Startnummer 19

Carola Eiseler erstmals Norddeutsche Meisterin

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Startnummer 19: Carola Eiseler

Barrien - Für das Jahr 2015 hatte sich Carola Eiseler keine konkreten Ziele gesetzt. Ihr einziges Motto: „Wenn ich auf den Platz gehe, möchte ich immer das beste Tennis spielen, was ich kann. Dann schaue ich, was am Ende herauskommt“, verrät die Spitzenakteurin des Damen-50-Regionalligisten Barrier TC. Ihre Bilanz für 2015 ist herausragend.

Zum ersten Mal wurde sie Norddeutsche Meisterin der Damen 55, holte mit ihrem Mann Dieter Silber bei den Internationalen Deutschen Mixed-Meisterschaften der Altersklasse 50, errang tolle Turnierergebnisse und blieb in dieser Hallensaison an Position eins in der Regionalliga sogar ungeschlagen.

Ein Erfolgsgeheimnis ist, dass sich die 56-Jährige nie mit ihrer Spielweise zufrieden gibt. „Ich versuche ständig, mein Spiel zu erweitern, neue Elemente mit hineinzubringen. An der Variation habe ich sehr viel Spaß“, verrät die Barrierin. Sie greift nun häufiger an und versucht, am Netz zu punkten. Außerdem macht sie das Feld mit überrissenen Vorhandcrossbällen breiter und spielt die Rückhand ab und an beidhändig. Stoppbälle sind weiterhin ihre Spezialität. Ein weiterer Pluspunkt ist die neu gewonnene Nervenstärke. „Früher war ich oft hibbelig. Jetzt habe ich keine extreme Nervosität mehr vor einem wichtigen Match“, verrät die 56-Jährige. „Auch in die Matchtiebreaks gehe ich nun mit einer anderen Einstellung. Jetzt macht es mich nicht mehr nervös, wenn meine Gegnerin mit 5:1 führt. Ich kann das Ding immer noch drehen“, weiß sie.

Mit dieser Mentalität gelang Eiseler ein toller Start ins Jahr: Bei den Offenen Norddeutschen Meisterschaften in Isernhagen erreichte sie durch zwei sichere Gruppensiege das Finale. Dort traf sie auf die Titelverteidigerin Waltraud Puhl (DTV Hannover). Nach einem 0:3-Rückstand fand die Barrierin besser in die Partie, gewann den ersten Satz nervenstark mit 7:5 und sicherte sich den zweiten Durchgang mit 6:3. „Das war mein erster Triumph bei diesen Titelkämpfen“, freute sich die selbstständige Versicherungsmaklerin.

Dieser sollte ihr Auftrieb und Selbstbewusstsein für die kommenden Turniere geben. Kurz darauf sprang bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Essen der zweite Platz im Mixed-Wettbewerb der AK 50 heraus.

Im Einzel erreichte sie das Halbfinale. Ihr intensives Match (2:6, 6:4, 6:1) gegen Dorothea Foks (TC Weiß-Rot Stuttgart), Nummer vier in Deutschland, hatte aber zu viel Kraft gekostet. Gegen die spätere deutsche Meisterin Gabi Schneider (TC Rot-Weiß Stiepel) unterlag sie mit 5:7 und 2:6. Trotzdem bestätigte Eiseler mit Rang drei ihre starke Leistung aus dem Vorjahr. Im Sommer kamen zweite und dritte Plätze bei stark besetzten Turnieren in Novigrad (Kroatien), Bad Breisig, Ottersweier und Bielefeld hinzu.

Eine Schlüsselrolle nimmt die vielseitige Barrierin in ihrem Damen-50-Team in der Regionalliga ein. Herausragend war ihre Bilanz im Winter: Sowohl im Einzel an Position eins als auch im Doppel mit verschiedenen Partnerinnen blieb sie in insgesamt zehn Partien ungeschlagen. Highlight war dabei der Einzelsieg im Matchtiebreak gegen die mehrfache Altersklassen-Europameisterin Barbara von Ende (TSC Göttingen). „Ihr Lob für meine Spielweise war noch einmal Bestätigung für meine Trainingsarbeit“, freute sich Eiseler.

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