Plaumann-Elf nach 1:2 gegen Stuhr nicht mehr zu retten / „Das tut weh“

Bassum muss in die Kreisliga

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15 Jahre war David Schröder (re.) beim TSV Bassum. Nun wurde er von Spartenleiter Horst Schlottmann verabschiedet. Der Keeper will sein Glück beim TuS Sulingen versuchen. ·

Bassum - Von Gerd TöbelmannIrgendwie gehörte der TSV Bassum zum Inventar der Fußball-Bezirksliga. Diese Zeit ist seit gestern vorbei, muss sich das Team nach dem 1:2 (1:1) im vorletzten Spiel der Fußball-Bezirksliga gegen den TV Stuhr auf den Gang in die Kreisliga einrichten. Auch ein Sieg am letzten Spieltag gegen den Tabellenletzten Neuenkirchen kann daran nichts mehr ändern.

Irgendwie passte es da zum Abschied, dass auch der Himmel weinte und 90 Minuten lang seine Schleusen geöffnet ließ. Bassums Trainer Sven Plaumann, der das Team auch in der Kreisliga zusammen mit Co-Trainer Holger Bulk coachen wird, war schon ziemlich wehmütig zu Mute: „Das tut weh. Man kannte Bassum doch viele, viele Jahre nur in der Bezirksliga. Und nun ist das bald nicht mehr so. Wir hätten heute gewinnen müssen, waren aber vorn oft nicht griffig genug.“

Bitter ist der Abstieg der Ersten auch für die Reserve, die auf alle Fälle runter in die 1. Kreisklasse muss, da zwei Teams aus einem Verein nicht in der Kreisliga spielen dürfen.

Glaubt man jedoch Plaumann, dann wird Bassum nicht in ein tiefes Loch fallen. Bis auf den vor seinem letzten Heimspiel in Richtung des Landesliga-Aufsteigers TuS Sulingen verabschiedeten Keepers David Schröder hat noch keiner sein Gehen angekündigt. So richtig wehmütig wirkte Schröder gestern nicht: „In erster Linie herrscht eine große Vorfreude auf Sulingen.“

Der Keeper ist zwar bald weg, aber dafür muss Plaumann nur noch mit Philip Schönborn, Michel Müller und Chris Plate reden, deren Zusagen noch ausstehen. Der Rest des Kaders hält auch beim Abstieg zur Stange. Und Plaumann geht noch einen Schritt weiter: „Warum soll es uns nicht gelingen, Tobias Cordes und/oder Oliver Meyer nach Bassum zurückzuholen? Wenn Brinkum tatsächlich in die Regionalliga aufsteigt, kann ich mir vorstellen, dass die beiden den Aufwand für diese Klasse nicht erbringen wollen.“ Fest steht aber auch, dass die Bassumer Aktien, gute Spieler in die Lindenstadt zu holen, seit gestern nicht unbedingt gestiegen sind.

Gegen Stuhr war die Chance da, auch weiterhin von der Bezirksliga träumen zu dürfen. Erst recht in der siebten Minute, als Jan Lehmkuhl das 1:0 erzielte. Die technisch etwas versierteren Gäste schlugen aber in der 21. Minute durch einen Drehschuss von Torjäger Riccardo Azzarello zum 1:1 zurück. In der Folgezeit hätten beide Teams das Match entscheiden können. Jens Nubbemeyer traf für Bassum das Lattenkreuz (48.); Torben Drawert rasierte für Stuhr den Querbalken (75.). Als das Remis (wäre für Bassum auch zu wenig gewesen) fast in Stein gemeißelt war, machte Stuhrs Adrian Herrmann mit dem 2:1 per Konter (89.) den Deckel auf Bassums Abstieg drauf.

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