Barrien steigt ab / Hintertür noch offen

Vier lächerliche Sätze zu wenig

Barrien - Das erhoffte Wunder ist ausgeblieben: Obwohl die Tennisherren des Oberligisten Barrier TC am letzten Spieltag bei Spitzenreiter TC Alfeld einen 6:3-Coup landeten, müssen sie den Gang in die Landesliga antreten. Denn parallel dazu gewann der TC GW Rotenburg mit dem gleichen Ergebnis gegen den TV Jahn Wolfsburg. Damit sind die Barrier zwar punkt- und matchpunktgleich (8:6 Zähler, 35:28), haben im Laufe der Saison aber vier Sätze weniger gewonnen als die Rotenburger und müssen deshalb absteigen.

„Das ist unfassbar. Ein Riesenpech“, stöhnte BTC-Kapitän Florian Hartje. Ein wenig hofft er aber noch. „Als vor elf Tagen die verschärfte Abstiegsregelung, nach der sogar vier statt drei Teams aus Achter-Gruppen von der Oberliga bis zur Verbandsklasse absteigen müssen, veröffentlicht wurde, gab es eine Rundmail zwischen den Sportwarten der Vereine aus dem TV Nordwest. Die Meinung war einstimmig: Auch wenn die Regelung formal möglich ist, ist es eine Entscheidung gegen den Sport. Für einen Sportler ist es unverständlich, kurz vor Saisonende ein erreichtes Ziel, den Klassenerhalt, aufgrund einer Änderung von Regeln zu verlieren. Das erschüttert das Vertrauen in einen geregelten Punktspielbetrieb“, findet Hartje klare Worte, die er auch so letzte Woche an die Sportwarte der Tennisverbände geschickt hat.

Uwe Meyer, Sportwart des Tennisverbandes Nordwest, bezog gestern dazu Stellung. „Es ist verständlich, dass Emotionen hochkochen – besonders, wenn man am grünen Tisch absteigt. In der Tat haben wir die Abstiegsregelung zu spät veröffentlicht. Im Hintergrund arbeiten wir an einer Lösung. Das Thema werden wir kurzfristig aufarbeiten“, versprach er. Endgültige Staffeleinteilungen gebe es aber erst im Frühjahr, wenn feststehe, ob Teams zurückziehen oder in den Seniorenbereich wechseln.

Dass die Barrier sogar noch auf den viertletzten Platz sprangen, war Glück, denn die Alfelder mussten auf drei Topspieler verzichten. Zudem gab der verletzte Alfelder Peter Kleinhans gegen Lennart Lonnemann nach drei Spielen auf. Die weiteren Barrier Punkte holten Tobias Kuhlmann und Till Heilshorn. Kuhlmann zeigte eine starke Leistung und blieb damit in dieser Saison im Einzel unbesiegt. Heilshorn bezwang den zuvor noch ungeschlagenen Eric Röbschläger nach einer ebenfalls starken Vorstellung mit 6:4 und 6:2. Florian Hartje verlor sein Einzel in drei Sätzen. Philipp Meyer führte in seinem zweiten Durchgang mit 5:3, unterlag aber auch. Florian Dill war chancenlos.

Beim Zwischenstand von 3:3 stellten die Barrier ihre Doppel perfekt auf und gewannen alle drei Partien jeweils in zwei Sätzen. Doch für den Klassenerhalt reicht das (erstmal) nicht.

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