Bassums Liga-Erhalt beschert Aufstiege satt / Holzhausen bejubelt Kreisliga-Sprung

Wunderschönes Stühlerücken

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Bassums Trainer Jürgen Schäfer (rechts) und sein „Co“ Bernd Helms (dahinter) klatschen Holzhausens Anhang ab.

Bassum/Holzhausen - Von Cord Krüger. Das war schon ein komisches Szenario: Die mehr als 20 Mann mit ihren blauen Trainingsanzügen hatten am Dienstagabend 93 Minuten lautstark den TSV Bassum im Relegations-Showdown beim Landesberger SV angefeuert, unter anderem „Wir sind alles Bassumer Jungs“ geschmettert und in der Nachspielzeit mit bangen Blicken den Abpfiff herbeigesehnt. Als schließlich Bassums 1:0 und damit die Rettung in der Bezirksliga feststand, gab es für die Kicker des TSV Holzhausen-Bahrenborstel kein Halten mehr.

Durch Bassums Klassenerhalt stiegen sie als vierter Club aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga auf. Auf dem Rasen feierten sie den Bassumer Interimstrainer Jürgen Schäfer, Matchwinner Michael Wiehle und die Mannschaft mit Sprechchören, anschließend tanzten sie vor der Haupttribüne und vollführten eine Polonaise rund ums Landesberger Vereinsheim.

„Ich dachte, das wären Bassumer gewesen – so, wie die gefeiert haben“, wunderte sich eine Dame mit einem LSV-Schal um den Hals, als sie den „anderen“ Schriftzug auf den Trainingsanzügen erspähte – den des TSV Holzhausen-Bahrenborstel.

„Ihnen sind wir jetzt wohl etwas schuldig“, meinte Bassums Torwart Dominik Overmeyer: „Die haben richtig Stimmung gemacht und uns geil unterstützt. Es ist schön, so etwas aus so vielen Zuschauern herauszuhören.“

Aber es gab noch viele, viele weitere Gewinner an diesem Abend. Denn weil die 1. Kreisklasse vor knapp einem Jahr durch den Rückzug des TuS Syke mit 15 statt 16 Teams startete und nun Holzhausen einen weiteren Platz „frei“ machte, steigen nun die beiden Drittplatzierten der 2. Kreisklasse Nord und Süd automatisch auf – also der SV Mörsen-Scharrendorf II und der TV Stuhr II, die nun kein Entscheidungsspiel mehr bestreiten müssen. Das wiederum zieht ein größeres Stühlerücken nach sich: Die je eine vakante Position in der 2. Kreisklasse Nord und Süd nimmt der jeweilige Dritte der 3. Kreisklasse darunter ein. „Da ergibt sich der schöne Nebeneffekt, dass unsere Zweite vom TSV Bassum nun aus der 3. Kreisklasse Nord in die 2. Kreisklasse aufsteigt“, freute sich Erstherren-Coach Schäfer am Dienstagabend. „Wird das eine schöne gemeinsame Rückfahrt im Bus!“ Bassums ursprünglich vorgesehenes Aufstiegs-Match gegen den TSV Aschen als Dritten der Süd-Staffel entfällt ebenso, und die Aschener kicken künftig in der 2. Kreisklasse Süd.

Doch damit nicht genug des Aufstiegs-Marathons: Auch die Fußballer von Paradise City Fahrenhorst jubelten im rappelvollen LSV-Stadion – denn der Dritte aus der 4. Kreisklasse Nord muss jetzt nicht mehr am Sonntag das Relegationsduell gegen den TuS Wagenfeld II aus der 4. Kreisklasse Süd bestreiten, sondern beide Teams dürfen sich auf den Sprung in ihre jeweilige 3. Kreisklasse freuen.

So weit der Stand der Dinge am Dienstagabend, als zunächst nur der Landesberger SV als Verlierer übrig blieb. Die Spieler des Zweiten aus der Kreisliga Nienburg feierten trotzdem noch länger in ihrem Clubhaus – und dürften am Morgen plötzlich wieder stocknüchtern gewesen sein: Denn gestern erreichte sie die frohe Botschaft, dass sie trotzdem in die Bezirksliga aufsteigen! Weil nämlich aus der Oberliga Niedersachsen kein Team aus dem Bezirk Hannover abstieg und damit nur drei statt vier Teams raus aus der Landesliga müssen, war plötzlich wieder Platz für einen Bezirksliga-Aufsteiger. Und das ist der LSV, der nach Abschluss aller vier Relegationsrunden als bester Gruppenzweiter dastand. Also Happy Ends allerorten!

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