Für HSG Barnstorf/Diepholz zählt nur ein Sieg / Schwenker: „Alle freuen sich drauf“

Der Oberliga-Kracher steigt in Habenhausen

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Spielt eine gute Saison und setzt sich immer wieder durch: Barnstorfs Rückraumakteur Tobias Meyer (am Ball).

Barnstorf - Von Matthias Borchardt. Es ist das Gipfeltreffen und der Kassen-Knüller des Spieltages: Zum Topspiel der Handball-Oberliga erwartet morgen um 17 Uhr Spitzenreiter ATSV Habenhausen den Tabellenzweiten HSG Barnstorf/Diepholz. Beide Teams sind heiß. „Alle freuen sich auf das Spiel und haben sich intensiv drauf vorbereitet. Für uns gibt es nur ein Ziel – das sind zwei Punkte“, unterstreicht Barnstorfs Torhüter Maik Schwenker.

Die Gastgeber haben drei Punkte Vorsprung zum Verfolger, können mit einem weiteren Sieg eine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen schaffen. Das wollen die Barnstorfer aber verhindern. „Ein Sieg muss her, alles andere bringt uns nicht weiter“, sagt Barnstorfs Trainer Mario Mohrland. Er weiß allerdings, dass der Primus ein anderes Kaliber ist als jüngst der TV Cloppenburg (35:21-Erfolg). Deshalb fordert der DiplomHandelslehrer: „Es muss noch einmal eine Steigerung in mehreren Mannschaftsteilen her.“

Personell bleibt abzuwarten, ob der abwehrstarke Allrounder Cedric Quader (Bänderriss im rechten Sprunggelenk) mitwirken kann. Sollte er ausfallen, dann steht Ersatz parat. Der frühere Abwehrchef Tomas Lenkevicius hat in dieser Woche mittrainiert und würde einspringen. Der 36-jährige Litauer wäre auf alle Fälle mehr als eine Alternative. Noch nicht zum Aufgebot gehört vermutlich Neuzugang Constantin Pasenau vom Kreisoberligisten HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf. Die Spielberechtigung für den 20-Jährigen liegt noch nicht vor.

„Wir müssen von Anfang an wach sein“, weiß Mohrland. Das waren die Barnstorfer im Hinspiel, als sie nach gut einer Viertelstunde mit 9:2 führten. Diesem hohen Tempo mussten sie Tribut zollen, denn im weiteren Spielverlauf hatte es einen Leistungsverlust gegeben. In der Schlussphase legten sie noch einmal eine Schippe drauf und behielten letztendlich mit 30:27 die Oberhand. Im Griff hatte der Tabellenzweite die beiden wurfstarken Rückraumakteure Mirco und Björn Wähmann.

Beide Teams packen in der Abwehr richtig zu. „Die Deckungsreihen suchen in der Oberliga ihres Gleichen“, unterstreicht Mohrland. Während der ATSV Habenhausen die klassische 6:0 spielt, bevorzugt die HSG die 3:2:1-Variante. Weitere Stärken der Gastgeber: Sie spielen die schnelle Mitte und gehen nach langen Pässen hohes Tempo. „Habenhausen hat Feuerkraft in der zweiten Reihe, da müssen wir richtig gegenhalten“, so der 38-jährige HSG-Coach. Gefahr droht den Gästen nicht nur von Mirco und Björn Wähmann, sondern auch von den Außenangreifern Hauke Marien (rechter Flügel) und Tim Steghofer sowie Kreisläufer Marcel Fischer.

Habenhausens Trainer Lars Müller-Dormann will bei einem Sieg von einer Vorentscheidung im Titelkampf noch nichts hören, sagt aber: „Das wäre ein großer Schritt.“ Eines betont er allerdings auch: „Meine Jungs wollen Meister werden und aufsteigen.“ Er hofft, dass seine Schützlinge die entsprechenden Lehren aus der Niederlage in Diepholz gezogen haben: „Wir müssen deutlich wacher sein und dürfen nicht wieder so blöde Fehler machen.“ Müller-Dormann lobt den Gegner: „Als Kollektiv sind die Barnstorfer gut und individuell stark.“

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