Willian Costa stellt keine Ansprüche

Bescheidenheit des Debütanten

Kreis-Diepholz - HOLLAGE · Willian Araujo Costa sagte das, was anscheinend alle Brasilianer sagen, wenn sie ihr erstes Pflichtspiel für einen neuen Club in Deutschland erfolgreich absolviert haben: „Ich bin hier, um der Mannschaft zu helfen.

Und ich bin glücklich, dass ich es konnte.“ Diego beispielsweise hatte im August 2006 nach seinem Debüt für Werder Bremen beim 4:2 in Hannover mit einem Tor und zwei Torvorlagen fast wortwörtlich dasselbe verbreitet. Erstmal bescheiden bleiben.

Costa nun auf eine Stufe mit Diego zu stellen, wäre freilich vermessen. Aber auch der kleine Spielmacher in Diensten von Regionalligist BSV Rehden, der erst vor knapp vier Wochen von Botafogo PB gekommen war, hat seine Stärken beim Spielen des überraschenden und tödlichen Passes. Und nach seiner Einwechslung (46.) in Hollage stellte der 22-Jährige diese Qualitäten prompt unter Beweis: Zwei Zuckerpässe führten zu Toren von Danny Arend und Paul Kosenkow, auch beim 4:1 durch Kosenkow war Costa Ausgangspunkt gewesen, als er Viktor Pekrul vor dessen Rückpass auf den Vollstrecker den Ball zunächst zielgenau in den Lauf geschoben hatte. „In Brasilien habe ich auch auf der Position hinter der einzigen Spitze gespielt. Es ist meine Stärke, die Lücke zu sehen und den Ball flach zwischen den Innenverteidigern durchzuspielen“, erklärte Costa.

Lob dafür gab’s vom zweifachen Nutznießer Kosenkow. „Er spielt super Bälle – und die fast blind. Er macht uns damit gefährlich“, berichtete der Stürmer.

Costa hofft nun zum Saisonauftakt am Sonntag gegen den VfB Oldenburg auf einen Platz in der Startelf. „Das wäre schön“, sagte er, um dann gleich wieder in die brasilianische Bescheidenheit eines Debütanten zu schlüpfen: „Ich weiß, dass ich noch sehr viel arbeiten muss.“ Diego lässt grüßen. · flü

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