Bassum feiert nach 3:2 Erstliga-Verbleib / Zwei Duelle mit einem Ring Unterschied

Ein Ritt auf der Rasierklinge

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Eine 8,9 statt einer 9,0 – das machte den Unterschied für Denis Rother aus. Der Bassumer verlor deshalb trotz seiner starken 373 Ringe mit einem Ring Unterschied. Am Ende reichte es für sein Team dennoch zu einem 3:2 über Wechmar.

Bassum - Was für ein enger Schlagabtausch! Das Bundesliga-Schlusslicht hat den Luftpistolen-Schützen des SV Bassum von 1848 alles abverlangt. „Es war nicht ganz einfach, da zuzusehen“, räumte Bassums Sportleiter Jens Voß nach dem 3:2 über die Schützengesellschaft Wechmar am Samstagnachmittag ein. Zwei Duelle endeten mit einem Ring Unterschied, ein weiteres ging ins Stechen – doch am Ende setzten sich die Niedersachsen in Brühl mit 3:2 durch und durften ein Etappenziel feiern: „Der Abstieg wird für uns jetzt wohl kein Thema mehr sein“, freute sich Voß.

Sascha Sandmann steuerte an der Spitzenposition einen Punkt bei – obwohl es danach zwischenzeitlich nicht aussah: In der zweiten Serie lieferte er 88 Ringe, sein Kontrahent Christoph Herzer 95. „Sieben mehr – das ist nicht immer leicht aufzuholen“, verdeutlichte Voß. „Aber Sascha hat nach hinten heraus stark aufgeholt.“ 93 und 95 Ringe in den darauf folgenden Durchgängen brachten ihn wieder in die Spur. Doch trotz des komfortablen 369:361 sprach Sandmann hinterher von einem „schweren Wettkampf“.

An Position zwei erlebten die Zuschauer in der Brühler Tanzhalle Nervenkitzel pur: Denis Rother und Torsten Berlet schenkten sich nichts. „Die beiden haben sich ganz schön beharkt, jede Serie war super-knapp beieinander“, erinnerte Voß an das 91:90 für Rother und ein 98:98. Am Ende hatte Rother Pech, als bei einem Schuss eine 8,9 aufleuchtete – mit einer 9 wäre der Bassumer ins Stechen gekommen. So aber stand es am Ende 373:374. „Er hat sich geärgert, aber es war trotzdem ein Spitzenergebnis“, schilderte Voß.

Genauso eng verlief das Gefecht zwischen Stefan Pabstmann und Martin Hofmann – diesmal aber behielt ein Bassumer die Oberhand. Pabstmanns 368:367 bot laut Voß „Spannung bis zum Schluss“ – und dieser Zähler erwies sich am Ende noch als wertvoll.

Denn an Position vier lieferten sich Albert Grieskamp und Danny Schuchhardt einen noch engeren Kampf. Nach den vier Serien stand es 360:360, das Stechen musste entscheiden – und da rutschte dem SV-Routinier eine 7 aus dem Lauf. Schuchhardt behielt hingegen die Nerven und schoss eine 10. „Albert hat ein bisschen zu früh den Abzug gedrückt“, bedauerte Voß.

Doch zum Glück für den Aufsteiger erwischte Peter Benne auf Platz fünf der Setzliste einen Sahne-Tag. Gegen Henrico Huppel ließ er gar nichts anbrennen und sorgte mit 374:366 für den dritten Bassumer Sieg. „Das war ein Super-Wettkampf von Peter: Die Führung hat nie gewechselt – sehr souverän.“

Mehr Spannung musste auch nicht sein, „denn es war schon so ein Ritt auf der Rasierklinge“, gestand der Bassumer Sportleiter kurz vor der Rückfahrt.

ck

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