Führungsquartett kommt vom Kurs ab

Pleiten, Pech und Pannen beim Syke-Weyher Cross-Fünfer

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Zahlreiche Nachmelder ließen das Teilnehmerfeld auf rund 400 Starter anwachsen. Sebastian Kohlwes (2.v.r.) bog zusammen mit dem Führungsquartett falsch ab und landete am Ende nur auf dem vierten Platz.

Syke - Richtige Freude wollte beim Zieleinlauf des 37. Countrylauf Syke-Weyhe-Syke erst einmal nicht aufkommen. Noch nicht mal bei Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr), der als Erster ins Waldstadion zurückkehrte und im Ziel nur kurz die Arme hob. Und schon gar nicht bei seinem künftigen Vereinskollegen Sebastian Kohlwes, der wieder mit dem höchstem Tempo unterwegs gewesen war und dennoch „nur“ auf Rang vier finishte. Echt „geknickt“ wirkte auch der Streckenposten, der sich mitverantwortlich dafür fühlte, dass das Führungsquartett um Kohlwes nach drei Kilometern falsch abgebogen war und erst nach beträchtlichem Umweg im Friedeholz auf den Kurs zurückgefunden hatte.

Dirk Dahme wäre es wirklich zu wünschen gewesen, dass bei seiner Abschiedsveranstaltung als Organisator einfach mal alles nach Plan läuft. Den Gefallen taten ihm die Läufer allerdings nicht. Zahlreiche Nachmelder ließen das Teilnehmerfeld auf rund 400 Starter anwachsen. Läufer waren mit für ihr Rennen nicht gültigen Startnummern unterwegs und Mittelstreckler starteten versehentlich mit den Halbmarathonis. Alles musste von Dahme und seinem Organisations-Team zeitaufwendig ergänzt und nachgebessert werden. Nicht zu ändern war dagegen der Rennverlauf an der Spitze des Halbmarathons.

Die zunächst führenden vier Langstreckler bogen trotz Streckenmarkierung vom Kurs ab und liefen mit über 23 Kilometern in den Beinen erst ab Platz vier (Kohlwes) ein. Von diesem Fauxpas profitierten Sieger Oliver Sebrantke (1:18:53 Stunden), Dominique Horbeck (Tri Lizards) als Zweiter sowie der Überraschungsdritte Horst Wittmershaus (SC Weyhe), der dem Ergebnis gleich den richtigen Wert beimaß: „Für Sebastian tut es mir echt leid.“

Hatten nach dem Rennen reichlich Gesprächsbedarf: Sebastian Kohlwes (li.) und Horst Wittmershaus. „Für Sebastian tut es mir echt leid“, sagte der Drittplatzierte Wittmershaus.

Bei den Frauen fand dagegen ein echter sportlicher Vergleich statt. Nicole Krinke (LG Nienburg) und Sabrina Timmes (TuS Varrel) verließen gleichauf das Stadion. Krinke – seit Jahren Stammgast beim Countrylauf – teilte sich ihre Kräfte bestens ein: „Schließlich kenne ich die anstrengenden Anstiege unterwegs.“ Die Nienburgerin kam nach 1:30:06 Stunden mit rund 150 Metern Vorsprung auf Timmes ins Ziel. Doch auch die Varrelerin strahlte im Ziel, schließlich hatte sie sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als acht Minuten verbessert. Als Gesamtdritte sicherte sich Imme Menges vom SC Weyhe den Altersklassensieg in der W 50.

Auf der Langstrecke überzeugte die Frauen-Mannschaft des Weyher Lauftreffs um (v.l.) Melanie Grix, Anke Nordmann und Julia Grix auf ganzer Linie. Sie gewann die Serienwertung vor dem SC Weyhe.

Auf der Mittelstrecke über sechs Kilometer feierten Sean Hahnefeldt vom TSV Otterndorf in 21:23 Minuten seinen fünften Sieg in Folge. Gleiches Kunststück vollbrachte Fiona Affeldt (TV Lilienthal, 24:10 Minuten) bei den Frauen. Pech hatte dagegen Inga Sagehorn. Die Stuhrerin knickte auf dem hart gefrorenen Boden um, schleppte sich aber über die letzten zwei Kilometer ins Ziel und rettete so doch noch den Sieg für ihr Team.

Die Trophäen für den Seriensieg des vorerst letzten Syke-Weyher Cross-Fünfers gingen auf der Langstrecke an Sebastian Kohlwes und Sabrina Timmes sowie in der Teamwertung an die Männer von der LG Bremen Nord und die Frauen des Weyher Lauftreffs. Auf der Mittelstrecke waren Sean Hahnefeldt, Fiona Affeldt sowie die Frauen des LC Hansa Stuhr ungeschlagen geblieben. In der Jugend holte sich die Brinkumerinnen Antonia Niebuhr (U 18) und Marie-Theres Werner den Gesamtsieg.

An Marie-Therese Werner (li.) war in der Altersklasse W 13 kein Vorbeikommen.

Den größten Beifall gab es allerdings erst nach den Siegerehrungen, und zwar für Dirk Dahme höchstpersönlich. Mit minutenlangem Applaus bedankten sich die Läufer bei Dahme und seinen Helfern vom Weyher Lauftreff für die Organisation der Cross-Serie in den vergangenen fünf Jahren. Symbolisch legte Dahme die Trillerpfeife ab, die er von seinem Vorgänger Hans-Heinrich Reineke übernommen hatte: „Leider hat sich noch keiner gefunden, der sie künftig tragen möchte“, bedauerte der Dahme. Immerhin gab es am Rande des Renngeschehens Gespräche zwischen Weyher und Syker Sportlern, die sich gemeinsam für den Fortbestand der beliebten Cross-Serie engagieren wollen.

el

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