MEIN FUSSBALL Twistringens Stürmer Saimir Dikollari

Beim Aufwärmen bloß nicht aufs Tor schießen

Kann es auch per Freistoß: Saimir Dikollari. Nur mit dem Kopfballspiel tut sich der lediglich 1,70 Meter große Stürmer schwer.
+
Kann es auch per Freistoß: Saimir Dikollari. Nur mit dem Kopfballspiel tut sich der lediglich 1,70 Meter große Stürmer schwer.

Twistringen – In der Serie „Mein Fußball“ berichtet diesmal Twistringens Offensivspieler Saimir Dikollari über seine Lieblingstore, die schönsten Siege und bitterste Niederlage. Zudem erklärt er, wie er als kleiner Junge Anhänger des FC Bayern geworden ist, wer sein Lieblingsspieler ist – und warum ihm das Fußballlied „You’ll Never Walk Alone“ in besonderer Erinnerung bleibt.

Name: Saimir Dikollari

Verein: SC Twistringen

Alter: 37

Größe: 1,70 Meter

Position: Als Stürmer fühle ich mich am wohlsten. Aber ich kann auch als „Zehner“, hängende Spitze oder „falsche Neun“ auflaufen. In Twistringen wurde ich aber auch schon im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Im Endeffekt spiele ich dort, wo mich der Trainer aufstellt.

Beruf: Ich arbeite bei der Friedrich Fassmer GmbH & Co. KG, bin dort Schichtleiter. Wir stellen GFK-Komponenten für Wohnmobile her.

Meine Hobbys: Das sind ganz klar meine Familie und Fitness. Als Vater von zwei Kindern genieße ich die Stunden mit meiner Familie. Aber wenn es die Zeit zulässt, mache ich auch gerne Fitnesstraining. Zu Hause habe ich Gewichte, die ich häufig benutze.

Mein Spitzname: So einen richtigen Spitznamen habe ich gar nicht. Früher, zu meiner Zeit beim TB Uphusen und Brinkumer SV, wurde ich immer ehrfurchtsvoll „Papa“ genannt, weil ich einer der ältesten Spieler im Kader war. Bei der Arbeit nennen mich meine Kollegen hin und wieder liebevoll „Diktator“. Ob das jetzt ein guter Spitzname ist, lasse ich mal dahingestellt.

Meine größte Stärke: Das ist eindeutig mein Ehrgeiz. Das liegt daran, dass ich immer gewinnen will.

Meine größte Schwäche: Da muss ich nicht lange überlegen. Und bei meiner Körpergröße von lediglich 1,70 Meter ist es auch nicht allzu verwunderlich. Es handelt sich natürlich um das Kopfballspiel. Ich sage immer zu meinen Mitspielern: lieber flach als zu hoch anspielen (lacht).

Meine Lieblingstore: Das Siegtor für den Brinkumer SV zur Meisterschaft in der Bremen-Liga am letzten Spieltag gegen den Bremer SV. Und in der anschließenden Regionalliga-Relegation gegen den FC Teutonia 05 Ottensen. Es war ein schöner Lupfer über den Torwart.

Mein schönster Sieg: Mit dem TB Uphusen im Achtelfinale des Krombacher-Pokals gegen den damaligen Regionalligisten SV Wilhelmshaven (5:1). Wir haben vor rund 1 200 Zuschauern gespielt, und ich durfte drei Tore zum Sieg beisteuern – nach einer überragenden Mannschaftsleistung.

Meine besten Spiele: Ebenfalls mit TB Uphusen gegen den SV Wilhelmshaven im Pokal (drei Tore). Außerdem die Regionalliga-Relegation mit dem Brinkumer SV gegen den FC Teutonia 05 Ottensen (drei Tore). Da fand ich mich persönlich am besten. Ansonsten bin ich eigentlich sehr selbstkritisch.

Meine bitterste Pleite: Ein Pokal-Halbfinale mit dem TB Uphusen gegen den BSV Rehden. Wir lagen mit 1:2 zurück und bekamen einen Elfmeter in einer tollen Drangphase, den wir aber leider nicht nutzten. Danach gingen unsere Köpfe nach unten, und wir verloren am Ende noch mit 1:4.

Mein bester Mitspieler: Oktay Yildirim. Er war Kapitän während meiner Zeit beim TB Uphusen. Für mich ganz klar der beste „Sechser“, mit dem ich je zusammenspielen durfte. Zudem ist er ein überragender Mensch.

Mein härtester Gegner: Bülent Kaksi beim TB Uphusen – toller Typ, aber leider nicht als Gegenspieler.

