Barrier TC feiert vier Hallentitel

Eine Winterserie für die Geschichtsbücher

Der ehemalige Zweitliga-Spieler Erik Trümpler kümmert sich erfolgreich um die Herren des Vereins. - Foto: Westermann

Barrien - Erfolg schmeckt zuckersüß. Vor allem, wenn das Ergebnis aus vermeintlich einfachen Zutaten besteht. Man überzeuge zwei erfahrene Spieler von den Vorzügen des sportlichen Dorflebens, integriere zwei der besten Nachwuchsspieler des Verbandes in die Herrenmannschaften und vertraue darüber hinaus auf die Qualität der Eigengewächse. Eine Punktspielsaison mit Leistungen aus der „Haute Cuisine“ mündete für den Barrier TC in vier Aufstiegen. Eine Winterserie für die Geschichtsbücher des Vereins an der Wassermühle.

Die Verpflichtungen des ehemaligen Regionalliga-Spielers Markus Andresen und des Bremer Routiniers Florian Zeichner erwiesen sich für die Barrier Herren als echte Glücksgriffe. Auf und neben dem Platz. „Wir haben im Training eine Qualität gehabt wie seit Jahren nicht mehr. Schon vor der Saison haben wir gespürt, dass es eine ganz besondere werden könnte. Zumal die beiden auch bei den Herren 30 eingesetzt werden konnten“, betont der langjährige Zweitligaspieler Erik Trümpler, der die BTC-Herren unter seinen Fittichen hat.

Und so kam es auch. Den Auftakt machte die mit „Altstars“ gespickte Herren-30-Truppe. Wie im Sommer gelang der Durchmarsch in der Nordwestliga, in der Hallensaison verbunden mit dem direkten Aufstieg in die Nordliga, der zweithöchsten Spielklasse. Auch dort rechnen sich die Barrier Chancen aus.

Deutlich härter erkämpft und überraschend folgte der Coup der ersten Herren. Nach einem glatten Sieg im Derby gegen den FTSV Jahn Brinkum setzte sich die Mannschaft mit 4:2 gegen die favorisierten Spieler des TV Süd durch. Die reisten mit dem norddeutschen Vize-Meister an – und verließen die Anlage nach der Pleite entsprechend entgeistert. Die Vorentscheidung? Nein. Am letzten Spieltag mussten die Barrier richtig beißen, um das hauchdünne 3:3 gegen den TV von 1896 und damit den Aufstieg perfekt zu machen. „Von diesem Spiel werden wir noch lange reden“, meint Mannschaftsführer Florian Hartje.

Im kommenden Jahr heißt es also auch für die Herren: Auswärtsfahrten zu bärenstarken Gegnern nach Hamburg und Schleswig-Holstein. Hartje: „Wir werden dort versuchen, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.“

BTC-Damen gleich in die Nordwestliga

Aber zurück zu diesem sportlichen Ausnahme-Winter. In die Verbandsliga. Ganz oben in der Abschlusstabelle steht die BTC-Reserve, die damit in die Nordwestliga aufsteigt. Beinahe auf Platz zwei gefolgt von der dritten Mannschaft, der nur ein Matchgewinn zum Vizemeister-Titel fehlte. „Drei Teams Woche für Woche auf den Platz zu bekommen, war nicht einfach. Aber es hat geklappt. Und wie. Vor allem freue ich mich über die Leistungen unserer Youngster Tarek Erlewein und Bendix Schröder“, sagt Trümpler. Beide spielten erfolgreich ihre erste Wintersaison im Herren-Bereich.

Eine Meisterschaft, zwei Ligen nach oben: Dieser Sprung gelang den Barrier Damen, die damit das Vier-Gänge-Aufstiegs-Menü komplettierten. Das Team um Stefanie Habelmann feierte die Bezirksliga-Meisterschaft. Eine Verbandsliga gibt es bei den Damen im Winter nicht, was den direkten Aufstieg in die starke Nordwestliga bedeutet. „Das ist für uns eine große Herausforderung. Mal sehen, ob wir uns noch verstärken können“, sagt Bezirksmeisterin Habelmann. Abgerundet wurde die Saison von einem dritten Platz der Damen 50 in der Regionalliga-Nord.

Der Barrier TC blickt also auf erfolgreiche Zeiten zurück. Eine Wintersaison wie diese aber hat es noch nie gegeben. Man darf gespannt sein, mit welchem Erfolgsrezept die Mannschaften im nächsten Winter an den Start gehen. 

et

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