Bennett scheidet verletzt aus

Bundesligist 1. SC Diepholz kassiert Heimniederlagen

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Der Niederländer Dylan Bennett vom 1. SC Diepholz gab wegen Schmerzen im Adduktorenbereich verletzt auf.

Diepholz - Der 1. SC Diepholz ist in der Squash-Bundesliga auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt: Die Kreisstädter verloren beide Heimpartien auf eigener Anlage, kassierten sowohl gegen den letztjährigen Vizemeister Sportwerk Hamburg (0:4) als auch gegen einen aufgerüsteten Paderborner SC II (1:3) Niederlagen. Dadurch fielen sie auf den achten Tabellenplatz zurück.

Dennis Jensen, Spielertrainer beim 1. SC Diepholz, mahnt zur Ruhe: „Ich habe immer gesagt, dass es Rückschläge geben wird und wir in dieser Saison einen ganz langen Atem haben müssen.“ Bitter: Im zweiten Spiel am Sonntag schied Topspieler Dylan Bennett mit Schmerzen im Adduktorenbereich verletzt aus.

1.SC Diepholz - Sportwerk Hamburg 0:4 

Am Samstag stand vor 100 Zuschauern das Spiel gegen den ambitionierten Tabellenzweiten auf dem Programm. Die Gastgeber zeigten ein engagiertes Match und kämpften auf dem neuen Niedersachsenparkcourt im Sauna- und Sportparadies Diepholz um jeden Ball. Den Anfang machte Dustin Eickhoff gegen den Ex-Diepholzer Norman Junge, der in der Kreisstadt immer noch große Sympathien genießt und seiner Favoritenrolle in drei Sätzen gerecht wurde.

Jensen fand gegen den 24- jährigen Felix Auer zunächst nicht zu seinem Spiel. Erst mit Beginn des dritten Abschnitts wurde die Begegnung ausgeglichen, und das Diepholzer Urgestein hatte beim Stand von 10:7 drei Satzbälle, doch der Auswahlakteur aus Hamburg kam zurück und gewann im Tiebreak des dritten Satzes.

Im Duell der beiden Nationalspieler ihrer Länder gewann Rudolf Rohrmüller den ersten Durchgang gegen Diepholz’ Dylan Bennett, dann aber kam der Niederländer zurück und glich aus. Es entwickelte sich ein Match mit toller Dynamik und spannenden Ballwechseln. Am Ende fehlte Bennett auch die nötige Portion Fortune, um für den Anschluss zu sorgen. Im Abschlusseinzel musste sich Routinier René Mijs dem starken Tschechen Martin Svec trotz guter Gegenwehr in drei Sätzen beugen.

1. SC Diepholz - Paderborner SC II 1:3

Keine 24 Stunden später stand das Match gegen die Zweite des Deutschen Meisters und amtierenden Europapokalsiegers an. Aber was heißt Reserve? Wie angekündigt bot der PSC eine ganz starke Truppe auf und hatte mit dem Schweizer Nicolas Müller unter anderem die Nummer 19 der Welt am Start.

Zum Auftakt kam’s zum Duell zwischen Dustin Eickhoff und Friedrich Scheel. Der Diepholzer fand nach verlorenem ersten Durchgang besser ins Spiel und egalisierte. Danach verlief die Begegnung ausgeglichen, doch der erfahrene Paderborner hatte in den wichtigen Ballpassagen das bessere Ende für sich. 

Jensen sah sich mit dem 20-jährigen niederländischen Nationalspieler Thijs Roukens einem starken Konkurrenten gegenüber, der das Tempo konstant hoch hielt und am Ende das Match in drei klaren Abschnitten für sich entschied. Im Lager der Hausherren keimte Hoffnung auf, nachdem René Mijs einen Tag vor seinem 39. Geburtstag den Paderborner Cedric Lenz in vier Sätzen niedergekämpft hatte.

Doch dann fuhr den Diepholzern der Schreck durch die Glieder, weil Dylan Bennett gegen Nicolas Müller beim Stand von 8:7 im ersten Durchgang sein Gesicht vor Schmerzen verzog. Der Niederländer nahm seine dreiminütige Verletzungspause und wurde von Physiotherapeut Lorenz Menck behandelt, doch an ein Weitermachen war nicht mehr zu denken, zu stark waren die Schmerzen im Adduktorenbereich (Diagnose: Zerrung). Somit gab’s aus Sicht der Kreisstädter ein unglückliches Ende.

„Wir schütteln uns jetzt einmal, und dann geht der Blick auch schon wieder nach vorn. Wir haben jetzt eine kleine Spielpause, in der wir unsere Akkus aufladen können. Wichtig ist, dass wir Dylan, der ein ganz entscheidender Baustein bei uns ist, wieder fit bekommen“, blickt Jensen auf den Dezember voraus, in dem noch vier Partien vor dem Jahreswechsel für den 1. SC Diepholz in der Bundesliga anstehen. 

mbo

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