Seite mit Nicolas Karnick, Julian Wilkens und Hannes Brenning drei Abgänge zu verzeichnen hat. Die gilt es nun, mit den vorhandenen Bordmitteln aufzufangen.

„Das muss einfach funktionieren“, spricht Engelmann sich und seiner Mannschaft Mut zu. Auf Rechtsaußen wird Robert Gums aufgrund Karnicks Abgang deutlich mehr Spielanteile bekommen. „Robert hat das zuletzt gut gemacht, er wird immer besser“, sagt der Jahn-Coach: „Er hat in den vergangenen eineinhalb Jahren einen großen Sprung nach vorne gemacht, wird in seinen Aktionen immer sicherer.“

Auf dem Feld sei dagegen Brennings Wechsel leichter zu verkraften, da Meik Schäfer sowieso schon auf der Position am Kreis den Vorzug bekommen hatte, erklärt Engelmann: „Aber im menschlichen Bereich wird uns Hannes fehlen“, so der Jahn-Trainer: „Er ist einfach ein Pfundsmacker.“

Am internen Zusammenhalt sollte es in Brinkum dieses Jahr weiterhin nicht scheitern, vielmehr gibt es andere Baustellen zu beheben. Denn in Linksaußen Maik Bhola fehlt den Brinkumern bis auf Weiteres eine weitere Stütze. Bhola zog sich in der Vorbereitung einen Mittelfußbruch zu, somit dürfte die nächsten sechs bis acht Wochen nicht an Handballspielen zu denken sein.

Anders, aber im Endeffekt genauso bitter, sieht die Situation bei Matthias Schneider aus. Der Rückraumakteur steht Engelmann zwar am Anfang der Saison zur Verfügung, studiert aber ab Oktober in Frankfurt/Main. „Damit werden wir auf der Halbposition ein Riesen-Loch haben“, befürchtet der Jahn-Trainer: „Ich weiß nicht, ob es Tim Kieselhorst schafft, dieses alleine zu schließen.“ Der 2,04 Meter große Hüne ist aus dem Rückraum mit seiner Wucht zwar immer für schnelle Tore gut, allerdings ist er auch beruflich und privat ziemlich eingespannt, so dass er nicht regelmäßig trainieren kann. „Aber er hat in der Vorbereitung viel individuell an sich gearbeitet“, sagt Engelmann: „Beim Sparkassen-Cup in Barnstorf hat man gesehen, dass er körperlich gut drauf ist.“ Beim Turnier wurde aber auch deutlich, dass es hier und da im Zusammenspiel noch hapert. „Bei uns gibt es momentan sowohl Licht als auch Schatten“, weiß Engelmann, „aber es ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.“

Engelmann setzt darauf, dass sich sein Team schnell auf der Sonnenseite der Verbandsligatabelle wiederfindet. „Wir möchten uns so schnell wie möglich unter die ersten Drei, Vier, Fünf festsetzen“, sagt der Trainer des letztjährigen Tabellensiebten: „Ein guter Start wäre so wichtig, damit erst gar kein Stress aufkommt und wir in Ruhe weiterarbeiten können.“

Mut für die neuen Aufgaben macht der Schlussspurt der vergangenen Saison. Da gewannen die Brinkumer die letzten sechs Spiele. Bereits am Donnerstag (19.00 Uhr) soll dort zu Hause angeknüpft werden. Zu Gast ist der ATSV Habenhausen II zum Pokalspiel – mit dem Ex-Brinkumer Brenning. Also direkt ein Wiedersehen mit dem „Pfundsmacker“.

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