Bassums Sechser trumpft auf

Pestkowski  - der defensive Offensiv-Spezialist

+
Alexander Pestkowski (links) weiß, mit dem Ball umzugehen. Bassums Defensivspezialist hat bereits acht Treffer erzielt.

Bassum - Von Julian Diekmann. Dass der Fußball-Bezirksligist TSV Bassum am Wochenende überraschend gegen den Favoriten FC Sulingen gewonnen hat, lag vor allem an Alexander Pestkowski. Der Mittelfeldspieler der Lindenstädter steuerte beim 6:1-Heimerfolg gleich zwei Treffer bei. „Alexander ist einfach ein super Fußballer. Ich bin sehr froh, ihn in meinen Reihen zu haben“, lobt sein Trainer Torsten Klein.

Mit seinen gerade mal 20 Jahren gehört Pestkowski bereits zu den Leistungsträgern beim TSV Bassum. Nicht unbedingt normal für einen so jungen Spieler. Ebenfalls nicht normal: Seine bisher acht erzielten Treffer – immerhin ist Pestkowski im defensiven Mittelfeld zuhause, spielt beim Turn- und Sportverein regelmäßig auf der Sechser-Position. Hinzu kommt, dass Bassum in der Liga erst neun Spiele absolviert hat. Somit ist der Biologie- und Sportstudent der Universität Osnabrück aktuell der beste Schütze seines Teams. Auf Rang zwei in der internen Rangliste liegt abgeschlagen sein Vereins- und Mittelfeldkollege Mittelfeldspieler Tobias Cordes (fünf Treffer). „Ich hatte eben schon immer den richtigen Riecher“, schmunzelt Pestkowski, der ein großer Anhänger des Revierclubs und Vizemeisters Borussia Dortmund ist.

„Ich muss aber auch dazu sagen, dass zwei von den acht Treffern durch Elfmetertore zustande kamen“, zeigt sich der Defensivspezialist mit Offensivqualitäten bescheiden: „Dennoch habe ich ein gutes Auge – auch für Räume, die sich im Spiel bieten können und laufe meistens genau richtig mit, sodass mich meine Mitspieler häufig perfekt in Szene setzen. Am Ende muss ich dann oftmals nur noch den Fuß hinhalten. Ohne meine tollen Mitspieler wäre meine hohe Torquote sonst einfach nicht möglich. Aber natürlich überrascht es mich schon, dass ich in der Torjägerliste so weit oben stehe. Das ist für einen Spieler auf meiner Position eben nicht normal.“

„In der Torjägerliste zu Recht oben dabei“

Dass er gerade richtig gut drauf ist, freut vor allem seinen Cheftrainer: „Er hat gegen Sulingen ein richtig gutes Spiel abgeliefert, und ist in der Torjägerliste zu Recht oben dabei“, meint Klein: „Dafür, dass er erst 20 Jahre alt ist, hat er einfach schon eine enorme Spielintelligenz. Das ist in seiner Altersklasse nicht selbstverständlich. Wenn ich nur solche Spieler wie ihn in meinen Reihen hätte, wäre ich sehr froh.“

Mehr Lob geht kaum. Dennoch bleibt Pestkowski bescheiden: „Natürlich höre ich solche Worte gerne. Es macht mich auch ein Stück weit stolz. Wichtig ist am Ende aber nicht meine persönliche Leistung, sondern wie wir als Team auftreten. Und das haben wir gegen Sulingen eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, betont der 1,90 Meter große Schlacks: „Wir sind ein richtig eingeschworener Haufen, der sich sehr gut versteht. Wenn die Zeit es zulässt, gehen wir auch mal privat aus. Denn für mich sind es nicht nur Mitspieler, es sind Freunde“, erklärt der 20-Jährige, der sich in Zukunft auch vorstellen kann, höher zu spielen. Das ist für den jungen Mann aber noch Zukunftsmusik: „Ich wohne ja noch in Bassum und pendle regelmäßig zur Uni nach Osnabrück. Daran wird sich auch erst mal nichts ändern. Ich fühle mich beim TSV zurzeit einfach pudelwohl – es passt einfach. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt.“

Mittelfristig hofft der defensive Offensivspezialist erst einmal auf den Klassenerhalt. „Mein Ziel mit dem TSV Bassum für diese Saison ist ganz klar, dass wir die Liga halten. Am besten natürlich so früh wie möglich. Und alles weitere schauen wir dann. Wenn wir am Ende der Spielzeit auf einem gesicherten Mittelfeldplatz stehen sollten, wäre ich schon sehr zufrieden.“ Und bleibt dabei bescheiden wie immer .

Das könnte Sie auch interessieren

Weihnachtsmarkt in Nienburg eröffnet

Weihnachtsmarkt in Nienburg eröffnet

IAEA-Chef verteidigt Atomdeal mit dem Iran

IAEA-Chef verteidigt Atomdeal mit dem Iran

Barkeeper: Vom Berufsrisiko Sucht und der Liebe zur Nacht

Barkeeper: Vom Berufsrisiko Sucht und der Liebe zur Nacht

Rohingya sollen zurück nach Myanmar: Wollen sie das?

Rohingya sollen zurück nach Myanmar: Wollen sie das?

Meistgelesene Artikel

TuS Kirchdorf zu ängstlich gegen TSV Wetschen

TuS Kirchdorf zu ängstlich gegen TSV Wetschen

Oberliga-Handball: 40:18 – BV Garrel erteilt HSG Phoenix eine Lektion

Oberliga-Handball: 40:18 – BV Garrel erteilt HSG Phoenix eine Lektion

Verbandsligist Heiligenrode verliert bei Aufstiegsaspirant Seelze

Verbandsligist Heiligenrode verliert bei Aufstiegsaspirant Seelze

Tischtennis-Bundesligist Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda

Tischtennis-Bundesligist Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda

Kommentare