2:0-Erfolg über TuS Syke sichert Kreisligist SC Twistringen den Aufstieg / Furiose Minute mit Fuhrmann und Lausch macht den Unterschied

Bengalos und Bierduschen: „Blaumeisen“ zurück im Bezirk

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Die Teamkollegen tanzen vor Kapitän Nils Warnke (r.), Trainer Kevin Krowiorsch (hinten links) beobachtet alles aus sicherer Distanz. Der SC Twistringen feierte ausgiebig den Aufstieg. ·

Twistringen - Von Cord KrügerKevin Krowiorsch schwieg, strahlte und genoss. Nachdem der Trainer des SC Twistringen auf den Platz gestürmt war und fast alle „seiner“ Kreisliga-Kicker gedrückt hatte, strahlte er abseits der Freudentänze rund um das von Kapitän Nils Warnke entzündete Bengalo, ließ jede Sekt- und Bierdusche klaglos über sich ergehen.

Der 34-Jährige wirkte nachdenklich, als die Nervosität der Riesenerleichterung über den sicheren Bezirksliga-Aufstieg gewichen war.

„Es war wichtig, heute alles klar zu machen“, urteilte Krowiorsch am Samstagabend nach dem 2:0 (0:0)-Sieg über den TuS Syke. „Ich weiß nicht, ob wir es nächste Woche beim TuS Sudweyhe geschafft hätten.“ So aber führte Krowiorsch, der 2010 als Trainer-Novize ein personell fast ausgeblutetes Landesliga-Team übernommen und mit ihm einen Neustart in der Kreisliga gewagt hatte, die „Blaumeisen“ zurück in den Bezirk.

Jetzt sitzt er nur noch einmal auf der Trainerbank – bei besagtem Saisonfinale in Sudweyhe. Wehmut verspürte er im Moment des Triumphs jedoch nicht: „Ich bin ja nicht weg vom SCT, spiele weiter bei den Altherren. Aber im September werde ich zum zweiten Mal Vater. Da geht die Familie vor.“

Und der erwartete zweite Junge im „Krowiorsch-Team“ dürfte ihm anderen Stress bereiten als den in der ersten Hälfte am Samstag. Denn nachdem Syke zunächst nicht so recht in die Partie gekommen war, riss die Mannschaft von Trainer Bernd Schebitz das Spiel an sich. Der starke Oliver Gerth, im ersten Durchgang mit 100-prozentiger Zweikampfquote in der Abwehr, zwang bei einem Vorstoß Twistringens Torwart Benjamin Bartels zur ersten Glanzparade (20.). Kurz darauf schoss Bachir Bachir Cherif knapp vorbei (21.), und Bartels blieb zweimal gegen Jean-Charles Luyindula Sieger – einmal in Minute 23, einmal mit einem Glanzreflex und Glück, weil er den Ball ans Lattenkreuz lenkte (31.). „Da waren wir schon unter Druck“, gab Warnke zu. „Aber Ende der ersten Halbzeit waren wir wieder dran und wussten, dass wir es packen können.“ In dieser Phase nämlich setzte Michael Geisler, für dieses Schlüsselspiel extra nach langer Zeit mal wieder direkt aus dem Feierabend auf die Zehnerposition gehetzt, den Ball ebenso an den Pfosten wie keine Minute später Julian Fuhrmann (45.).

Unmittelbar nach Wiederanpfiff dann die entscheidende Phase: Mit dem ersten Angriff sprintete Fuhrmann an Gerth vorbei und überwand den herausgelaufenen TuS-Keeper Gerrit Schmidt zum 1:0 (49.). Jubel unter den 120 Zuschauern, gegenseitiges Zerfleischen in den Syker Reihen (vor allem hatte es Ruslan Arifi auf Keeper Schmidt abgesehen) – und keine Sekunden später schlug der SCT erneut zu: Timo Rathkamp hatte sich über rechts durchgetankt, halbhoch zu Andre Lausch geflankt – und der köpfte gegen Schmidts Laufrichtung ins lange Eck (50.).

Danach fiel Syke nicht mehr viel ein, Twistringen machte mit dem starken Donald Rohlfs in der Abwehr hinten den Laden dicht und hatte nur noch durch einen Freistoß von Rene Liebert (Bartels per Faustabwehr dran/70.) die Chance zum Anschluss. Auf der anderen Seite „hätte ich das 3:0 machen müssen“, ärgerte sich Geisler über seinen Schuss ans Außennetz. Doch es reichte auch so, und Geisler stellte hinterher klar, dass es sein letztes Erstherrenspiel für den SCT war. „Ich bleibe mit Marco Hegerfeld als neuem SCT-Trainer in Kontakt, aber nur als eventueller Co-Trainer.“ Krowiorsch will das noch nicht so recht glauben: „Für die Altherren ist Michi noch zwei Klassen zu gut.“

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