0:2 beim OSV – und zwei Tore nicht gegeben

TuS Sulingen fühlt sich verschaukelt

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Hannovers Ex-Profi Fabian Ernst (li.) kam beim OSV gestern nicht so zur Wirkung. Der Sulinger Pierre Neuse (re.) vergab eine gute Möglichkeit.

Sulingen - Walter Brinkmann ist nicht bekannt dafür, die Schiedsrichter öffentlich zu kritisieren. Doch gestern platzte dem Trainer von Fußball-Landesligist TuS Sulingen der Kragen. Brinkmanns Unmut richtete sich gegen Michael Nitsche (SV Dedensen), der „alles dafür getan hat, dass wir hier nichts mitnehmen und uns für eine engagierte Leistung belohnen“, wetterte der Coach.

Stein des Anstoßes: Beim Stand von 1:0 für den OSV Hannover, das Ferhat Bikmaz in der 67. Minute markiert hatte, verweigerte das Schiedsrichtergespann den Sulingern gleich zwei Treffern wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung. Zunächst hatte Tim Rieckhof getroffen (76.), drei Minuten vor dem Abpfiff dann auch noch Mehmet Koc (87.). „Das war nie und nimmer Abseits. Beide kamen aus der Tiefe. Das ist so bitter, und deswegen bin ich auch total verärgert“, schimpfte Brinkmann. Dass der neue Spitzenreiter in der 89. Minute per Konter durch Michael Kielek alles klarmachte, „fiel dann nicht mehr ins Gewicht“, so der TuS-Trainer.

Schlimmer war dagegen, dass Mehmet Koc nach dem Abpfiff wegen Reklamierens noch die Gelb-Rote Karte sah und den Sulingern damit am Freitag im Heimspiel gegen den SC Uchte fehlen wird. Ein Platzverweis, den Brinkmann ebenfalls als Witz bezeichnete: „Der Schiri hat nur darauf gewartet, dass ,Memo‘ die Lippen bewegt.“

Somit traten die Sulinger am Ende die Heimreise mit leeren Händen an, „obwohl wir mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten. Die Mannschaft hat ein starkes Spiel abgeliefert“, lobte Brinkmann sein Team. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten die Sulinger, die kurzfristig auf Manuel Meyer und Erdal Ölge verzichten mussten, vier richtig gute Möglichkeiten. Doch Sören Sandmann (20.), Sebastian Elvers (30.), Koc (40.) und Pierre Neuse (42.) verzogen knapp. Auf der anderen Seite traf Bikmaz für den OSV den Pfosten (44.).

Nach dem 1:0 durch Bikmaz (67.), dem nach Meinung Brinkmanns ein klares Foul des Torschützen an Robert Sikut vorausgegangen war, warfen die Gäste alles nach vorn. „Es war ein Spiel auf ein Tor“, sagte der TuS-Coach. Allerdings belohnten sich die Sulinger nicht – oder wurden vom Schiedsrichtergespann ausgebremst.

flü

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