Bassum 1848 feiert Luftpistolen-Silber beim deutschen Pokalfinale

„Pokal ist wasserdicht...“

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Mit Silber beim deutschen Pokalfinale machten diese Schützen einen der größten Erfolge des SV Bassum von 1848 perfekt (von links): Thilo Wehr, Florian Poggenburg, Sylvia Coors, Thomas Hoppe, Denis Rother und Stefan Böhm.

Bassum - „19 Anläufe haben wir gebraucht, aber nun ist es geschafft“, freute sich Sportleiter Jens Voß über den zweiten Platz beim Pokalfinale mit der Luftpistole des Deutschen Schützenbund.

Dabei gab es vor dem Finale einen Ausfall zu beklagen. „Am Sonntag vor dem Finale hat Martina Schwenker verletzungsbedingt absagen müssen“, so Voß. Nun ging die Suche nach einer Ersatzdame los. Glücklicherweise konnte Sylvia Coors sich den Samstag freimachen und mit nach Hannover kommen. Damit war der Sechserpack wieder komplett. „Von den sechs eingesetzten Sportlern muss mindestens ein Nachwuchsschütze, eine Dame, ein Schütze sowie ein Sportler aus der Altersklasse dabei sein“, erklärt der Bassumer Sportleiter die Regularien.

Am Wettkampftag erwischte Bassum einen guten Start. Mit Thilo Wehr ging zuerst der Nachwuchs auf den Stand. Auch wenn es am Anfang etwas holprig losging, erzielte Wehr gute 368 Ringe. Die gleiche Ringzahl erreichte auch Denis Rother als zweiter Starter. Nach Durchgang drei belegten die 1848er Mannschaft bereits den zweiten Platz. Thomas Hoppe hatte mit 374 Ringen das beste Einzelergebnis der Mannschaft hingelegt. Einen durchwachsenen Start erwischte Florian Poggenburg. Doch in der zweiten und dritten Serie legte er jeweils eine 96er Serie hin. So kam Poggenburg noch auf 365 Ringe.

Es folgte als Altersschütze Stefan Böhm, der Bassum mit 365 Ringen auf Platz zwei hielt. Vor dem letzten Start ging die Rechnerei los. „Es waren vier Mannschaften hinter uns, die uns noch gefährlich werden konnten“, so Voß, „ich habe versucht, dass Sylvia Coors als letzte Starterin nicht mitbekommt, wie gut wir dastanden. Das schein auch gelungen zu sein.“ Mit jedem Schuss stieg die Spannung. Mit jedem roten Punkt (eine 10) ging der Puls weiter nach oben. „Ich muss jetzt raus, sonst kriege ich noch einen Kasper“, fieberte auch Coors’ mitgereister Ehemann mit. Nach 30 Schuss war der dritte Platz so gut wie sicher. Aber würde es auch für Platz zwei reichen? „Ich habe den Jubel gar nicht verstanden“, schildert Coors die Situation als sie vom Stand kam, „ich wusste, dass mein Ergebnis in Ordnung war. Erst dann wurde mir gesagt, dass wir auch auf dem Treppchen stehen.“

Die ebenfalls qualifizierte zweite Mannschaft der 1848er fieberte die ganze Zeit mit. Sie selber landete auf Platz zwölf. Hier gingen Timon Cordes (358), Steffen Hauschild (353), Jens Voß (340), Kristina Poggenburg (357), Iris Thalau (353) und Burkard Seeliger (353) an den Start.

„Das war für mich wieder ein Highlight. Von Anfang an begleite ich unsere Mannschaft zu den Finals. Wir waren schon so oft Vierter – aber nie auf dem Treppchen“, strahlte Voß. Und angesprochen auf die Feier danach meinte Voß nur kurz: „Wir wissen jetzt, dass der Pokal wasserdicht ist...“.

vo

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