TSV Bassum geht angriffslustig in die neue Spielzeit – und setzt dabei besonders auf die Jugend

Teamgeist ist das oberste Gebot

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Die neuen Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten TSV Bassum: Auf eine spannende Saison freuen sich (hinten von links) Trainer Andreas Merdon, Chris Helms, Marvin Schwenke, Jonas Brede und Trainer Jürgen Schäfer sowie (vorn von links) Calvin Hüttemeyer, Wilke Kluge, Leonard Schäfer und Hannes Schlottmann. Es fehlen Dani Babel und Danny Amoako.

Bassum - Von Arne Flügge. Nach dem Hickhack um die Zu- und Absage von Uwe Küpker als neuer Coach ist die Trainerfrage beim TSV Bassum mittlerweile längst geklärt: Andreas Merdon (53), ursprünglich als Co-Trainer von Küpker vom TVE Nordwohlde gekommen, leitet nun zusammen mit Jürgen Schäfer (53), sportlicher Leiter in der Abteilung Fußball und zuletzt Interimscoach, die Geschicke des Fußball-Bezirksligisten. „Wir verstehen uns gut, funken auf einer Wellenlänge“, sagt Merdon. Schäfer bestätigt das: „Die Zusammenarbeit klappt richtig prima.“

Was Merdon mit Wellenlänge meint, sind die gemeinsamen Ziele und Vorstellungen des neuen Trainergespanns. Der TSV Bassum setzt traditionell und angesichts seiner nur dürftigen finanziellen Mittel auch ganz bewusst auf die Jugend, um Nachwuchstalenten eine Chance zu geben und sie auch im Club zu halten. „Damit wollen wir gar nicht erst einen Sog nach außen aufkommen lassen“, berichtet Merdon: „Wir wollen und müssen jungen Spielern in unserem Verein eine Perspektive bieten.“ Das sei freilich ein schwieriges Unterfangen „und wird viel Arbeit bedeuten“, so der Coach.

Doch die nehmen Merdon/Schäfer gern in Kauf. Sie haben ein zukunftsorientiertes Konzept. Allerdings sei auch jetzt schon wichtig, den Teamgeist zu schärfen. „Das Wort ,Team‘ steht über allem. Es ist für Trainer und Mannschaft das oberste Gebot“, erklärt Merdon. Und er ist froh, dass Schäfer weiter im Boot ist: „Ich habe während der Relegationsspiele gemerkt, dass die Mannschaft mit Jürgen gut kann. Da habe ich ihm vorgeschlagen, ob wir den Job nicht gemeinsam machen wollen“, so der Verwaltungsbeamte. Für Merdon stand es nie in Frage, nach der Absage von Küpker sich ebenfalls wieder zurückzuziehen: „Ich stehe zu meinem Wort.“

Und der TSV Bassum geht mit viel Optimismus und auch Angriffslust in die neue Saison. „Nach der gelungenen Relegation ist eine absolut positive Stimmung in der Mannschaft zu spüren“, hat Jürgen Schäfer ausgemacht. Und die Mannschaft ist größtenteils auch zusammengeblieben. In Oliver Meyer (Heiligenfelde), Antoun Badal (SV Osterbinde) und Marcel Bavendiek (TV Neuenkirchen) haben nur drei Spieler den Club verlassen. Dagegen ist die Liste der Neuzugänge lang: Dani Babel kam vom SV Osterbinde, Hannes Schlottmann und Danny Amoako sind nach dem Studium wieder dabei, Chris Helms, Wilke Kluge und Jonas Brede rücken aus der eigenen A-Jugend nach, die in der Bezirksliga Vierter geworden war. Dazu kommen noch die A-Jugendlichen Marvin Schwenke, Calvin Hüttemeyer und Torhüter Leonard Schäfer, die zwar hauptsächlich noch in der U19 spielen, „aber schon an den Herrenbereich herangeführt werden sollen und daher auch im Kader stehen“, wie Coach Merdon erklärt.

Die Identifikation mit dem Verein soll damit auch vorangetrieben werden. Und vermutlich haben auch deswegen Schlottmann und Amoako wieder ihre Zusage gegeben. „Als sich die Chance auftat, die Jungs zurückzuholen, musste ich nicht lange überlegen“, berichtet Schäfer. Dani Babel ist ein junger, aber schon recht erfahrener Spieler aus der Region Bassum. „Die Jungs kennen sich alle untereinander. Damit können wir den Anpassungszeitraum verkürzen“, ist sich Schäfer sicher. Daher ist die Vorfreude beim Trainerteam auch groß. Schäfer: „Mit 14 Stammkräften aus dem alten Kader und den neuen, hungrigen Spielern übernehmen wir eine funktionierende, homogene und willige Mannschaft.“

Ziel sei es, meint Schäfer, „so schnell wie möglich 40 Punkte zu holen und damit den Klassenerhalt zu schaffen. Dabei sollen die Trümpfe aus dem Vorjahr wieder stechen: eine gute Organisation, ein starkes Defensivverhalten und ein ordentliches Umschaltspiel. Allerdings muss auch noch einiges verbessert werden. „In der Offensive haben wir wenig Durchschlagskraft gehabt. Außerdem müssen wir die Arbeit gegen den Ball noch optimieren“, fordert Schäfer.

Trainer-Kollege Merdon sieht noch einen weiteren Punkt: „Auf dem Platz muss einfach mehr Disziplin herrschen.“ In der vergangenen Saison sei oftmals einfach zu viel gemeckert worden. „Und es gab einige Rote Karten. Das geht so nicht“, mahnt der 53-Jährige.

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