Beide Tore beim Heiligenfelder 2:0-Sieg erzielt / Hanjo Harjes sieht Ampelkarte

Piontek knipst Sudweyhe aus

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Umjubelter Doppel-Torschütze: Janek Piontek (rechts).

Heiligenfelde - Von Cord Krüger. Er strahlte. Abgekämpft und mit deutlichen Spuren des Heiligenfelder Rasens im Gesicht, atmete Janek Piontek erstmal tief durch. „Es hat gepasst“,urteilte der Stürmer des SV Heiligenfelde nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg im Bezirksliga-Spitzenspiel über den TuS Sudweyhe, durch den sein Team bis auf einen Punkt an den Tabellenzweiten heranrückte. Doch nicht nur die beiden Tore von Piontek passten – auch die gesamte Leistung seiner Mannschaft, meinte er. „Wir haben uns als Außenseiter gesehen und konnten befreit aufspielen – vielleicht lag es daran.“

Tatsächlich wirkten die Gastgeber vor 180 Zuschauern so, als ob sie nichts zu verlieren hätten. Früh gingen sie in die Zweikämpfe und störten so die „besseren, offensiv denkenden Einzelspieler“, wie SVH-Trainer Walter Brinkmann den Gegner lobte. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, „aber wir standen sicher in der Defensive“, freute sich Brinkmann, wie seine Männer mit dem leicht angeschlagenen Björn Isensee als souveränem Abwehrchef die Ordnung hielten. Umso mehr bedauerte TuS-Trainer Uwe Behrens, „dass wir die Chancen, die wir hatten, nicht reingemacht haben: Wenn wir zwei, drei Mal bis zur Grundlinie durch sind, müssen wir das nutzen.“ Manchmal war aber auch einfach Pech dabei – etwa, als Jonas Lüdeke nach acht Minuten das Lattenkreuz traf. Umso ärgerlicher für Sudweyhe, dass Piontek mit einem „absoluten Glücksschuss“ (Behrens) zur SVH-Führung traf: Seinen Freistoß von links fälschte die TuS-Abwehr unhaltbar für den herausgeeilten Keeper Jannik Theiß ab, der Ball trumpfte auf und trudelte ins Tor (20.).

Lüdeke hatte wenig später den Ausgleich auf dem Fuß, zielte aber nach Linksvorlage von Malte Pirngruber knapp drüber (24.). „Danach war zu spüren, dass bei Sudweyhe Unruhe aufkam“, schilderte Piontek: „Sie haben sich gegenseitig angemacht und kamen mit unserem Acker hier immer weniger zurecht.“ Auch Brinkmann merkte den Gästen an, dass „sie den Winter über praktisch nur auf Kunstrasen trainiert und gespielt haben. Dann bekommt man bei diesen Platzverhältnissen schon mal Probleme.“

Vielleicht auch deshalb traf Sudweyhes Innenverteidiger Hanjo Harjes Heiligenfeldes Daniel Richter so unglücklich, dass Schiedsrichter Marco Krenz den bereits Verwarnten mit Gelb-Rot vom Platz schickte (57.). Behrens musste umbauen, beorderte Jan-Ove Bäker nach hinten ins Abwehrzentrum und stellte auf ein Vierer-Mittelfeld um. In dem hatte Christian Heusmann als gefährlicher Passgeber gestern den schwersten Stand, weil Brinkmann ihm Tobias Dickmann als Sonderbewacher auf die Füße stellte. Trotzdem besaßen die Gäste noch ihre Möglichkeiten – etwa Maik Behrens, der knapp verzog (58.). Doch ein laut Uwe Behrens „gefühltes Eigentor“ entschied das Duell: Marcel Wöbken bediente mit einem missglückten Einwurf Joshua Brandhoff, der zog auf der linken Seite davon, spielte einen feinen Doppelpass mit Piontek – und der schob an Theiß vorbei zum 2:0 ein (70.). „Eigentlich war Joshua besser postiert – aber ich hatte Bedenken, dass er im Abseits steht“, begründete der Matchwinner seinen Abschluss. Egal. Es hat ja gepasst…

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