Startnummer 14

Marcel Trachsel: Kein Rekord ist vor ihm sicher

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Startnummer 14: Marcel Trachsel

Bassum - Das Jahr 2015 stand bei den Bogenschützen ganz unter dem Eindruck von Marcel Trachsel vom SV Bassum von 1848. Auch wenn sich der Azubi zum Ende des Jahres mehr auf seine Abschlussprüfung konzentrieren muss, hat er im Laufe des Jahres wohl die meisten Pfeile in Richtung Gold auf den Weg geschickt.

Imposant liest sich die Erfolgsbilanz des Bassumer Bogenschützen. Im März wurde er Deutscher Hallen-Meister bei den Junioren. Nur zwei Monate später stellte sich der junge Bogensportler im ersten Ranglistentunier des Deutschen Schützenbund erneut den besten Sportlern der Republik. Hier wurde die Nationalmannschaft in drei Wettkämpfen für das nächste Sportjahr ausgeschossen. Im bayrischen Ebersberg musste sich der 20-Jährige erstmals mit den Männern messen.

Nur eine Woche später hatte Trachsel seinen ersten Auftritt auf europäischer Bühne. Als Drittplatzierter erreichte er das Finale der besten 16. Am Ende des Wettbewerbs stand beim internationalen Debüt ein sehr starker fünfter Platz zu Buche. „Obwohl hier keine Medaille heraus kam, war es doch mein persönliches Highlight in 2015“, denkt der Bassumer noch immer gern an diesen Wettbewerb zurück.

Shanghai und/oder Nottingham im Visier

Im Juni fuhr Trachsel zur zweiten Rangliste nach Glindow in die Nähe von Potsdam. Hier gelang ihm erstmals das Kunststück, alle Schützen des Nationalkaders hinter sich zu lassen. Gleich vier Ringe nahm er dem besten Starter des Nationalteams ab.

Einen Monat später trat der Ausnahmesportler auf der Deutschen Meisterschaft im bayrischen Raubling gegen die nationale Elite an. Mit 694 von 720 Ringen sicherte er sich nicht nur den Titel im Freien sondern hängte in der Gesamtwertung der Rangliste auch die gesamte Nationalmannschaft ab. Dies sicherte ihm für das Jahr 2016 einen Platz in der Nationalmannschaft der Compound-Schützen. „Eigentlich hätte ich meine Gesellenprüfung vorziehen können, aber das wäre genau in diese Zeit gefallen“, erzählt Trachsel, „dann wäre das entsprechende Training nicht möglich gewesen.“

Und dieses Training hat es in sich. „Direkt vor den wichtigen Wettkämpfen schieße ich 1200 bis 1500 Pfeile in der Woche“, beschreibt der Azubi den Aufwand, „das sind dann mal eben fünf Trainingseinheiten und dazu laufe ich auch noch zwei bis drei Mal die Woche.“

Auf die Frage, ob es denn auch schon zu einem deutschen Rekord gereicht hätte, muss Trachsel etwas überlegen bevor er antwortet: „2015 habe ich sechs verschiedene Deutsche Rekorde im Freien aufgestellt. Dazu kommt noch einer in der Halle.“

Als Ziel für 2016 hat sich Trachsel vorgenommen, die Qualifikation für den Weltcup in Shanghai und/oder für die Europameisterschaften im englischen Nottingham zu schaffen. Doch vorher steht erst einmal die Gesellenprüfung im Januar an. „Denn leider kann man nicht nur vom Bogensport leben“, kennt Trachsel die Grenzen seines Sports, „aber es macht Spaß und dafür nehme ich einiges in Kauf und werde weiter hart an mir arbeiten.“

vo

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