Startnummer 4

Carola Eiseler eilt von Sieg zu Sieg

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Bringt weiter neue Variationen in ihr Spiel: Carola Eiseler, die in ihrer Altersklasse in diesem Jahr auftrumpfte.

Carola Eiseler - Die anerkennenden Schulterklopfer und vielen Glückwünsche hatte sie sich redlich verdient: Gerade hatte die Tennisspielerin des Barrier TC bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Essen völlig überraschend Sabine Schmitz (ETUF Essen), Topfavoritin der Altersklasse 55 und Nummer zwei in Deutschland, mit 6:4 und 6:2 geschlagen und war ins Halbfinale eingezogen.

Dort verlor sie zwar knapp mit 3:6 und 5:7, dennoch war Eiseler höchst zufrieden: Schließlich erreichte sie bei ihrem DM-Debüt auf Anhieb den dritten Platz. „Das war das Highlight in diesem Jahr“, sagt die Barrierin freudestrahlend.

Überhaupt bezeichnet sie 2014 als „das erfolgreichste Jahr in meiner Tennislaufbahn“ – dabei jagt sie schon seit mehr als vier Jahrzehnten dem gelben Filzball hinterher. Bereits der Start ins Jahr verlief verheißungsvoll: Bei den Norddeutschen Hallenmeisterschaften in Isernhagen erreichte sie das Halbfinale, in dem sie der an Rang eins gesetzten Susanne Boesser (TC 1899 Blau-Weiß Berlin) nur hauchdünn mit 6:7 und 5:7 unterlag.

„Früher habe ich gegen sie immer glatt verloren. Daher war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, betont Eiseler. Dieser dritte Platz war die Initialzündung dafür, sich erstmals bei der DM anzumelden. Ihr Einzug ins dortige Halbfinale kam für sie dann überraschend, aber nicht von ungefähr. „In den vergangenen Jahren habe ich mich spielerisch weiterentwickelt“, verrät die Barrierin.

Zusammen mit ihrem Mann Dieter arbeitete sie am Aufschlag und der Vielseitigkeit in ihrem Spiel. Eiseler variiert viel, kann das Tempo ändern und rückt auch ans Netz vor. Zudem ist sie fit, kann die vielen kurzen Sprints auf dem Feld problemlos zurücklegen. Dreimal pro Woche trainiert sie, auch mit unterschiedlichen Partnern.

Für diesen Fleiß wurde sie auch im Sommer belohnt: Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Bremen erreichte sie den zweiten Platz. Den erstmaligen Titelgewinn verpasste sie nur knapp (6:7, 6:3, 3:10). Sehr stark präsentierte sich Eiseler, die als Spitzenspielerin der Barrier Damen 50 in der Regionalliga Nord eine positive Matchbilanz aufweist, auch bei zahlreichen Turnieren der Kategorie T2 (zweithöchste Einstufung). Sie gewann die sehr gut besetzten Turniere in Kroatien, Berlin und Travemünde.

Beim weltweit größten Seniorenturnier auf Mallorca schaffte sie es bis ins Viertelfinale. Hier unterlag sie der englischen Weltranglistenersten Christine French. Beim ebenfalls sehr bekannten T2-Turnier auf Usedom erreichte Eiseler, die kommende Woche ihren 55. Geburtstag feiert, das Halbfinale. Im Doppelwettbewerb gelang ihr mit Teamkollegin Claudia Schröder sogar der Turniersieg – und das mit einem hart umkämpften Finalerfolg über die Weltmeisterin Brigitte Hoffmann und ihre Partnerin Barbara Stober. „Über die überraschende Niederlage waren unsere Gegnerinnen richtig sauer“, erinnert sich Eiseler schmunzelnd.

Die beeindruckenden Erfolge spiegeln sich auch in den Ranglisten-Positionen wider: In der Altersklasse 55 kletterte die Barrierin in Deutschland auf Platz acht. In der Weltrangliste wurde Carola Eiseler zwischenzeitlich sogar auf Rang 74 geführt.

„Dieses tolle Jahr macht Lust auf mehr. Ich habe jetzt richtig Blut geleckt“, verrät Eiseler. Derzeit arbeitet sie an überrissenen Vor- und Rückhandbällen, um eine weitere Variation in ihr Spiel zu bringen und somit für die Internationalen Deutschen Meisterschaften Ende Januar in Essen bestens gerüstet zu sein.

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