HSG Barnstorf/Diepholz will bei Mohrlands Heim-Abschied Tore gut machen

Wettballern, um den Funken Hoffnung glimmen zu lassen

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Barnstorfs engagierter Trainer Mario Mohrland (r.) wird in seinem letzten Heimspiel am Sonnabend in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen den Zuschauern noch einmal zu winken. Links im Bild Teammanager Björn Jandrich.

Diepholz - Ob Mario Mohrland am Samstagabend ein Taschentuch zum Tränentrocknen benötigt, sei mal dahingestellt. Aber leicht feuchte Augen wird er sicherlich bekommen: Nach zwei Jahren wird der Coach der HSG Barnstorf/Diepholz im Oberliga-Spiel gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen (19.30 Uhr) ein letztes Mal auf der Trainerbank in der Mühlenkamp-Halle Platz nehmen. Davor stand er etliche Jahre im Tor. „Es geht ein großer Abschnitt meines Handball-Lebens zu Ende“, sagt Mohrland. Deshalb könne er sich „nicht davon freisprechen“, dass die Emotionen hochkochen könnten.

Doch zunächst einmal gelte die volle Konzentration dem Sportlichen. „Wir wollen unsere Zu-Null-Serie zu Hause halten“, sagt der 38-jährige Coach des Tabellenzweiten. Zwölf Siege in zwölf Heim-Partien feierten seine Barnstorfer in dieser Saison. Der 13. Erfolg wird hinzukommen – da gibt es wenige bis gar keine Zweifel. Denn Bützfleth steht mit mickrigen acht Punkten auf dem vorletzten Platz, der Abstieg ist besiegelt. „Natürlich müssen wir gegen Bützfleth gewinnen“, sagt Mohrland. Doch es komme auf das Wie an: „Wenn wir das Fünkchen Hoffnung auf den Aufstieg am Leben halten wollen, müssen wir etwas für das Torverhältnis machen.“ Lediglich zwei Treffer gilt es dort, auf den Spitzenreiter Habenhausen gutzumachen, der zeitgleich in eigener Halle gegen den TV Cloppenburg ran muss.

Ärgerlich für Barnstorf, dass beim Wettballern wohl Laurynas Palevicius (Rückenprobleme) und Ulf Grädtke (Oberschenkelblessur) fehlen werden. Schließlich bringen es der litauische Rechtsaußen und der 30-jährige Kreisläufer zusammen auf 229 Tore in der laufenden Saison. Auch der Einsatz von Rückraumakteur Arunas Srederis wackelt stark aufgrund von Rückenproblemen.

Doch das Final Four des HVN/BHV-Pokals habe gezeigt, dass es auch ohne diese Leistungsträger gehe, meint Mohrland: „Wir haben gezeigt, dass wir auch ohne sie bestehen können.“ Zwar flog sein Team im Halbfinale gegen den Liga-Konkurrenten TV Neerstedt nach Siebenmeter-Werfen raus, doch der dritte Platz, der zur Teilnahme am DHB-Amateur-Pokal berechtigt, hat die Barnstorfer schließlich noch versöhnt. „Wir müssen die positiven Dinge aus den Pokalspielen mit in die Partie gegen Bützfleth nehmen“, fordert der HSG-Trainer. Vor allem die Geschwindigkeit von Finn Richter (Linksaußen) spielten die Barnstorfer beim Final Four in Bissendorf immer wieder clever bei ihren Tempogegenstößen aus. Ein weiterer Lichtblick war Matthias Andreßen. Aus dem rechten Rückraum schweißte er etliche Bälle ein. Gegen Bützfleth gehe es nun am Samstag vor allem darum, „dass wir unser Tempospiel durchdrücken“, erklärt Mohrland. In der Abwehr sei gegen die Hünen aus Bützfleth „Kampf gefragt“. Beim 35:27-Hinspielerfolg „haben wir das souverän gelöst“, erinnert sich der scheidende Trainer: „Nur ihr Rechtsaußen Yannik Moje hat uns in der Vergangenheit etwas Probleme bereitet.“

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