Barnstorfs Coach: „Weg zum Titel führt nur über Bissendorf“/ Trio kehrt zurück

Favorit? Da winkt Trainer Mohrland energisch ab

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Die Vorfreude bei Barnstorfs Trainer Mario Morland (hinten) scheint groß auf seine drei Neuzugänge (v.l.) Tobias Meyer, Ulf Grädtke und Matthias Andreßen, die alle aus Cloppenburg zurückkehrten.

Barnstorf - Von Gerd Töbelmann. Die HSG Barnstorf/Diepholz wurde in der vergangenen Saison der Handball-Oberliga der Männer knapp hinter Achim/Baden Zweiter. Achim ist nun Drittligist, da müsste doch... In diesem Moment grätscht HSG-Coach Mario Mohrland verbal energisch dazwischen: „Wir sind absolut kein Titelfavorit. Der Weg zur Meisterschaft führt nur über den TV Bissendorf. Die haben sich einen Bundesliga-Keeper geholt. Wir wollen vorn mitspielen.“

Mohrland fügt dann aber hinzu: „Und den Titelkampf so lange wie möglich offenhalten.“ Dabei sollte sich sein eigenes Team so lange wie möglich im Dunstkreis der potenziellen Aufstiegskandidaten aufhalten.

Dass Bissendorf von Mohrland auf den Favoritenschild gehoben wird, liegt auch an der Verpflichtung von Vitali Feshchanka. Der weißrussische Keeper ist zwar immerhin schon 40 Jahre alt, spielte zuletzt aber immerhin beim Bundesligisten TV Emsdetten – eine richtige Granate also.

Die Barnstorfer indes bedienten sich „nur“ beim Liga-Konkurrenten TV Cloppenburg – dies aber dreifach. Hauptsächlich als Kreisläufer vorgesehen ist Rückkehrer Ulf Grädtke (siehe auch Interview rechts). Mohrland über den 29-Jährigen: „Er hat sich in Cloppenburg auch menschlich weiterentwickelt und wird bei uns gleich ein Führungsspieler sein.“

Für den linken Rückraum ist Tobias Meyer, ebenfalls schon mal im HSG-Dress, vorgesehen. Mohrlands Meinung über den 24-Jährigen: „Er soll auch mal mit seiner Wurfkraft die leichten Tore für uns werfen. Körperlich hat Tobi enorm zugelegt.“

Als Ergänzung zu Linkshänder Arunas Srederis wurde der dritte Rückkehrer, Matthias Andreßen, nach Barnstorf geholt. Mohrland sagt über den 21-jährigen Linkshänder: „In Cloppenburg ist er noch besser geworden und wird bei uns seine Spielanteile bekommen.“

Demgegenüber stehen die Abgänge von Kapitän und Rechtsaußen Nils Mosel (Karrierende) sowie Rückraumspieler Marius Kasmauskas (zum HC Einhellen/Schweiz). Vor allem Mosels Verlust wiegt schwer. „Das ist natürlich bitter, fast eine Katastrophe. Die beiden haben zusammen etwa 250 Tore gemacht. Dieses Loch muss erst einmal gestopft werden. Dabei vermissen wir Nils mehr als Marius“, sagt Mohrland. Soll heißen: Kasmauskas wurde mit der HSG nie so richtig warm – und umgekehrt.

Quasi ein weiterer Abgang ist Mittelmann Kamil Chylinski, der vor kurzem am Kreuzband operiert wurde. Der Pole war Spielgestalter und guter Torschütze in einer Person, wird aber vermutlich in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. „Ich sorge dafür, dass er erst spielt, wenn er vollkommen gesund ist“, sagt der HSG-Coach, der bei der Trainerarbeit von Mosel und Tomas Lenkevicius unterstützt wird.

Hat Barnstorf nach der Chylinski-OP noch vor, kurzfristig Ersatz zu besorgen? Eher nicht, denn sämtliche Versuche, noch einen vierten neuen Spieler, gerade für den Rückraum, an Land zu ziehen, schlugen bislang fehl. „Das war alles nicht so einfach, weil Heiner Thiemann, unser sportlicher Leiter, lange Zeit ausgefallen ist. Und ohne Heiner geht bei uns nicht viel in Sachen Neuverpflichtungen“, stellt Mohrland fest.

Mittlerweile befindet sich die HSG in der heißen Phase der Vorbereitung, gewann unter anderem den eigenen „Sparkassen-Cup“ und startet am 20. September in die Liga. Und dies in Cloppenburg gleich mit einem Knüller. Darauf werden drei Spieler der HSG sicher ganz besonders heiß sein...

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