Trainer verlässt Kreisligisten nach vier Jahren mit „viel Spaß“ – und Erfolgen

Behrens’ letzte Monate in Barnstorf

Barnstorfs Trainer Jörg Behrens..
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Bald ist für Jörg Behrens beim Barnstorfer SV Schluss.

Von Anfang an mit offenen Karten: Jörg Behrens unterrichtete den Barnstorfer SV schon zu Saisonbeginn von seinem Ausstieg als Trainer des Kreisligisten. „Mich freut, wie sich die Mannschaft weiter entwickelt hat. Und das haben auch andere Vereine registriert“, sagt der 40-Jährige, der nach der Saison aufhört.

Barnstorf – Der Zeitpunkt war ungewöhnlich. Ungewöhnlich früh. Die neue Fußballsaison hatte noch gar nicht angefangen, da teilte Jörg Behrens im Sommer dem Vorstand und seinen Spielern vom Barnstorfer SV mit, dass dies seine letzte Serie für diesen Verein sein wird, mit dem er früher als Spieler den Landesliga-Aufstieg gefeiert hatte und den er nun im vierten Jahr trainiert.

„Ich wollte, dass die Verantwortlichen Planungssicherheit haben – und ich wollte diesen Abschied nicht verkünden, nachdem wir zum Beispiel die Aufstiegsrunde verpasst hätten. Das hätte dann blöd ausgesehen.“

„Es war ein Freundschaftsdienst“

Tatsächlich hat der BSV jene Meisterrunde zwar nicht erreicht „und die Enttäuschung ist auch noch da“, gibt „Jockel“ zu. Doch er blieb mit seinem Kollektiv bis zum letzten Spieltag im Rennen um den begehrten dritten Platz. Trotz herber Verluste wie dem Abschied von Christoph Hainke zum TSV Wetschen oder der langwierigen Verletzung von Danny Lange. „Damit haben wir das zweite Mal ein bisschen am Bezirk geschnuppert“, schildert Behrens, „und das hat schon Spaß gemacht.“

Spaß – dieses Wort zieht sich in der Rückschau des Physiotherapeuten durch seine gesamten vier Spielzeiten im Sundering. „Es war ein Freundschaftsdienst“, erinnert sich Behrens an die Übernahme im Sommer 2017, direkt nach seiner zuvor siebenjährigen Trainertätigkeit für die SG Diepholz.

Neuer Trainerjob für Behrens vorstellbar

Sein Auftrag in Barnstorf lautete, die Mannschaft zu stabilisieren und in der Kreisliga zu halten. Das gelang mit dem zehnten Platz. In der Corona-bedingt abgebrochenen Vorsaison wiederum wären Behrens und dem BSV fast der Wiederaufstieg in den Bezirk geglückt, doch die am Ende annullierte Spielzeit hatte für das Team nichts anderes übrig als den „Titel der Herzen“, zum Zeitpunkt des Schlussstrichs Spitzenreiter der Kreisliga Süd gewesen zu sein. „Jockel“ trauert diesem Umstand noch ein wenig nach, wichtiger ist ihm aber ein anderer Aspekt: „Mich freut, wie sich die Mannschaft weiter entwickelt hat. Und das haben auch andere Vereine registriert.“ Als Beispiel nennt der 40-Jährige den Landesligisten TSV Wetschen, der sich zu Beginn dieser Serie Hainkes Dienste gesichert hatte.

Nun, nach vier Jahren, „ist es für mich an der Zeit, mich neu zu orientieren“. Der C-Lizenz-Inhaber kann sich durchaus vorstellen, ab Sommer einen neuen Club zu übernehmen – wenn alles passt: „Diepholz und Barnstorf als meine beiden ersten Trainerstationen waren schon Vereine mit besonderen Emotionen, die ich damit verbunden habe“, sagt er auch mit Blick auf seine Zeit als Spieler bei der SGD und beim BSV.

Club befindet sich in Gesprächen mit Behrens-Nachfolger

Dass sich ein neues Engagement mit seinem hohen Aufwand als „Physio“, Betreiber eines Campingplatzes in seinem Heimatdorf Ihlbrock samt der Kult-Kneipe „Jockels Pinte“ vereinbaren ließen, stellt der Vater eines fast zweijährigen Sohnes klar: „Bisher habe ich Fußball und berufliche Termine immer unter einen Hut bekommen. In der Corona-Zeit war das zwar schwieriger, weil man nie längerfristig planen konnte. Aber ich hoffe, dass diese Phase bald vorüber ist.“

Planen muss nun auch weiter der Barnstorfer SV, der sich zurzeit in den Gesprächen mit dem neuen Trainer auf der Zielgeraden befindet. „Ich hoffe, dass es da bald eine Vollzugsmeldung gibt“, wünscht sich der Noch-Coach. „Das wäre auch wichtig für die Spieler, die sich ja genauso Gedanken machen, wie es für sie weitergeht.“

Das kommende halbe Jahr mit der herausfordernden Abstiegsrunde der Kreisliga möchte „Jockel“ aber noch genießen. „Bisher hat es hier immer Spaß gemacht, und ich möchte jetzt noch für den Rest der Saison meinen Spaß haben.“

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