Bassum gewinnt Regenlotterie in Sudweyhe mit 2:0 / Bönsch rettet grandios

Wenn der Ball auf der Linie im Matsch stecken bleibt

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Regen, Matsch, Kampf – Bassums Steffen Bönsch (Mitte) war sich auf dem tiefen Boden für kein Duell zu schade, rettete zudem zwei Mal in höchster Not.

Sudweyhe - Von Arne Flügge. Stundenlanger Dauerregen, fliegende Grassoden, tiefe Furchen – überall Matsch. Am Ende sah der Platz aus, als hätte sich gerade eine Rotte Wildschweine auf Trüffelsuche durch den Rasen gefräst. Spuren eines Kampfspiels, das Fußball-Bezirksligist TSV Bassum gestern am Ende verdient mit 2:0 (2:0) beim TuS Sudweyhe gewann. „Platzwart in Sudweyhe möchte ich jetzt nicht sein“, grinste Bassums Trainer Thomas Langreder. Sein Kollege Wilco Freund haderte indes: „Wir schaffen es einfach nicht, den Ball ins Tor zu bringen.“

Sudweyhes Coach meinte damit vor allem die beiden Szenen in der 33. und 36. Minute. Die Gastgeber lagen zu diesem Zeitpunkt nach einem schönen Treffer von Jens Nubbemeyer, den Antoun Badal fast noch schöner vorbereitet hatte (28.) mit 0:1 zurück. Sudweyhe im Angriff: Nico Riekers spielte Bassums Torwart Marcel Bavendiek aus, zog ab – und wollte bereits jubelnd abdrehen. Doch da kam plötzlich Steffen Bönsch angerauscht und kratzte die Kugel noch von der Linie. Nur drei Minuten später stand Sudweyhes Maik Behrens völlig frei, doch wieder machte Bönsch den ganz langen Schuh und klärte zur Ecke. „Das hat er richtig klasse gemacht“, freute sich Langreder. Freund dagegen konnte es nicht fassen, „dass wir solche Chancen auslassen“.

Statt das Spiel zu drehen, stand Sudweyhe mit leeren Händen da. Schlimmer noch: Zwei Minuten vor der Pause köpfte Wilke Kluge eine Nubbemeyer-Flanke aufs Tor, der Ball sprang von Innenpfosten zu Innenpfosten und kullerte dann hinter die Linie – 2:0.

Es war eine verdiente Führung der Bassumer, die insgesamt mit den immer schlechter werdenden Platzverhältnisses besser zurechtkamen. Zudem lösten die Gäste viele Situationen auch spielerisch, standen kompakt in der Defensive. „Das hat Bassum gut gemacht“, räumte Freund ein. Und Langreder meinte: „Wir waren in der ersten Halbzeit fußballerisch die bessere Mannschaft und hatten auch mehr Torschüsse.“

Nach dem Wechsel machte dann hauptsächlich der TuS Sudweyhe das Spiel, ohne sich aber zwingend in Szene setzen zu können. „Wir haben uns kaum noch Chancen erarbeitet“, sagte TuS-Trainer Freund, während sich der Platz von Minute zu Minute immer mehr in eine Matschlandschaft verwandelte. Was noch Auswirkungen auf das Spiel hatte. In der 89. Minute hätte Antoun Badal die endgültige Entscheidung herbeiführen können, doch das Geläuf hatte etwas dagegen. Der Bassumer schob den Ball an Sudweyhes Keeper Mirko Meyer vorbei – doch, oh Schreck: Die Kugel blieb kurz vor der Linie im Matsch stecken. Sudweyhes Hanjo Harjes klärte. „Das war schon unglaublich“, meinte Langreder, der nach dem Abpfiff dann auch von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft in der Schlammschlacht von Sudweyhe sprach: „In der Schlussviertelstunde hatten wir reichlich Möglichkeiten, alles klarzumachen.“ Sudweyhe hingegen hat an diesem Tag nicht nur drei Punkte, sondern zudem einen ganzen Sportplatz verloren...

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