Coach Stindt legt Augenmerk auf die Defensive / Offensivpotenzial ist immens

Bassums Jugend soll jetzt cleverer forschen

Bassum - Von Carsten DrösemeyerDas zweite Jahr ist immer das schwerste, lautet bekanntlich eine Binsenweisheit beim Fußball. Und folglich steht Coach Stephan Stindt und seinen Bassumer Bezirksliga-Kickern eine schwierige Spielzeit bevor. Schließlich stellt die neue Saison für den 35-Jährigen sowie den Großteil des blutjungen Teams erst die zweite Serie im Erwachsenenbereich dar.

Doch für „Frischlinge“ schlugen sich die Lindenstädter in ihrem vergangenen Premierenjahr mehr als beachtlich. Auf Anhieb mischten die Lindenstädter die Bezirksliga auf und galten noch Mitte der Hinserie sogar als Geheimfavorit auf den Meistertitel. Ganz in den Himmel wuchsen die Bäume dann für die TSV-Bubis allerdings nicht. „Es fehlte die nötige Konstanz. Kein Wunder, kaum einer meiner Spieler war über 20. Da hat man halt noch nicht so viel Routine“, erklärt Stindt das kurzzeitige Bassumer Absacken in tiefere Gefilde.

Die Youngster fingen sich jedoch schnell wieder. Zwar ließ die anfangs überschäumende Euphorie im weiteren Saisonverlauf spürbar nach, aber am Ende belegten die Bassumer mit stolzen 42 Zählern einen starken sechsten Platz. Für Stindt eine Leistung, „auf der man aufbauen kann. Insgesamt bin ich mit der Entwicklung meines Teams sehr zufrieden. Die Jungs haben den Sprung von der Jugend in die Herren-Bezirksliga erstaunlich schnell verkraftet. Sie dürfen sich allerdings nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. In der nächsten Saison erwarte ich den nächsten Schritt.“

Damit dieser auch erfolgt, bleibt der Coach seinem Erfolgsrezept treu und setzt weiterhin konsequent auf „Jugend forscht“. Auf hochkarätige Neuverpflichtungen wurde bewusst verzichtet. Lediglich Joe Badal sowie Andrej Schetelja rücken aus der A-Jugend in den Kader der Ersten. Zudem kehrt in Walid Sabehaioun ein alter Bekannter zum TSV zurück. Vor der letzten Spielzeit im Unfrieden zum TuS Syke gewechselt, bat der bullige Stürmer Stindt reumütig um eine zweite Chance, die dieser ihm prompt gewährte. „Walid fängt wieder bei Null an. Auf seine Qualitäten können wir uns freuen“, kartet Bassums Coach nicht nach. Über die Fähigkeiten von Sabehaioun braucht man in der Tat nicht zu diskutieren. Ein derart wuchtiger Angreifer fehlte Stindt bislang und erhöht seinen Offensivspielraum immens.

Überhaupt ist die TSV-Abteilung Attacke für Bezirksliga-Verhältnisse exquisit besetzt. Ob nun Spielgestalter Jens Nubbemeyer, die quirligen Jannik Hahnel und Oliver Meyer oder Stoßstürmer Roman Seidel – alle stehen für höchste Torgefahr. Kein Wunder, dass der Trainer auch im neuen Jahr auf „erfrischenden Angriffsfußball“ hofft. Mit einer Einschränkung: „Wir müssen uns diese Saison etwas cleverer anstellen und nicht immer blindlings nach vorne rennen. Manchmal reicht auch ein Remis“, baut der 35-Jährige auf den Lerneffekt seiner jungen Spieler.

Sollte dieser tatsächlich eintreten, dann dürfte das selbstgesteckte Ziel von 45 Punkten keine unüberwindbare Hürde darstellen. Geht da vielleicht sogar etwas in Richtung Tabellenspitze? Solchen Träumen erteilt Stindt eine schnelle Absage: „Für den Titelkampf sind wir noch nicht reif genug. Meister wird Eilvese und dahinter müssten Teams wie Seckenhausen oder Wetschen landen. Wir sind in der Bezirksliga derzeit goldrichtig. Ein Aufstieg könnte bei uns frühestens in zwei bis drei Jahren zum Thema werden.“

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