Meine Lieblingsschuhe: Ich habe in meiner Fußballkarriere schon den einen oder anderen Schuh ausprobiert. Doch mein absoluter Lieblingstreter ist der Adidas Predator. In ihm fühle ich mich am wohlsten. Er ist sehr bequem und für meine breiten Füße einfach perfekt.

Mein wichtigster Pokal: Der Bremen-Liga-Meisterschafts-Pokal mit dem Brinkumer SV. Keiner hatte uns auf dem Zettel, aber dank einer überragenden Rückrunde haben wir die Meisterschaft geholt. Das war ein sehr emotionaler Moment.

Mein Lieblingsverein: Ich bin Fan des FC Bayern München. Das liegt daran, dass ich in Saarbrücken (Saarland) aufgewachsen bin. Ich war als Kind großer Giovane-Elber-Anhänger. Und als er damals vom VfB Stuttgart gewechselt ist, bin ich Bayern-Fan geworden. Aber seitdem ich in Norddeutschland heimisch bin, sympathisiere ich natürlich mit dem SV Werder Bremen. Mein Lieblingsclub wird allerdings immer der FC Bayern bleiben.

Mein Lieblingsspieler: Ronaldo Luis Nazario de Lima. Oder kurz: der brasilianische Ronaldo – „El Fenomeno“ (Das Phänomen, d. Red.). Er hat meine Jugendzeit geprägt und ist für mich einfach der beste Stürmer aller Zeiten.

Mein Lieblingsfanartikel: Ich bin jetzt keiner, der Fanartikel sammelt. Aber ich kann mich noch daran erinnern, wie ich als Kind meinen Onkel in Italien besucht habe. Er lebt in der Nähe von Mailand und hat mir ein Trikot von Andrij Schewtschenko geschenkt, der damals für Milan stürmte.

Mein Stadionhighlight: Das war am 18. Dezember 1994. EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Albanien am Betzenberg in Kaiserslautern. Dazu muss ich sagen, dass ich auch die albanische Staatsbürgerschaft besitze. Wir sind mit der ganzen Familie im Konvoi hingefahren. Deutschland hat knapp mit 2:1 gewonnen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie Altin Rraklli mit einem wundervollen Distanzschuss von der rechten Strafraumgrenze zum 1:2 getroffen hat. Die deutschen Torschützen waren Lothar Matthäus per Elfmeter und Jürgen Klinsmann per Kopfball. Aber der Rraklli-Treffer war definitiv der schönste an diesem Abend.

Mein Lieblingsfilm: Einen richtigen Lieblingsfilm habe ich nicht. Ich schaue alles gerne von Comedy bis Action. Nur Horrorfilme mag ich nicht. Da bekomme ich immer Angst.

Mein Lieblingslied: Ich habe das Fußballspielen beim 1. FC Saarbrücken gelernt. Und als kleiner Knirps war ich auch hin und wieder mal als Balljunge für die erste Mannschaft, die damals in der 2. Bundesliga gespielt hat, tätig. Vor dem Anpfiff wurde immer das Lied „You’ll Never Walk Alone“ gespielt. Das hat mich bis heute geprägt. Seitdem ist es mein absolutes Lieblingsfußballlied.

Mein schrägstes Erlebnis: Das habe ich in meiner Jugendzeit beim 1. FC Saarbrücken erlebt. Wir waren meistens so überlegen, dass wir die Spiele gerne mal mit 26:0 gewonnen haben.

Meine „Macke“: Beim Warmmachen vor den Spielen schieße ich nur äußerst ungern aufs Tor. Wenn ich es doch tue und die Bälle im Tor landen, dann denke ich immer, dass es im Spiel nicht klappen wird. Das ist natürlich eine Kopfsache, eine blöde Marotte. Aber ich kann es irgendwie nicht abstellen.

So sehen Sieger aus: Saimir Dikollari mit der Meisterschale der Bremen-Liga.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Meistgelesene Artikel

Rehdens Remis in Jeddeloh

Rehdens Remis in Jeddeloh

Rehdens Remis in Jeddeloh
Eine Reise ins Ungewisse

Eine Reise ins Ungewisse

Eine Reise ins Ungewisse
Handballer Tim Seltmann kürt sich in Irland zum Double-Gewinner

Handballer Tim Seltmann kürt sich in Irland zum Double-Gewinner

Handballer Tim Seltmann kürt sich in Irland zum Double-Gewinner
Twistringen baut auf die Talente Bollhorst und Kramer

Twistringen baut auf die Talente Bollhorst und Kramer

Twistringen baut auf die Talente Bollhorst und Kramer

Kommentare