Behrens lobt die Einstellung des Diepholzer Kapitäns / Aufhören noch kein Thema

Leitwolf Pallentien

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Der 41-jährige Marc Pallentien (l.) gibt lautstark Anweisungen an seine Mitspieler von der SG Diepholz.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Er ist kopfballstark, geht robust in die Zweikämpfe hinein und gibt klare Anweisungen an seine Mitspieler: Marc Pallentien, Innenverteidiger beim Fußball-Bezirksligisten SG Diepholz. Der Routinier bekam am Sonntag nach der 0:1-Niederlage beim FC Sulingen gute Kritiken, hatte Torjäger Svend Kafemann im Griff.

Für die Komplimente kann sich der 41-Jährige aber nichts kaufen: „Ein Punkt wäre mir lieber gewesen, denn der wäre gut für die Moral gewesen. Uns fehlt derzeit auch das nötige Glück.“ Pallentien lobte Gerrit Hofemeister: „Er hat das an meiner Seite als zweiter Innenverteidiger gut gemacht.“

Jörg Behrens, Trainer bei der SG Diepholz, hält große Stücke auf den Führungsspieler: „Marc schmeißt viel Erfahrung ins Spiel, hat eine gute Einstellung und richtig Bock auf Fußball. ,Palle’ hat bislang kein schlechtes Spiel gemacht. Das würde ich mir auch von den jüngeren Akteuren wünschen.“

Da die Kreisstädter eine junge Mannschaft haben, wollten sie einen Routinier verpflichten. Sie erinnerten sich an Pallentien und holten den in Diepholz wohnenden Fußballer zurück. Bereits in der Serie 2010/2011 kickte der Industriekaufmann beim damaligen Landesligisten, wechselte anschließend für zwei Spielzeiten zum Weser-Ems-Landesligisten VfL Oythe. Danach zog’s den Innenverteidiger für eine Saison zum Bezirksligisten TuS Wagenfeld, hier fungierte er auch als Co-Trainer.

Dass Marc Pallentien als Fußballer eine hohe Wertschätzung genießt, wurde gleich bei seiner Rückkehr deutlich. Seine neuen Mitspieler wählten ihn auf Anhieb zum Mannschaftskapitän. „Das war schon überraschend für mich“, sagt der Akteur mit der Nummer acht.

Die Rolle als Innenverteidiger liegt „Palle“: „Da muss ich nicht so viel laufen. Ich mache einiges mit dem Auge, denn ich weiß ja, wie ein Stürmer tickt.“ Er hatte sich vor Jahren als Torjäger beim Barnstorfer SV, BSV Rehden und BW Lohne einen Namen gemacht.

Ans Aufhören denkt der 41-Jährige noch nicht: „Spaß macht es mir noch immer. Ich kann mit den Jüngeren noch mithalten und falle nicht ab.“ Er hofft allerdings, dass es mit der SG Diepholz als Tabellenzwölfter bald aufwärts geht: „Wir müssen den Schalter langsam umlegen, denn neun Punkte sind mager.“

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