Melchiorshausens Trainer will morgen gegen Findorff „das andere Gesicht sehen“

Barten verlangt Wiedergutmachung

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Mike Barten hat nach der Grolland-Pleite deutliche Worte gefunden – nun will Melchiorshausens Coach eine Reaktion sehen.

Kreis-Diepholz - MELCHIORSH. · Dieses Spiel schrie eigentlich nach einem Straftraining. Sang- und klanglos mit 0:4 hatte der bis dato zweitplatzierte TSV Melchiorshausen das Topspiel in der Bremer Fußball-Landesliga bei Spitzenreiter TSV Grolland verloren.

Entsprechend sauer und gefrustet war Trainer Mike Barten. Und vermutlich hätte der 40-Jährige die Zügel am Dienstag, der ersten Einheit vor dem Heimspiel gegen die SG Findorff (morgen, 15 Uhr), auch gewaltig angezogen. Doch dazu kam es nicht, weil die verbale Aufarbeitung der Pleite ziemlich umfangreich war. „Wir hatten ein sehr intensives und langes Gespräch – und sind dann gar nicht mehr rausgegangen auf den Platz“, schilderte Barten, der während der Unterredung „auf einige Sachen“ hinwies – unter anderem die immer wieder kommunizierten Aufstiegsambitionen. „Diese Aussagen und die dann gezeigten Leistungen passen nicht zusammen“, urteilt Barten. Der Coach sieht sein Team (nun Dritter) zwar weiterhin im Aufstiegsrennen („die Chance ist da“), will darüber aber am liebsten gar nicht mehr reden: „Wir denken ab jetzt nur noch von Spiel zu Spiel – und an nichts anderes mehr.“

Die nächste Aufgabe gegen Findorff sei wahrlich kein Selbstgänger, mahnt Barten: „Die haben gegen Grolland zwei Mal unentschieden gespielt, sind läuferisch und kämpferisch sehr gut. Das wird ganz bestimmt nicht leicht.“ Auch die Melchiorshauser, die morgen neben den Langzeitverletzten auf Sascha Kleemann und Andre Schmidt (beide privat in Köln) verzichten müssen, waren in der Hinrunde gegen den aktuellen Tabellenzehnten nicht über ein 1:1 hinausgekommen.

Von seinen Spielern verlangt Barten, dass sie – anders als in Grolland – „kämpfen bis zum Umfallen. Sie sollen Herz zeigen und die Zuschauer davon überzeugen, dass die drei Punkte hierbleiben. Die Ausrede, dass wir nach der Winterpause erst ein Spiel gemacht haben, gilt nicht. Ich will eine bessere Grundeinstellung und wieder das andere Gesicht meiner Mannschaft sehen!“

Für Barten zählt erst mal nur die Aktualität – mit seiner eigenen Zukunft beschäftige er sich momentan nicht: „Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt verkehrt. Wir wollen zusehen, dass wir wieder auf unseren Weg kommen.“ Gespräche mit Melchiorshausen habe er noch nicht geführt. Kein Problem, meint der Coach: „Da bleibe ich ganz ruhig. Der Verein muss doch auch erst mal gucken, wie es weitergeht.“ Die eine oder andere lose Anfrage habe es gegeben, verrät Barten: „Aber damit befasse ich mich derzeit nicht.“ · mr

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