Bassums Neu-Trainer Thomas Langreder fühlt sich nicht unwohl als Underdog

„Man muss viel arbeiten, um etwas zu erreichen“

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Viele neue Gesichter beim Bezirksliga-Aufsteiger TSV Bassum (hinten v.l.): Stefano Mancuso, Dominik Overmeyer, Göksan Vurgun, Steffen Bönsch und Fabian Budelmann sowie (vorn v.l.): Leonardo de Almeida Nobre, Jonas Brede, Marcel Bavendiek, Wilke Kluge, Dorian Klinger und Lukas Fresse. Es fehlen Tobias Cordes, Jonas Schuster und der neue Trainer Thomas Langreder.

Bassum - Von Daniel Wiechert. Wenn am zweiten August-Wochenende die Fußball-Bezirksliga in die Saison startet, will man sich beim TSV Bassum nicht vorwerfen lassen müssen, sich nicht 100-prozentig vorbereitet zu haben. Sieben Wochen Preseason werden die Kicker von Neu-Trainer Thomas Langreder dann bereits in den Knochen haben. Eine lange Zeit, die aber auch vonnöten erscheint, um sich gegenseitig zu beschnuppern: Denn es gilt, etliche Neuzugänge einzugliedern.

Zeit ist für Langreder ein rares Gut, das er nicht zu verplempern gedenkt. Während der 47-Jährige die Hütchen für die anstehende Trainingseinheit aufstellt, philosophiert er über die Rolle des Underdogs. „Wie man so hört, gibt es in der diesjährigen Bezirksliga doch 15 Favoriten, alle außer uns. Wir sind doch für alle schon abgestiegen“, sagt Langreder. Er sieht es selbstverständlich anders. Wenn er kein Potenzial beim TSV Bassum sehen würde, hätte er wohl kaum sein „Ja-Wort“ gegeben, um erstmals in seiner langjährigen Trainerkarriere ein Herren-Team zu coachen. „Ich bin ein Typ, der früh sagt: ‚Lassen wir das‘, wenn ich keine Perspektive sehe“, sagt Langreder.

Vier, fünf Wochen hätte er nach der Bassumer Anfrage im Februar überlegt, bis er zusagte, erklärt der Coach. „In den Gesprächen habe ich gemerkt, dass hier etwas möglich ist“, so Langreder. Es musste allerdings schnell gehandelt werden. „Im Februar hieß es noch, dass Bassum auseinanderbricht. Das konnten wir verhindern“, sagt Langreder, der zuletzt die C-Junioren des TuS Komet Arsten trainiert hatte.

Langreder hat mehr als 20 Jahre Erfahrung als Junioren-Trainer auf dem Buckel – hilfreich, um auch beim TSV Bassum die Verzahnung zwischen Jugend- und Herren-Bereich voranzutreiben. Doch der 47-Jährige weiß, dass es für den Klassenerhalt auch auf Erfahrung ankommt. Beim Training tauscht er sich viel mit Oliver Meyer aus. Der 17-fache Torschütze der vergangenen Saison wird gemeinsam mit Michael Wiehle und Mathis Hoffmann vorangehen müssen. Auch auf die Neuzugänge Marcel Bavendiek (zuletzt Keeper beim SC Twistringen) und Rückkehrer Tobias Cordes (Brinkumer SV) könnten direkt tragende Rollen zukommen.

Langreder selbst lässt sich in Sachen Aufstellung noch nicht in die Karten schauen. Vielmehr gelte es, dass sich in der Vorbereitung keiner hängen lasse: „Wenn meine Spieler bestimmte Richtlinien einhalten, bin ich kollegial“, sagt Bassums Neu-Coach. Vor allem eine hohe Trainingsbeteiligung sei unabdingbar. Bisher ist er damit zufrieden – 18, 19 Mann seien bei jeder Einheit dabei.

Das entspricht Langreders Credo: „Man muss viel arbeiten, um etwas zu erreichen.“ Es werden also noch einige Tropfen Schweiß in der Vorbereitung fließen, um die Ziele zu erreichen. „Wenn alle voll mitziehen, haben wir vielleicht die Chance, das eine oder andere von den 15 Teams, die alle Meister werden wollen, hinter uns zu lassen.“

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