Das Beste kommt zum Schluss

Brinkum will im letzten Spiel des Jahres Spitzenreiter Oberneuland ärgern

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Freut sich, an seine alte Wirkungsstätte zurückzukehren: Oberneulands Coach Kristian Arambasic.

Brinkum – Die Niederlage unter der Woche bei SFL Bremerhaven hat selbst Kristian Arambasic verwundert. „Ehrlich gesagt hatte ich damit nicht gerechnet“, sagt der Trainer des Bremen-Liga-Spitzenreiters FC Oberneuland: „Ich dachte eher, dass Brinkum seinen guten Lauf fortsetzt.“ Doch am Dienstagabend riss die Glückssträhne für die Fußballer des Brinkumer SV, sie zogen mit 1:3 den Kürzeren. „Die Niederlage haben wir aber bereits abgehakt“, versichert BSV-Coach Mike Gabel, obwohl es zu rassistischen Äußerungen von Zuschauern gegenüber seinen Spielern gekommen sein soll. Doch davon hat der Schiedsrichter Hendrik Duschner (SC Borgfeld) wohl nichts mitbekommen. „Der Unparteiische hat zumindest keinen Vermerk gemacht“, weiß Oliver Baumgart, Pressesprecher des Bremer Fußball-Verbands. Und da die Brinkumer den Vorfall beim Verband nicht gemeldet haben, wird er auch nicht weiter verfolgt. Frei nach dem Motto: „Wo kein Kläger, da kein Richter.“

Gabels Blick geht aber ohnehin nicht zurück. „Jetzt gilt unsere volle Konzentration dem Spitzenspiel gegen Oberneuland.“ Ob dies wirklich der Fall ist, davon können sich die Zuschauer am Samstag (14.00 Uhr) überzeugen, wenn der Tabellendritte den unangefochtenen Klassenprimus am Brunnenweg empfängt.

Und Gabel verspricht, dass die Zuschauer ein anderes Auftreten sehen werden als die Tage zuvor in der Seestadt. „Dort waren wir viel zu pomadig, haben die Zweikämpfe nicht angenommen“, betont der 37-Jährige: „Aber ich muss meine Spieler für Samstag jetzt nicht extra wieder aufbauen. Alle wissen, welcher Gegner zu uns kommt. Und alle meine Spieler wollen zeigen, dass sie es besser können als in Bremerhaven. Ich erwarte ein Spitzenspiel, in dem beide Mannschaften attraktiv nach vorne spielen – einen richtigen Schlagabtausch eben.“

Ähnlich sieht es auch sein Gegenüber Arambasic: „Ich gehe von einem Offensivspektakel aus. Die Zuschauer dürfen sich auf einen richtigen Leckerbissen freuen. Ich erwarte ein spannendes und enges Spiel. Es wird alles andere als leicht für uns.“ Denn wenn es nach dem Oberneuland-Trainer geht, würde er auf die Partie lieber verzichten. „Wir pfeifen personell gerade aus dem letzten Loch, sehnen uns einfach nur nach der wohlverdienten Winterpause. Doch wir müssen uns jetzt noch einmal strecken und aufraffen, was jedoch alles andere als leicht fällt, da mit Brinkum eine richtige Spitzenmannschaft auf uns wartet“, blickt der 42-Jährige auf das Topspiel des 18. Spieltages voraus.

Will seine Abwehr gegen den Spitzenreiter zusammenhalten: Brinkums Innenverteidiger Esin Demirkapi.

Um gegen den aktuellen Tabellenführer etwas mitzunehmen, braucht es laut Brinkums Übungsleiter eine Topleistung. „Oberneuland ist natürlich der absolute Favorit der Begegnung. Aber wir sind alles andere als chancenlos“, ist sich Gabel sicher. Er muss am Samstag sicher auf Abwehrmann Tom-Cedrik Gronewold (Sprunggelenksprobleme), Außenbahnspieler Julius Rahmig (Kreuzbandanriss) sowie auf Offensivkraft Marcel Dörgeloh (Kniekehlenbeschwerden) verzichten.

Dennoch glaubt Gabel an eine Überraschung: „Wenn wir mutig auftreten, die Zweikämpfe von der ersten Minute an annehmen und das Gegenpressing nicht vernachlässigen, bin ich mir sicher, dass wir mithalten können und am Ende auch mehr drin sein könnte.“

Mert Bicakci schließt sich Brinkumer SV an

Der erste Wintertransfer steht bereits fest: Der Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV hat Mert Bicakci vom niedersächsischen Oberligisten TB Uphusen verpflichtet. Bicakci ist kein Unbekannter im Kreis. Zuvor spielte er bereits für die U 19 des TuS Sudweyhe sowie für die U 19 der Brinkumer. Auch in der Bremen-Liga kennt sich der 24-jährige Flügelspieler aus, kickte dort für den Bremer SV. „Mert ist ein schneller und trickreicher Spieler“, freut sich Brinkums Übungsleiter Mike Gabel auf die Neuverpflichtung. Der Deutsch-Türke Bicakci hat einen Vertrag über eineinhalb Jahre unterschrieben.

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