Sofortige Trennung aus „privaten Gründen“ / „Habe meine Aufgaben erfüllt“

Beben beim Brinkumer SV: Thinius hört als Trainer auf

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Springt Jörg Bender (links) jetzt für den abgetretenen Brinkumer Trainer Frank Thinius (rechts) ein? Brinkums „Co“ könnte schon am Sonntag im Spiel beim OSC Bremerhaven die alleinige sportliche Verantwortung haben. ·

Brinkum - Donnerwetter! Da arbeitet ein Trainer zweieinhalb Jahre mit einer Mannschaft zusammen, entwickelt sie kontinuierlich weiter, führt sie ins Landespokalfinale und eine Saison später in die Regionalliga-Relegation – und jetzt, aussichtsreich auf Platz zwei der Bremen-Liga stehend, ist plötzlich Schluss zwischen Frank Thinius und dem Brinkumer SV. „Aus privaten Gründen“, wie Thinius gestern Nachmittag sagte, trat er als Coach des BSV ab. Am Sonntag ab 15 Uhr beim Tabellenelften OSC Bremerhaven soll sein bisheriger „Co“ Jörg Bender die alleinige Verantwortung tragen.

Bender wiederum wollte das zunächst nicht kommentieren, wusste vor seiner offiziellen Ernennung zum Interimstrainer offiziell noch nichts. Vor dem gestrigen Training war ein früheres Treffen angesetzt. Vor diesem Termin hielt sich auch BSV-Manager Frank Kunzendorf mit näheren Ausführungen bedeckt, räumte aber den Abschied vom bisherigen Trainer ein.

„Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören“, erklärte „Thini“ mit einem gekonnten Griff in die Kiste der rhetorischen Ausweich-Manöver. Seine Überraschung darüber, dass ihn der Verein vorher über ein Ende seines Engagements zum Saisonende unterrichtet hatte, konnte der 47-Jährige jedoch nicht verbergen. Also einigten sich beide Seiten darauf, lieber gleich getrennte Wege zu gehen.

„Ich hatte hier echt schöne Jahre – und viele aus der Mannschaft sind mir ans Herz gewachsen.“ Eine Mannschaft, die als ärgster Verfolger von Spitzenreiter Bremer SV auch ohne ihn für das Restprogramm gerüstet ist, wie er meint: „Nach meiner ersten Saison sollten wir die Defensive stabilisieren – und hatten am Ende mit die zweitbeste Abwehr der Bremen-Liga. Danach sollten wir offensiver stärker werden – und jetzt haben wir den zweitbesten Angriff. Ich habe also die mir gestellten Aufgaben erfüllt.“

Und das mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln, wenn er in Richtung des personell stets weiter aufgerüsteten Bremer SV blickt: „Viele haben wir aus der Jugend geholt und im Herren-Bereich etabliert. Taktisch sind die Jungs weitergekommen, sie haben mein 4-2-3-1-System angenommen.“

Damit marschierten die Blau-Weißen 2012 bis ins Finale des Lotto-Pokals durch und unterlagen dort dem Abo-Sieger FC Oberneuland. Damit heimsten sie vergangene Saison Platz fünf ein und stellten sich als einziger Bremen-Ligist der Regionalliga-Relegation. Beides – Endspiel und Aufstiegsrunde – sind in diesem Jahr immer noch drin. Vorerst liegt es an „Jogi“ Bender, diesen Weg als Coach federführend fortzusetzen.

Vom Team selbst verabschiedete sich „Thini“ gestern nicht mehr – vor allem aus Angst vor den eigenen Gefühlen. „Wer mich kennt, weiß, dass das so besser ist. Ich bin eben ein emotionaler Mensch.“ Also wünscht er den „Jungs“ auf diesem Wege alles Gute – erstmal mit Blick auf Bremerhaven. Am Sonntag hat der OSC noch Heimrecht, zum Pokal-Viertelfinale Mitte März empfängt Brinkum die Seestädter im Stadion am Brunnenweg. „Von daher ist das Spiel am Sonntag für den Pokal schon mal ein erstes Abtasten.“ · ck

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