Luftpistolen-Bundesligist verspielt letzte Chance

Bassums Traum vom Viertelfinale geplatzt

Holte zumindest noch den Einzelpunkt: Bassums Sportschütze Valerij Samojlenko.
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Holte zumindest noch den Einzelpunkt: Bassums Sportschütze Valerij Samojlenko.

Oje: So haben sich die Luftpistolen-Schützen des SV Bassum von 1848 den vorletzten Doppel-Wettkampf in der 1. Bundesliga Nord nicht vorgestellt. Eigentlich wollte die Mannschaft von Trainer Michael Meinhard mit zwei Siegen von Ausrichter SV 1935 Kriftel heimkehren, um noch die Chance aufs Viertelfinale der deutschen Meisterschaft zu wahren. Doch daraus wird nichts mehr.

Kriftel – Sowohl gegen den Letzten SV Hegelsberg-Vellmar als auch gegen Mitkonkurrent SV Falke Dasbach setzte es in Südhessen am Wochenende deutliche Niederlagen. Damit ist der Traum aufs Viertelfinale jäh geplatzt. „Das waren zwei deutliche Schellen. Schlimmer hätte es nicht kommen können“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Meinhard. Nun droht sogar die Abstiegsrelegation.

SV Bassum von 1848 - SV Hegelsberg-Vellmar 0:5 (1823:1861): Schon im ersten Duell gegen das Tabellenschlusslicht standen die Bassumer gehörig unter Druck. Coach Meinhard sprach im Vorfeld von einem Pflichtsieg, um überhaupt noch eine Chance auf die Endrunde zu haben. Doch anscheinend nahmen seine Schützen den bis dato punktlosen Letzten auf die leichte Schulter.

Genau davor hatte Meinhard gewarnt. Lediglich Valerij Samojlenko zeigte noch so etwas wie Normalform, unterlag seinem Kontrahenten Christian Hollstein bei seiner 369:370-Niederlage lediglich mit einem Ring. Auch Routinier Denis Rother musste gegen Thomas Hucke knapp passen – 369:371, während Thomas Hoppe (371:376 gegen Svenja Berge), Martina Schwenker (359:378 gegen Lev Berner) und der an der Schulter angeschlagene Pierre Michel (355:366 gegen Nils Pilger) ihren Gegnern klar unterlagen. „Wir sind extra einen Tag früher angereist. Doch Kriftel ist einfach kein gutes Pflaster für uns. Vor einigen Jahren haben wir dort schon mal gegen einen Tabellenletzten verloren. Das scheint wohl Karma zu sein“, meinte Meinhard: „Wir haben einfach nicht konstant genug geschossen. Und die Nerven haben dann wohl auch eine gewisse Rolle gespielt.“

SV Bassum von 1848 - SV Falke Dasbach 1:4 (1829:1844): Doch trotz der bitteren 0:5-Packung gab es noch ein Fünkchen Hoffnung aufs Viertelfinale. „Mit einem Sieg gegen Dasbach hätten wir noch eine theoretische Chance gehabt“, berichtete Bassums Trainer: „Somit sind wir hoch motiviert in das Duell gegangen.“ Seine Mannschaft zeigte zwar eine verbesserte Leistung gegenüber dem ersten Wettkampftag. Gerade Hoppe und Michel steigerten sich noch einmal, aber sowohl Rother als auch Schwenker blieben unter ihren Möglichkeiten. „Gerade Martina hat sehr unglücklich verloren, unterlag ausgerechnet mit einem Ring weniger, weil sie bei ihrem letzten Schuss nur eine Sieben traf. Hätte sie eine Neun geschossen, hätte sie den Sieg geholt“, hatte Meinhard Mitgefühl mit der einzigen Frau im Bassumer Team.

Nur Samojlenko gewann sein Aufeinandertreffen mit Halil Karaca klar mit 372:356. Somit stand am Ende eine verdiente 1:4-Niederlage zu Buche. „Die Stimmung in der Mannschaft war danach dementsprechend im Keller. Das kann sich wohl jeder vorstellen“, fasste Meinhard zusammen. Wir sind alle sehr enttäuscht.“

Statt Viertelfinale droht den Bassumern am letzten Doppelwettkampftag Mitte Januar nun sogar die Abstiegsrelegation. Und das vor heimischem Publikum, weil sie die Ehre haben, als Ausrichter zu fungieren. „Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, zu Hause den Viertelfinaleinzug perfekt zu machen. Jetzt geht es einzig und allein darum, die Relegation zu umgehen“, blickt Meinhard auf das kommende Jahr voraus: „Dafür müssen wir aber mindestens einen Sieg einfahren. Entweder gegen den Fünften PSV Olympia Berlin oder gegen die Sportschützen Fahrdorf, die aktuell den neunten Tabellenplatz belegen.“

Mit der Unterstützung des Heimpublikums sollte der Klassenerhalt jedoch machbar sein.

Stenogramme

SV Bassum von 1848 - SV Hegelsberg-Vellmar 0:5: Thomas Hoppe - Svenja Berge 371:376, Denis Rother - Thomas Hucke 369:371, Valerij Samojlenko - Christian Hollstein 369:370, Martina Schwenker - Lev Berner 359:378, Pierre Michel - Nils Pilger 355:366.

SV Bassum von 1848 - Falke Dasbach 1:4: Thomas Hoppe - Sander Nooij 377:383, Denis Rother - Matthias Schwender 369:372, Valerij Samojlenko - Halil Karaca 372:356, Martina Schwenker - Heiko Litterscheid 360:361, Pierre Michel - Christoph Klug 351:372.

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