Bezirksklassen-Champion feiert trotz Niederlage Bezirksliga-Aufstieg / Bassums Andreas Lehmkuhl: „Verdienter Meister“

Barrien bejubelt Titel und erntet Lob von Konkurrenz

Jubelten nach dem Gewinn der Meisterschaft in der 1. Tischtennis-Bezirksklasse (v.l.): Christian Gerlach, Hendrik Wünderlich, Karsten Meyer, Tim Schumacher, Carsten Drösemeyer und Patrick Damaschun vom TSV Barrien. Es fehlen Rüdiger Schanzmann und Malte Wünderlich.

Barrien - Wahnsinn – das Tischtennis-Märchen des TSV Barrien in der 1. Tischtennis-Bezirksklasse der Herren ist tatsächlich wahr geworden. Da der Tabellendritte TSV Heiligenrode III dem Zweiten VfB Stolzenau ein 8:8 abluchste, stand Barrien bereits vor dem abschließenden Duell gegen den TSV Bassum als Meister fest.

Irgendwie logisch also, dass der künftige Bezirksligist mit den Gedanken mehr bei der anschließenden Party war und die Lindenstädter so beim 9:5 verdient beide Punkte entführten. Sehr zur Freude von Bassums Spitzenspieler Andreas Lehmkuhl: „Jetzt nennen wir uns Bezirksklassenmeister-Besieger.“ Natürlich nicht bierernst gemeint. Schließlich ging es ja auch für die Gäste um nichts mehr. Den Erfolg nahm Bassum zwar gerne mit, widmete sich anschließend dann aber ebenfalls intensiv der „dritten Halbzeit“ bei Bier und Würstchen. Und Bassum hatte neben Meistersekt als Präsent zudem noch warme Worte im Gepäck. „Barrien lag von Beginn an vorne und ist deshalb auch verdient Meister“, lobte Andreas Lehmkuhl den Kreisrivalen. Sicherlich eine treffende Analyse, da Barrien nach der Hinrunde auf makellose 20:0 Zähler kam und der Konkurrenz schon weit enteilt war. Knapp wurde es am Ende aber doch noch, wie Kapitän Karsten „Mafü“ Meyer betonte: „Stolzenau hat ja bis zum letzten Spiel in Heiligenrode keinen Punkt mehr abgegeben. Der VfB hat es echt noch einmal spannend gemacht und uns alles abverlangt.“

Und wer weiß, was bei einem Sieg von Stolzenau in Heiligenrode passiert wäre? Hätten Barriens Nerven blank gelegen? Vielleicht, doch den noch zur Meisterschaft fehlenden Zähler hätte der TSV wohl noch irgendwie an Land gezogen. Trotzdem sprach Barriens Nummer sechs Christian Gerlach den Heiligenrodern ein dickes Lob aus: „Ich fand das sportlich äußerst fair. Obwohl Heiligenrode nicht mehr aufsteigen konnte, haben sie Vollgas gegeben. Riesenkompliment für so eine tolle Einstellung.“

Wobei Barrien den Titelgewinn natürlich nicht ausschließlich dem TSV Heiligenrode III zu verdanken hat: Vielmehr griff beim mittlerweile großen Nachbarn des TuS Syke vom ersten Spiel an ein Rädchen ins andere. Gerade Spitzenspieler Patrick Damaschun führte die Mannschaft bei sensationellen 34:3 Einzelsiegen über viele Klippen hinweg, und auch seine Teamkollegen überzeugten auf ganzer Linie. Ob nun „Edeljoker“ Malte Wünderlich, Capitano Meyer, „Topspin-Wunder“ Hendrik Wünderlich, Abwehrstratege Carsten Drösemeyer, „Kampfkoloss“ Gerlach, Youngster Tim Schumacher oder Routinier Rüdiger Schanzmann – jeder TSV-Akteur trug seinen Teil zum Gelingen bei. Und Barrien funktionierte auch in kritischen Situationen: Selbst nach der ersten Saisonniederlage (7:9 in Stolzenau) kam beim TSV keine Weltuntergangsstimmung auf. Im Gegenteil: Anstatt nach dem vergebenen Meisterschafts-Matchball zu hadern, machten die Barrier auf der Rückfahrt richtig Stimmung im Bus (es wurden sogar Kinderlieder einer Cassette der kleinen Tochter von Hendrik Wünderlich mitgegrölt) und schworen sich auf die künftigen Aufgaben ein.

Mit Erfolg: Trotz eines 3:6-Rückstands triumphierte Barrien im Schlüsselspiel gegen den TSV Heiligenrode III noch mit 9:7 und erhöhte so wieder den Druck auf Stolzenau. Woran die blutjunge VfB-Truppe offenbar zerbrach. Aber wirklich nur hauchdünn, wie Damaschun anmerkte: „Diese Saison waren wir wohl noch den einen Punkt besser, aber in der nächsten Serie wären wir eher nicht mehr Meister geworden.“ Muss Barrien indes auch nicht, da dem TSV der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ja nicht mehr streitig zu machen ist. - drö

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