Handball-Kreisoberligist dominiert und feiert Rückkehr in die Landesliga / Der Hurrikan war nicht aufzuhalten

Start-Nr. 36: Der TSV Bassum und seine Saison der Superlative

+
Blumen, Sekt und viele fröhliche Gesichter – das Meisterbild des TSV Bassum.

Bassum - „You can’t stop the hurricane“ (du kannst den Hurrikan nicht stoppen) – unter diesem Motto stand das Fotoshooting, das Co-Trainer Stefan Honscha vor der Saison 2012/13 organisiert hatte. Dabei entstanden viele tolle Plakate für die Heimauftritte.

Ihr angekündigtes Motto setzten die Handballerinnen des TSV Bassum dann eindrucksvoll in die Tat um. Wie ein Hurrikan wirbelten sie durch die Kreisoberliga: In 19 der 24 Partien erzielten sie über 30 Treffer, dreimal knackten sie dabei sogar die 40-Tore-Marke. Mit 46:2 Punkten gewannen sie souverän und hochverdient den Titel und schafften die sofortige Rückkehr in die Landesliga, in der sie nach der Fusion mit dem SC Twistringen nun als HSG Phönix antreten.

„Der Abstieg 2012 aus der Landesliga mit einem fast neuformierten Team war ein Betriebsunfall, den wir sofort beheben wollten“, erklärt Trainer Steffen Mundt. „Für mich war der Wiederaufstieg aber nur als Meister interessant, eine Relegation wollte ich vermeiden. Auch meine Spielerinnen waren angriffslustig und wollten sogar zu Null durch die Saison marschieren.“ Vor der ersten Partie waren die Bassumerinnen und das Trainergespann noch ziemlich aufgeregt. Das mussten sie aber gar nicht, denn gegen die HSG Mittelweser gelang ein klarer 36:18-Auswärtserfolg. Das war die Initialzündung und gab Selbstvertrauen für die gesamte Saison, in der Mundt und seine Assistenten der Mannschaft immer wieder neue Anreize und Ziele gaben, um die Spannung aufrechtzuerhalten. „Nach der Hinrunde haben wir uns mit dem Spitzenreiter der Parallelstaffel verglichen. Am Saisonende wollten wir mehr Tore und weniger Gegentreffer haben“, erinnert sich der Coach. Das gelang den überlegenen Bassumerinnen, die insgesamt 23 Siege feierten. Ihre Tordifferenz (+322) war dabei einmalig. Im Schnitt gewannen sie ihre Partien mit 13 Treffern Differenz.

In der Saison der Superlative stand aber die Weiterentwicklung der einzelnen Spielerinnen und der Mannschaft als Ganzes im Blickpunkt. „Technisch und konditionell waren wir den Gegnern stark überlegen. Mein Team konnte immer 60 Minuten lang Druck ausüben. Und taktisch haben wir viele Sachen erfolgreich ausprobiert“, freut sich der Coach. Gerade im Abwehrbereich erarbeiteten sich die Bassumerinnen einige neue Varianten. Wichtig war Mundt auch, dass seine Feldspielerinnen im Angriff variabel einsetzbar sind.

Auch als HSG Phönix läuft es sehr gut

„Ich wünsche mir, dass Jede mindestens zwei Positionen besetzen kann. Das gelang ganz gut. Jetzt haben die Mädels mehr Verständnis fürs Spiel, fürs Miteinander und für die Aktionen der Nebenleute. Das sind die paar Prozentpunkte, die uns in Zukunft weiterhelfen werden“, betont er. Begeistert war er von allen Damen. Die Torfrauen Mareike Landwehr und Kristina Strauß zeigten stets gute Leistungen. Eine tolle Entwicklung vollzog Jaqueline Hanke. Auch Jana Helms und Nadine Berger hob der Coach hervor.

Dass die Bassumerinnen in die Landesliga gehören, stellen sie in der aktuellen Saison unter Beweis: Mit drei Spielerinnen des SC Twistringen stehen sie als HSG Phönix mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf Platz fünf.

Das könnte Sie auch interessieren

Citroën C3 Aircross im Test: Aufbruch ins Abenteuerland

Citroën C3 Aircross im Test: Aufbruch ins Abenteuerland

Von Braeburn bis Boskoop: Kochen und Backen mit Äpfeln

Von Braeburn bis Boskoop: Kochen und Backen mit Äpfeln

Reis ist eine Delikatesse für sich

Reis ist eine Delikatesse für sich

Sieg auf Zypern verpasst - BVB droht Aus in der Königsklasse

Sieg auf Zypern verpasst - BVB droht Aus in der Königsklasse

Meistgelesene Artikel

Pabstmann punktet trotz Rückenverletzung

Pabstmann punktet trotz Rückenverletzung

Langläufer Sebastian Kohlwes verlässt Hansa Stuhr

Langläufer Sebastian Kohlwes verlässt Hansa Stuhr

Oliver Sebrantke und Jan Neubauer auf Hawaii vor Rennen ihres Lebens

Oliver Sebrantke und Jan Neubauer auf Hawaii vor Rennen ihres Lebens

Melchiorshausen verspielt in Überzahl 1:0-Führung

Melchiorshausen verspielt in Überzahl 1:0-Führung

Kommentare