„Ein Sieg des Willens“: Hardemann und Lembcke treffen beim 2:0 in Bassum

Behrens stolz auf Diepholz’ Kämpfer

Bassums Mathis Hoffmann hatte das 1:1 auf dem Fuß, scheiterte aber an Aushilfskeeper Marc Pallentien. - Foto: Krüger

Bassum - Von Carsten Drösemeyer. Herber Rückschlag für den TSV Bassum im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga: Mit 0:2 (0:1) scheiterten die Lindenstädter gestern Abend an der SG Diepholz und rutschten so auf den letzten Platz ab.

Und das Ergebnis ging auch durchaus in Ordnung, wie Bassums Trainer Torsten Klein fair anerkannte: „Aufgrund der ersten Halbzeit ist der Diepholzer Sieg verdient. Wir sind zu spät aufgewacht.“

In der Tat kamen die Hausherren anfangs überhaupt nicht in die Gänge. Diepholz übernahm sofort das Kommando und brachte Bassums Torwart Dominik Overmeyer schnell auf Betriebstemperatur. Konnte er in der 13. Minute noch glänzend gegen Alexander Finke klären, so war der starke TSV-Schlussmann sieben Zeigerumdrehungen später geschlagen, als Christian Hardemann aus dem Gewühl heraus den Ball ins Netz stocherte. Kurz darauf dann fast sogar das 2:0 für Diepholz, doch Overmeyer fischte den artistischen Fallrückzieher von Christian Bußmann so gerade eben noch aus dem Winkel (25.).

Schwerstarbeit bis dato also für Bassums Nummer eins, während sein Diepholzer Pendant Marc Pallentien bei lausigen Temperaturen aufpassen musste, nicht festzufrieren. Aber halt – Pallentien? Ja, richtig. Der sonstige Abwehrchef stand im Tor, da bei den Gästen sämtliche etatmäßige Keeper verhindert waren. Bis zur Halbzeit blieb „Palle“ noch ohne Arbeitsnachweis, wenn man von der Verarbeitung von Rückpässen einmal absieht.

Im zweiten Abschnitt rückte Pallentien dann jedoch immer mehr in den Mittelpunkt. In der 50. Minute parierte er einen strammen Schuss von Tobias Cordes, fünf Minuten später stand er beim Kracher von Mathis Hoffmann im Weg – und lieferte in der 75. Minute endgültig sein Meisterwerk ab, als er einen 16-Meter-Hammer von Joe Badal um den Pfosten lenkte. Dazwischen hatte Pallentien indes auch etwas Glück, da ein Versuch des eingewechselten Oliver Meyer nur knapp am SGD-Gehäuse vorbei strich (66.).

„Chancen zum Ausgleich hatten wir ja genug“, seufzte Klein: „Aber irgendwie wollte der Ball einfach nicht ins Tor.“ Trotzdem investierten die Hausherren noch einmal die letzten Körner, warfen alles nach vorne – und luden die Gäste so zu Kontern ein. Den ersten konnte Overmeyer bei einer Bußmann-Direktabnahme mit einem Weltklasse-Reflex noch entschärfen (85.), doch eine Minute danach war er machtlos. Aus rund 16 Metern drosch Daniel Lembcke das Leder humorlos zum 2:0-Endstand ins linke untere Eck. Sehr zur Freude seines überglücklichen Trainers Jörg Behrens: „Chapeau an mein Team. Das war ein Sieg des Willens. Ich bin richtig stolz auf die Jungs.“

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