Sulingen scheitert an starker Arminia / Schops: „Zu viele individuelle Fehler“

Becker allein ist zu wenig

Auch wenn sich Sulingens Chris Brüggemann (links) in diesem Duell behaupten kann, waren die Gastgeber gegen Arminia Hannover zu oft nur zweiter Sieger. - Foto: Treboute

SULINGEN - Von Nicolas Treboute. Mit einer deutlichen 1:4 (0:1)-Heimniederlage gegen Arminia Hannover hat Aufsteiger TuS Sulingen den dritten Sieg in Serie verpasst. Der Oberligist erwischte keinen guten Tag und bekam von den spielstarken Gästen teilweise die Grenzen aufgezeigt und konnte sich bei Schlussmann Tim Becker bedanken, dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel.

„Man muss einfach anerkennen, dass Arminia es heute gut gemacht hat. Zusätzlich haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht. Der Sieg ist hochverdient“, analysierte Sulingens Trainer Maarten Schops nach Spielende nüchtern den Auftritt seiner Mannschaft. Die vor der Saison hoch gehandelte Mannschaft aus der Landeshauptstadt war von Beginn an auf Betriebstemperatur zeigte die reifere Spielanlage.

Nach einem gut vorgetragenen Angriff über die linke Seite tauchte Jovan Hoffart im Sulinger Strafraum auf und scheiterte am glänzend parierenden Tim Becker im Sulinger Tor (10.). Die Gastgeber fanden überhaupt nicht ins Spiel, hatten nach einem Bock der Arminia aber schon den Torschrei auf den Lippen: Mittelfeldstratege Ousmane Soumah spielte einen ungenauen Rückpass, sodass Tormann Sascha Algermissen Kopf und Kragen riskieren musste, um den Ball im letzten Moment von der Linie zu kratzen (18.).

Dennoch blieb der im bisherigen Saisonverlauf hinter seinen Erwartungen zurückgebliebene Gast die spielbestimmende Mannschaft und belohnte sich kurze Zeit später dafür. Adris Jankir staubte zum 0:1 ab, nachdem Becker zuvor noch gut gehalten hatte (26.). Auch danach blieb Hannover spielbestimmend und fuhr vor allem über Unruheherd Hoffart mehrere gefährliche Angriffe. Maurice Maletzki scheiterte beim gefährlichsten am Sulinger Querbalken (31.).

Nach der Pause kam der Aufsteiger aggressiver aus der Kabine, die besseren Torchancen verzeichnete aber noch immer die Arminia. Torben Deppe (50.) und Maletzki (53.) verzweifelten am kaum zu bezwingenden Becker, der seine Mannschaft in der Partie hielt. Bei den Gästen schlich sich ob der mangelhaften Chancenverwertung etwas Nervosität ein. Genau in diese Phase fiel dann auch der Ausgleichstreffer: Mehmet Kocs scharf getretene Freistoßflanke von der linken Seite verpassten Freund und Feind, ehe der Ball im langen Eck sein zu Hause fand (58.).

Danach schien es kurzzeitig, als ob die Begegnung zugunsten der Sulinger kippen könnte, zumal Becker nach einem Reflex einen erneuten Rückstand verhinderte (64.).

Doch Arminia blieb weiter am Drücker und fand nach einem absoluten Traumtor zurück auf die Siegerstraße. Hoffart nahm einen abgewehrten Angriff auf, ließ das Leder noch einmal tropfen und wuchtete es aus fast 30 Metern unhaltbar in die Maschen (69.) – ein Nackenschlag den das Team von Maarten Schops nicht mehr wegstecken sollte.

In der 75. Minute drang Adris Jankir von der linken Seite in den Strafraum ein und zog ab. Zwar konnte der japanische Abwehrmann Atsushi Waki den Ball noch vor der Torlinie abwehren, den zweiten Versuch verwertete Hoffart aber zur Vorentscheidung. Als die Messe gelesen war, trug Becker mit seinem einzigen Fehler dazu bei, dass Arminia das Ergebnis in die Höhe schraubte. Einen Rückpass wollte der Keeper direkt nach vorne schlagen, spielte ihn aber genau in die Füße von Maletzki, der sich artig bedankte und den 4:1-Endstand markierte (81.). - ntr

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