HSG Barnstorf/Diepholz will mit aller Macht gewinnen

Im Kellerduell der Oberliga ist der Druck groß

Soll im Kellerduell in Beckdorf als Mittelmann Akzente setzte: Der Litauer Saulius Liutikas (l.). Noch hat er auf dieser Position Vorteile gegenüber dem Kroaten Marko Pernar.

Barnstorf - Ganz wichtige Partie zum Rückrunden-Auftakt: Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz reist Samstag (Anwurf 19.30 Uhr) zum abstiegsgefährdeten Tabellenvorletzten SV Beckdorf. Für beide Teams steht einiges auf dem Spiel. Das weiß auch Barnstorfs Mannschaftskapitän Cedric Quader: „Wir wollen das Spiel in Beckdorf mit aller Macht gewinnen, dafür müssen wir im Gegensatz zur Partie beim ATSV Habenhausen unsere Torchancen verwerten. Es ist jedem bewusst, wie wichtig dieses Spiel ist, dafür braucht es keine zusätzliche Motivation. Wir werden auf eine andere Beckdorfer Mannschaft treffen, die mit ihrem neuen Trainer neu formiert wurde.“

In der letzten Begegnung vor der Weihnachtspause schlug der SV Beckdorf unter der Regie von Neu-Coach Jonas Kaucikas (löste Steffen Aevermann ab) die SG Achim/Baden mit 32:29. Mit zehn Treffern hatte Mittelmann Finn Nowacki entscheidenden Anteil am dritten Saisonsieg. Mit 86/28 „Buden“ ist er bester Werfer der Gastgeber. Der Rückraumakteur dürfte mit einer Portion Wut im Bauch auflaufen, denn beim 25:29 in Diepholz zum Saisonauftakt hatte er in der 24. Minute beim Stand von 10:9 für den SV Beckdorf nach einem Foul an Kevin Heemann von den Schiedsrichtern die Rote Karte gesehen.

Auch Barnstorfs Trainer Dag Rieken weiß, was die Stunde geschlagen hat: „Das ist ein so genanntes Vier-Punkte-Spiel - eine ganz schwierige Aufgabe. Die Beckdorfer sind besser, als es der Tabellenplatz aussagt.“ Der B-Lizenz-Inhaber ist froh, dass die abwehrstarken Cedric Quader und Martin Golenia nach auskurierten Verletzungen wieder mitwirken. Beide kamen beim jüngsten 21:28 in Habenhausen erstmals wieder zum Einsatz. „Martin hat uns im Abwehrzentrum gut getan“, lobt der HSG-Coach den 28-Jährigen.

Beim Tabellenzehnten fehlen abermals Rückraumakteur Stefan Beljic (Adduktoren-Probleme) und Linksaußen Lars von Kamp. Letzterer, der sich seit Wochen mit Schmerzen im Fuß herumschlägt, macht jetzt noch eine Spritzentherapie und soll danach bald ins Training einsteigen können.

Angeschlagen sind Jakub Anuszewski und Piet Gerke (beide haben einen grippalen Infekt), die allerdings am Samstag zum Aufgebot gehören sollten. Neuzugang Etrit Xhafolli hat nicht regelmäßig trainiert, „muss noch einiges nachholen“.

„Das ist ein Spiel auf Augenhöhe, wobei die Beckdorfer aufgrund des Heimspiels einen Vorteil haben. Auch sie stehen unter Druck, brauchen die Punkte“, unterstreicht Rieken. Neben Nowacki geht die meiste Gefahr von den Rückraumakteuren Tim Fock (59 Tore erzielt) und Joscha Jolitz (34) aus. In einem Punkt ist sich der HSG-Trainer sicher: „Es werden alle heiß sein.“  

mbo

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