Weilandt zurück nach Bremen

Wasserballer Straßheim kann sich inzwischen wehren

Ist eine feste Größe bei den Wasserballern des TuS Syke: Hakon Straßheim. Foto: Nölker

Syke – Von Carsten Drösemeyer. Hakon Straßheim ist aus dem Team des Wasserball-Bezirksoberligisten TuS Syke schon lange nicht mehr wegzudenken: Seit nunmehr neun Jahren beackert der Speditionskaufmann für den amtierenden Meister den linken Flügel und zählt zu den absoluten Leistungsträgern.

Dabei war sich Straßheim anfangs gar nicht so sicher gewesen, ob er sich das richtige Hobby ausgesucht hatte. „Ich kam ja vom normalen Schwimmen. Zu Beginn war das ein regelrechter Kulturschock für mich“, erinnert sich der 30-Jährige mit einem Augenzwinkern an den Start seiner Wasserball-Karriere.

Doch Straßheim lernte schnell. Von der Geschwindigkeit her konnte er ohnehin gut mithalten („Immerhin habe ich es ja beim Schwimmen bis zu den Norddeutschen Meisterschaften gebracht“) – und den taktischen Feinschliff bekam der Linksaußen von Kumpel Holger Eickhoff verpasst. „Holger hat mich zum Wasserball gebracht“, denkt Straßheim zurück: „Aus beruflichen Gründen hatte ich es damals kaum noch zum Schwimmtraining geschafft und suchte deshalb nach einem anderen sportlichen Ausgleich. Da klang die Anfrage von Holger ganz interessant.“

Trotzdem dauerte es seine Zeit, bis sich Straßheim akklimatisiert hatte. Den nötigen Speed hatte er zwar drauf, doch der Unterschied vom Einzel zum Mannschaftssport hatte es zunächst in sich. „Erst nach zwei Jahren hatte ich mich an die Abläufe im Wasser und die ganzen Nickligkeiten und versteckten Fouls gewöhnt“, schmunzelt Straßheim: „Aber jetzt kann ich mich wehren.“

Kann er in der Tat. Und auch das übrige TuS-Ensemble lässt sich im Wassser nicht unterbuttern. Im Gegenteil: Nahezu nach Belieben dominierten die Hachestädter in der vergangenen Saison die Bezirksoberliga und schnappten sich in souveräner Manier den Meistertitel. Natürlich mit Straßheim als Leistungsträger vorneweg – doch gewohnt bescheiden stellt dieser sein Licht etwas unter den Scheffel: „Wir haben einfach eine geile Gemeinschaft. Darauf basiert unser Erfolg in erster Linie.“ Aber warum verzichteten die Rot-Weißen dann auf den Aufstieg? Ganz einfach: Weil bei einem Aufstieg das Syker Amazonen-Duo Madeleine Humpert/Malin Florack nicht mehr spielberechtigt gewesen wäre. „Das kam für uns einfach nicht infrage. Beide sind für unseren Zusammenhalt zu wichtig“, bekräftigt Straßheim: „Außerdem verlieren wir in Nils Weilandt einen ganz wichtigen Leistungsträger. Nils ist als frischgebackener Vater zu seinem Heimatverein Bremen 10 zurückgekehrt. Deshalb sind wir in der Bezirksoberliga einfach besser aufgehoben.“ Klingt einleuchtend. Zumal Syke so wieder zum Kreis der Titelfavoriten gehören dürfte.

Los geht es für die Hachestädter schon am Sonntag, wenn der Lehrter SV im Syker Hallenbad gastiert. Ein Gegner, der laut Straßheim machbar sein sollte: „Gerade im eigenen Becken sehe ich gute Chancen für uns. Ein Sieg zum Auftakt wäre natürlich ein Start nach Maß.“ Wäre es zweifelsohne. Und wer weiß, vielleicht reicht es am Ende ja erneut zur Meisterschaft. An Hakon Straßheim wird es sicherlich nicht scheitern. Der 30-Jährige scheint sein Glück beim Wasserball gefunden zu haben.

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