Tri-Wolf verbessert in Roth seine Bestzeit / Rookie Ulrike Münster springt aufs Treppchen

„Bergsteiger“ Neubauer rockt Franken

Gedränge am Solarer Berg: Mario Lawendel finishte in neuer Bestzeit, obwohl er eine zweifache Zeitstrafe aufgedrückt bekam. Fotos: el

Roth – Mit Betreten des roten Teppichs waren bei allen zehn Tri-Wölfen des LC Hansa Stuhr die Strapazen der vorangegangenen Stunden vergessen. Jan Neubauer genoss beim Challenge Roth die letzten Meter zur Finishline und neuen Bestzeit von 9:08:41 Stunden Hand in Hand mit Sohn Jonas. Mario Lawendel schnappte sich Tochter Leya und feierte mit ihr den Zieleinlauf zur Bestzeit von 9:19:37 Stunden. Die beste Altersklassen-Platzierung gelang Rookie Ulrike Münster als Zweite der W 60.

Rund 3 400 Einzelstarter aus 84 Ländern – darunter zahlreiche der weltbesten Profis – sowie 670 Staffeln versetzten Roth und das umliegende Frankenland wieder einmal in den Ausnahmezustand. Der weltgrößte Langdistanz-Triathlon stieß damit an seine Grenzen, wie auch Organisator Felix Walchshöfer auf der Abschlussparty bemerkte: „Mehr geht nicht, insbesondere auf einer Radrunde von nur 80 Kilometern.“

Bevor es jedoch aufs Rad ging, wurden die Athleten ab 6.30 Uhr in Startgruppen auf ihre 3,8 Kilometer Schwimmen in den Main-Donau-Kanal geschickt. Nach einer guten Stunde kamen Jan Neubauer und Mario Lawendel zeitgleich aus dem Wasser. Auch auf dem Rad verloren sich die beiden Sportfreunde zunächst nicht aus den Augen. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht erklommen sie gemeinsam mit zahlreichen weiteren Athleten bei Kilometer 71 den Solarer Berg, ein absoluter „Hotspot“ auf den insgesamt 180 Radkilometern. Doch dann trennten sich die Wege der Stuhrer. Lawendel bekam eine zweifache Zeitstrafe, musste zusätzlich zur Penaltybox noch zwei Laufrunden über insgesamt zwei Kilometer absolvieren und war entsprechend verärgert: „Das hat mich 18 Minuten gekostet.“ Damit war einmal mehr Jan Neubauer mit Abstand schnellster Tri-Wolf.

Für seinen ausgezeichneten 83. Platz im Gesamtklassement (zugleich Siebter der M 40) und die um zehn Minuten schnelleren Zeit als in Hamburg vor zwei Jahren hatte Neubauer auf den letzten hügeligen Laufkilometern des Marathons ordentlich gekämpft: „Ich habe mich gefühlt wie ein Bergsteiger!“ Auch Lawendel (M 35) landete auf Gesamtplatz 120.

Dahinter gaben drei Rookies ihr gelungenes Debüt auf der Langdistanz. Christian Walz (M 45), der die Schwimmstrecke in 53:02 Minuten schneller bewältigte als manch ein Profi, knackte in 9:53:12 Stunden auf Anhieb die Zehnstundenmarke. Stephan Doodeman (M 50) finishte nach starkem Rad- und Laufsplit in 10:17:35 Stunden; gefolgt von Sebastian Miehlke (M 30, 10:34:05). Schneller als in Hamburg war auch Björn Jüttner (M 35, 10:36:01), während für Kay Schwarzer (M 40, 11:14:05) klar war, dass der Marathon aufgrund einer Zerrung schwierig werden würde. Bereits auf dem Rad bekam Rookie Thorsten Weber (M 40, 12:34:56) Magenprobleme, sodass für ihn allein das Finishen zählte.

Bei den 60- bis 64-Jährigen meisterten Ulrike und Helmut Münster ihre erste Langdistanz mit Bravour. Mit ihrer Zeit von 12:58:34 Stunden stand Ulrike Münster als AK-Zweite auf dem Treppchen. Während Schwimmen und Radeln nach Plan liefen, musste Münster beim Laufen aufgrund einer Verletzung Gehpausen einlegen: „Eigentlich wollte ich den Marathon unter 4:30 Stunden durchlaufen.“ Anders als Ehefrau Ulrike hat Helmut Münster bereits die nächste Langdistanz im Sinn. Nach einem Radunfall in der Vorbereitung lief es für ihn in 12:14:35 Stunden ebenfalls nicht optimal: „Eine Zeit unter zwölf Stunden sollte machbar sein.“    el

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Hallo-Verden-Festival in der Stadthalle

Hallo-Verden-Festival in der Stadthalle

Band Aha spielt vor ausverkaufter Bremer Stadthalle

Band Aha spielt vor ausverkaufter Bremer Stadthalle

Löw-Team bucht EM-Ticket - "Sehr zufrieden"

Löw-Team bucht EM-Ticket - "Sehr zufrieden"

Jahrestag der Proteste: "Gelbwesten" demonstrieren in Paris

Jahrestag der Proteste: "Gelbwesten" demonstrieren in Paris

Meistgelesene Artikel

HSG Barnstorf/Diepholz vorgeführt

HSG Barnstorf/Diepholz vorgeführt

Köhnken springt in die Bresche

Köhnken springt in die Bresche

Auf Ungers Spuren

Auf Ungers Spuren

Eingewechselter Haji belebt Diepholzer Spiel – 2:0

Eingewechselter Haji belebt Diepholzer Spiel – 2:0

Kommentare