Mit Knöchelbruch im Krankenhaus

Nach Foul: Vilsens Stürmer Belkhir nimmt Entschuldigung an

Liegt noch im Sulinger Krankenhaus: Vilsens Stürmer Chedli Belkhir, der sich einen Knöchelbruch zugezogen hatte. Am Dienstag besuchte ihn sein Trainer Torsten Klein.
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Liegt noch im Sulinger Krankenhaus: Vilsens Stürmer Chedli Belkhir, der sich einen Knöchelbruch zugezogen hatte. Am Dienstag besuchte ihn sein Trainer Torsten Klein.

Bruchhausen-Vilsen – Die Szene hatte in den Sozialen Medien hohe Wellen geschlagen: Chedli Belkhir vom SV Bruchhausen-Vilsen zog sich am Ende des Bezirksliga-Spiels beim SC Twistringen eine schwere Fußverletzung zu – nach hartem Einsteigen von Twistringens Verteidiger Marvin Schwenker (wie bereits am Montag berichtet). Diese letzte Aktion ist noch im Livestream unter fussball.de zu sehen. Vilsens Jan-Christoph Kornau spielte einen langen Ball auf Belkhir, Schwenker holte den Stürmer anschließend von den Beinen. Referee Pius Göbberd (TSV Aschen) hatte auf Abseits entschieden, ahndete das Foul nicht.

Defensivmann Schwenker schilderte das Geschehen aus seiner Sicht: „Belkhir hatte sich den Ball vorgelegt. Ich bin im vollen Lauf zu spät gekommen, habe ihn am Knöchel getroffen. Das war ein Foul von mir. Es tut mir leid.“ Der 20-Jährige hatte dem Angreifer bereits per WhatsApp eine Nachricht geschrieben. Das reichte dem Twistringer aber nicht: „Ich will mich persönlich beim Spieler entschuldigen.“ Gesagt, getan: Schwenker besuchte am Dienstag zusammen mit Trainer Uwe Küpker Belkhir im Sulinger Krankenhaus, beide überbrachten beste Genesungswünsche von der Mannschaft und dem Verein. Außerdem hatten sie einen Restaurant-Gutschein mitgebracht.

„Ich habe die Entschuldigung angenommen“, berichtet der Tunesier. Der Akteur mit der Nummer 22 war noch am Samstag von Ärzten 35 Minuten lang operiert worden. Diagnose: Das rechte Sprunggelenk war komplett verschoben, der Außenknöchel gebrochen. Eine Titanplatte mit einer Schraube hält den Knöchel zusammen.

„Ich hatte ganz starke Schmerzen, jetzt wird es besser“, sagt Belkhir und ergänzt: „Ende der Woche darf ich an Krücken gehen.“ Bis Freitag bleibt er im Sulinger Krankenhaus, dann kehrt er zurück in seinen Wohnort Wachendorf. „Zu Hause muss ich das Bein hochlegen. Nach sechs Wochen geht’s zur Kontrolle ins Sulinger Krankenhaus“, erzählt der Vilser Stürmer.

Bitter: Kein Flug zur Familie nach Tunesien

Der 34-Jährige muss mindestens eine viermonatige Fußball-Pause einlegen, erst danach macht er sich Gedanken, wie es weitergeht. Eines ärgert Belkhir: „Ich wollte in drei Wochen von Hannover nach Monastir zu meiner Familie fliegen, habe den Flug bereits bezahlt. Doch jetzt kann ich es nicht machen.“

SCT-Coach Küpker ärgert sich rückblickend über die Aktion: „Das war völlig unnötig, da vom Schiedsrichter-Assistenten die Fahne oben war. Marvin hatte keine Chance, an den Ball zu kommen.“

Vilsens Coach Torsten Klein bleibt bei seiner Version vom „brutalen Foul“: „Unser Spieler liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Außerdem waren meine Akteure auf dem Platz wegen der Schwere der Verletzung geschockt.“

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