Startnummer 15: Celina Bentrup

Celina Bentrup

Die Brinkumerin Celina Bentrup trotzte allen Verletzungen und wurde mit Bestweite Speerwurf-Landesmeisterin. - Foto: el

Brinkum - Von Christiane Golenia. Verletzungspech, Operation, drei Monate Sportpause. Die Saison 2016 schien für Celina Bentrup gelaufen, „doof“ gelaufen, wie die Speerwerferin vom FTSV Jahn Brinkum es selbst ausdrückt. Doch dann passierte das Unerwartete: Bei den Landesmeisterschaften in Delmenhorst warf die 19-Jährige den Speer auf eine Weite von 42,95 Meter. Das bedeutete nicht nur neue Bestleistung, sondern zugleich den U 20-Landesmeistertitel.

Als sich die Speerwerferin Anfang 2016 dem FTSV Jahn Brinkum anschloss, waren die Erwartungen an künftige sportliche Ergebnisse hoch. Schließlich war Celina Bentrup zuvor beim SV Werder Bremen in ihrer Altersklasse zweifache Norddeutsche Meisterin gewesen und hatte es auf einen fünften Platz bei Deutschen Meisterschaften gebracht. Doch sie hatte auch Beschwerden im Wurfarm mitgebracht. Auch wenn ihr in diesem Jahr bei den ersten Saisonwettkämpfen etliche Siege mit Weiten über 40 Meter sowie in Sulingen der Bezirksmeistertitel bei den Frauen gelang, es lief nicht rund. „Mit Nils Rudow und mir hatte unsere Trainerin Ute Schröder damit gleich zwei Pflegefälle zu betreuen“, blickt Bentrup auf schwierige Zeiten zurück.

Im Juni gab es endlich die richtige ärztliche Diagnose: Knochenabsplitterungen sowie ein instabiles Band im Wurfarm. Es folgte eine OP, keine Gedanken mehr an die Verteidigung der NDM-Titel, sogar ein Karriereende als Speerwerferin war nicht auszuschließen. „Ich wusste zunächst nicht, ob und wie es weitergehen würde“, erinnert sich Bentrup.

Doch dann meldete sich die Abiturientin, die mittlerweile eine Ausbildung zur Sparkassenkauffrau begonnen hat, mit einem Paukenschlag zurück. Ausgerechnet in Delmenhorst, wo sie vor zehn Jahren als junge Mehrkämpferin im Trikot des Delmenhorster TV in die Leichtathletik eingestiegen war, gelang ihr am 27. August mit dem Sieg bei den Landesmeisterschaften ein glänzendes Comeback. Dabei beweis sie eindrucksvoll ihre Stärken: „Ich bin ein absoluter Wettkampftyp, brauche die Stimmung, die Konkurrenz, ein volles Stadion und das Anklatschen durch die Zuschauer, um Leistung zu zeigen.“ Alles passte an diesem Tag.

„Unsicherheit ist reine Kopfsache“

Der Verlauf des Wintertrainings stimmt nun optimistisch im Hinblick auf das Sportjahr 2017. „Noch ist eine kleine Unsicherheit beim Werfen da. Vielleicht ist das ja reine Kopfsache“, erklärt Bentrup.

Gemeinsam mit Trainerin Schröder wünscht sich Celina Bentrup, künftig von Verletzungen verschont zu bleiben. Dann sollten die Wettkampfziele für 2017 realisierbar sein. Als da wären: Gleich zu Beginn des Jahres der erfolgreiche Einstieg in die Frauenklasse mit Teilnahme an den norddeutschen Winterwurfmeisterschaften in Göttingen und Kienbaum. Saisonhöhepunkt im Sommer sollen die deutschen U 23-Meisterschaften sein. Die Qualifikationsweite dafür beträgt 45 Meter. „Und die sind machbar“, ist sich Bentrup sicher.

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