Oberliga-Kapitän des BSV Rehden bietet sich beim Fußball-Bezirksligisten an

Beim TuS Sulingen reiben sie sich die Hände: Meyer naht

Manuel Meyer ist ein großer Integrationsfaktor in Rehden. Künftig wird er Maarten Schops jedoch nicht mehr auf die Beine helfen. Der 29-Jährige verlässt den BSV nach sechs Jahren. ·
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Manuel Meyer ist ein großer Integrationsfaktor in Rehden. Künftig wird er Maarten Schops jedoch nicht mehr auf die Beine helfen. Der 29-Jährige verlässt den BSV nach sechs Jahren. ·

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsSULINGEN/REHDEN · Das ist ein Fisch, wie er dicker kaum sein könnte für den Bezirksligisten TuS Sulingen: Manuel Meyer, Kapitän des kurz vor dem Aufstieg stehenden Oberligisten BSV Rehden, schnürt seine Fußballschuhe in der kommenden Saison für das Team von Walter Brinkmann. Als Anlass für den freiwilligen Abstieg um zwei Spielklassen nennt Meyer persönliche und berufliche Gründe.

Schon 2011 war der 29-Jährige von Rehden in die Nähe seines Heimatortes gezogen, nach Siedenburg. Im September erwarten Meyer und seine Freundin Nachwuchs. Für den Wechsel ausschlaggebend, so Meyer, sei nun aber vor allem der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung gewesen. „In Rehden (Meyer arbeitet als Immobilienkaufmann für eine Firma von BSV-Boss Friedrich Schilling, Anm. d. Red.) war das nicht möglich“, sagt Meyer: „Ich habe mit Friedrich vernünftig darüber gesprochen. Und ich denke, dass ich ihm auch Kopfschmerzen bereitet habe. Aber wir sind uns nicht einig geworden.“

Kurz darauf klingelte das Telefon bei Walter Brinkmann. „Ich habe ihn gefragt, ob der Kader für die nächste Saison schon steht oder noch Platz für mich ist“, erzählt Meyer. Wenn sich Franck Ribery mal an den Hörer hängt, um beim SV Sandhausen freundlich nachzufragen, ob er nicht im Rhein-Neckar-Kreis spielen könne, dürften die Augen ähnlich leuchten wie in diesem Moment beim Sulinger Trainer. Wer hätte denn schon damit gerechnet, dass die leisen Annäherungsversuche von Brinkmann mal in einem derartigen Coup enden würden.

Die ersten Fäden hatte Brinkmann bereits gesponnen, als Meyer unter Rehdens Ex-Coach Uwe Brunn nicht so zum Zug gekommen war. Es folgte ein langer Plausch bei der Sportlerehrung. Verknotet hat diese Fäden nun das Job-Angebot von Torsten Neumann, dem Sulinger Sponsor. In dessen Firma wird Meyer künftig als Projektleiter arbeiten. Es war die Erfüllung eines Berufswunsches, verbunden mit einem geringeren Aufwand in der Bezirksliga, der sich schließlich über Meyers sportliche Ambitionen hinwegsetzte. Der Innenverteidiger berichtete gestern über „sehr viel Bauchschmerzen“, die ihm „das Sportliche“ verursacht hätten.

Kein Wunder: 2006 war Meyer zum BSV Rehden gewechselt. Das Kapitel Regionalliga, an dem Meyer zuvor bei Arminia Bielefeld (zweite Mannschaft) und Kickers Emden geschrieben hatte, schien sich mit einer Verletzung erledigt zu haben. Dann kam vor der laufenden Saison der Trainerwechsel von Uwe Brunn auf Jürgen Stoffregen. Der ohnehin schon in Rehden verwurzelte Meyer, der ein und Brinkmanns Reaktion:

„Ich mache weiter“

dieselbe Jugendmannschaft des BSV von der F- bis in die C-Jugend als Trainer begleitet hat, stieg zum Kapitän auf. „Rehden liegt mir wirklich sehr am Herzen“, sagt Meyer. Alle Vorzeichen sprechen dafür, dass der BSV in die Regionalliga aufsteigt. Es dürfte Meyer viel Überwindung gekostet haben, diesen Weg nicht mitzugehen und ein schon abgeschlossen geglaubtes Kapitel umzuschreiben. Denn er sagt: „Ich traue mir die Regionalliga zu.“

Die Realität wird demnächst Bezirksliga heißen. „Ich hoffe für Manu, dass er damit die richtige Entscheidung getroffen hat“, sagt Jürgen Stoffregen, der äußerlich gelassen mit der Nachricht umging. „Manu hat mir gesagt, dass er als Aufsteiger geht. Jetzt ist es natürlich wichtig, dass er sich einen vernünftigen Abschied verschafft. Denn mit dieser Ankündigung hat er sich ja selbst ein Stück weit unter Druck gesetzt“, meint Stoffregen. Dass Meyers Abgang „erstmal ein Schlag“ und natürlich „ein Verlust“ für den Verein sei, daraus macht der BSV-Coach keinen Hehl.

Riesenjubel dagegen in Sulingen. „Manu wird eine Schubwirkung für unsere jungen Spieler haben“, ist sich Walter Brinkmann sicher. Als Reaktion sagte der TuS-Coach erstmal für eine weitere Saison zu: „Es ist ja nicht nur für den Verein motivierend, so einen Spieler zu bekommen, sondern auch für mich.“

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