Niklas Frank und Mathis Peters sind auf Augenhöhe und deshalb rotieren sie auch

Benders „Luxusproblem“

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Niklas Frank (li.) und Mathis Peters arrangieren sich momentan mit dem Rotationsprinzip im Tor des Brinkumer SV. Beide Keeper haben auch bereits für die neue Saison zugesagt. Ob es dann bei den ständigen Wechseln bleibt, lässt Co-Trainer Jörg Bender offen.

Brinkum - Gegensätzlicher könnten die Ausgangslagen nicht sein. Während der Brinkumer SV im Bremen-Liga-Spiel gegen den Tabellenletzten OT Bremen (Sonntag, 14.00 Uhr) klarer Favorit ist, sieht es vier Tage später komplett anders aus: Zum Viertelfinale im Bremen-Pokal ist dann die Überflieger- und Meister-Mannschaft des Bremer SV zu Gast in Brinkum (Donnerstag, 15.00 Uhr). Vorher hat Brinkums Co-Trainer Jörg Bender noch ein „Luxusproblem“ im Tor zu lösen.

Bender macht gar keinen Hehl daraus, dass das Pokal-Spiel schon jetzt omnipräsent ist. „Jeder, der nicht weiß, wie wichtig dieses Halbfinale für uns ist, wäre fehl am Platz.“

Sorgen, dass seine Spieler durch diese Fokussierung die Liga-Partie gegen OT Bremen auf die leichte Schulter nehmen könnten, macht sich Bender aber nicht. „Unsere junge Truppe lebt von ihrem Spaß und ihrer Begeisterung für den Fußball.“ Da Tabellennachbar SG Aumund-Vegesack am Karfreitag mit 1:2 beim Blumenthalter SV patzte, hat Brinkum die Witterung aufgenommen. „Platz drei ist jetzt unser Ziel“, sagt Bender, „dafür müssen wir gegen den OT unsere Hausaufgaben erledigen.“

Als Generalprobe für das Pokalspiel sieht Bender, der in beiden Begegnungen den im Hawaii-Urlaub weilenden „Chef“ Dennis Offermann vertritt, die Liga-Partie nicht. „Dafür sind die Ausgangslagen zu unterschiedlich.“ Aber eins sei sicher, betont Brinkums Co-Trainer: „Ich werde ganz genau hinsehen, wer bereit ist, alles zu geben.“ Das OT-Spiel diene somit der „Überprüfung der Einstellung“. Zudem biete die Partie Chancen, um noch einmal ein bisschen zu experimentieren. „Es ist die Chance für alle, sich nochmal anzubieten“, so Bender.

Offen lässt Brinkums „Co“ aber noch, wer gegen den OT Bremen und den Bremer SV zwischen den Pfosten stehen wird. Seit Saisonbeginn setzen Brinkums Verantwortliche auf eine Torwart-Rotation, Niklas Frank (20) und Mathis Peters (19) wechseln sich ab. „Das ziehen wir jetzt auch in den letzen Spielen durch“, erklärt Bender, der seinen Keepern erstklassige Leistungen attestiert: „Was sie im Training und in den Spielen abliefern, ist sagenhaft. Wenn ich mit meinen Abwehrspielern rede, sagen die auch: ‚Scheiß egal, wer spielt. Wir verspüren mit beiden einen Riesen-Rückhalt.‘“

Trotzdem ist die Konstellation ungewöhnlich, wie auch Frank zugibt. „Jeder will möglichst viel spielen, daher war es für mich anfangs schon eine Umstellung“, sagt der 20-Jährige, der im vergangenen Jahr noch die alleinige Nummer eins in Brinkum war. „Doch die Konstellation hat keine negativen Auswirkungen auf unsere Leistungen“, so Frank, der Konkurrent Peters als „Kumpel“ bezeichnet. So habe er sich auch nicht ausgerechnet, wer bisher weniger Gegentore kassiert hat. „Das interessiert mich kein bisschen. Hauptsache ist, dass unter dem Strich ein Sieg steht.“

Frank gibt aber auch zu, im Halbfinale gegen den Bremer SV nur ungern die Rolle des Zuschauers einnehmen zu wollen. Seine Chancen auf einen Einsatz dürften tatsächlich nicht schlecht stehen, schließlich steht der Brinkumer SV dank Franks Elfmeterparaden im Viertelfinale gegen den OSC Bremerhaven (5:2 nach Elfmeterschießen) unter den letzten Vier.

Kollege Peters findet die jetzige Regelung okay: „Wir sind auf Augenhöhe. Da wäre es schade, wenn einer immer auf der Bank sitzen müsste. Ich bin gespannt, wer denn nun im Pokal-Halbfinale im Kasten steht.“

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