Beim TuS Sulingen kriselt es / „Wir sind in allen Bereichen nicht in der Spur“

Mit ganzen Kerlen raus aus dem Schlamassel

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Ernste Gesichter: Coach Walter Brinkmann (re.) und sein Co-Trainer Thorolf Meyer (li.) machen mit dem Fußball-Landesligisten TuS Sulingen gerade eine schwierige Phase durch.

Sulingen - Von Arne Flügge. Steckt der TuS Sulingen schon in einer handfesten Krise, oder ist es nur ein schwacher Moment? Fest steht: Der Fußball-Landesligist liegt derzeit weit hinter den Erwartungen zurück. Sieben Spiele, sieben Punkte, 9:12 Tore – Platz elf; nur drei Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt. Warnsignale genug. Und nicht umsonst hat Trainer Walter Brinkmann nach der jüngsten 0:2-Heimpleite gegen den HSC Hannover den Abstiegskampf ausgerufen.

Vornehmlich tat er dies als Weckruf an seine Spieler, sich nicht länger auf ihrem Potenzial und den Lorbeeren der vergangenen Jahre auszuruhen. Andernfalls „können wir ganz schnell, ganz unten reinrutschen“, warnt der Coach: „Wir sind in allen Bereichen nicht in der Spur, bekommen dumme Gegentore und haben vorn keine Durchschlagskraft.“

Trotz der angespannten Lage „holen wir jetzt nicht den Knüppel raus und dreschen auf die Jungs ein. Das bringt nichts“, weiß der Sulinger Trainer. Auch duldet der 52-Jährige keine Störfeuer von Außen: „Wir werden es nicht zulassen, jetzt alles in Frage zu stellen oder dass jemand gegen die Mannschaft schießt.“

Denn Abstiegsangst grassiert in Sulingen (noch) nicht, wie Teammanager Thorsten Neumann beteuert. „Weder in der Mannschaft noch im Verein. Zugegeben, es ist eine Scheißsituation, die problematisch, aber nicht ausweglos ist. Wir wissen ja, wie und warum wir die Spiele verloren haben und können es jetzt besser machen.“

Schließlich ist die Saison noch jung und die Lage nicht so dramatisch, jetzt in Panik zu verfallen. Coach Brinkmann packt sein Team lieber bei der Ehre, sich nun selbst aus dem Schlamassel zu befreien. „Wir brauchen jetzt ganze Kerle, die die Ärmel hochkrempeln und andere mitreißen.“ Lange Zeit habe der TuS Sulingen keinen Druck gehabt. „Jetzt haben wir ihn, und wir müssen uns da rausarbeiten“, fordert Brinkmann.

Wenn man erfolgreich ist, würden viele Dinge anders und manchmal auch von allein laufen. „Wenn es nicht läuft, muss man ausreichend Führungsspieler haben, die mit der Situation umgehen können. Und ich bin mir sicher, dass wir diese Kerle haben.“

Worin liegen nun aber die Gründe, warum die Sulinger einfach nicht in die Spur finden? In der vergangenen Saison war der Landesligist ebenfalls nicht gut in die Serie gekommen, dann aber durchgestartet. Ist es ein wenig Überheblichkeit, der zu große Verlass auf die eigene Stärke? Ist es mangelnde Konzentration, die fehlende Leidenschaft? Sind die Sulinger in dieser Saison leichter ausrechenbar? „Es ist von allem irgendwie etwas“, sagt Brinkmann, „an dem Spruch, das zweite Jahr ist immer das schwerste, ist wirklich etwas dran. Uns ist auch ein wenig die Euphorie flöten gegangen.“

Hinzu kommt: Stürmer Mehmet Koc, im vergangenen Jahr mit 28 Treffern Landesliga-Torschützenkönig, wird jetzt noch enger bewacht und fast immer gedoppelt. Andere können nicht in die Bresche springen. Zudem mussten die Sulinger verletzungsbedingt immer wieder umstellen. Die vierwöchige Rotsperre für Flügelflitzer Salam Garaf war zudem nicht gerade förderlich gewesen. Doch das alles, so Teammanager Neumann, „sollen keine Ausreden sein. Sieben Punkte sind eindeutig zu wenig. Wir müssen unsere Abwehr stabilisieren und vorn mehr Gefahr entwickeln. Wir müssen diesen absoluten Siegeswillen wiederfinden.“

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